Fanclub – ABARAADE

Der VfK Schifferstadt – unser VfK – hat eine lange Tradition in unserer Stadt. Viele Ringerschlachten und Deutsche Meisterschaften konnten in der Wilfried-Dietrich-Halle bestaunt und bejubelt werden, Ikonen wie eben Wilfried Dietrich oder Markus Scherer machten unsere Stadt deutschland- und europaweit bekannt.

Zwar sind diese Zeiten schon etwas her, doch der Samstag Abend in Schifferstadt, der ist, abgesehen von der Sportschau, einfach mit den Kämpfen unserer Ringerstaffel verbunden. Und in den glorreichen 2000er Zeiten, als der VfK erfolgreich war und in der Halle regelmäßig Gänsehautatmosphäre vorherrschte, waren viele unserer Mitglieder schon regelmäßig bei den Heimkämpfen dabei und waren sofort mit dem Ringervirus infiziert.

Doch dann, 2007, der finanzielle Kollaps und der totale Neuanfang. Der neue Samstag Abend in der Halle: viele freie Plätze, überschaubare ringerische Leckerbissen sowie deutlich verringerte Nettokampfzeit auf der Matte und Stimmung wie bei der Abendmesse in der Kirche. Gerade wenn man die vorherigen Jahre miterlebt hatte, der Spaßfaktor beim Heimkampfbesuch war deutlich zurückgegangen. Ohne Stimmung und Fangesänge ist es einfach etwas anderes, so war der einstimmige Tenor von Fans und Sportlern, daran muss etwas geändert werden! Und ein Merkmal des neuen VfK 07 war hierbei sehr hilfreich: Die entstandene Nähe zu den Ringern, die aus der Region kamen, für die Zuschauer viel besser zu greifen und immer für ein Gespräch nach dem Kampf bereit waren. Und so entwickelte sich gemeinsam mit unserem Ringer Marvin Scherer die Idee, einen Fanclub zu gründen um endlich wieder Stimmung in die Halle zu bringen. Ein Name war schnell gefunden: AAbaraade 3BARAADE, ein typisch pfälzischer Begriff, der starke Männer besser symbolisiert als jeder andere und bei Auswärtsfans und auf Auswärtskämpfen noch heute für Schulterzucken und fragende Gesichter sorgt. Das heute schon allseits bekannte Logo wurde extra von einem Karikaturisten entworfen und so konnten in der Sommerpause vor der Saison 2010/2011 die Fanclub-Shirts in Auftrag gegeben werden. Pünktlich zu Saisonbeginn waren die Shirts, das Markenzeichen des Fanclubs, fertig und beim ersten Heimkampf machten sich damals 15 Abaraade, ausgestattet mit Trommeln, Tröten und ratschen auf den Weg in die Wilfried-Dietrich-Halle, um ihre Mannschaft lautstark zu unterstützen. Verwundert über das plötzliche Auftreten eines Fanclubs wurden wir anfangs von vielen belächelt. ,,2-3 Kämpfe, dann sind die eh wieder weg‘‘, solche Aussagen hörte man nicht selten abseits der Ringermatte. Doch die Ringer motivierte das Anfeuern merklich, es gab einen zusätzlichen Leistungsschub und viel positive Resonanz von den Sportlern sowie unserem Trainerteam. Dies motivierte auch uns weiterzumachen und nach und nach fanden wir auch bei den übrigen Zuschauern mehr und mehr Beachtung. Nahezu bei jedem Heimkampf gab es neue Anfragen und T-Shirt Bestellungen und so wuchs die Fankurve stetig an. Nach der ersten Saison zählte der Fanclub bereits 25 Mitglieder und in der Sommerpause wurde das Sortiment mit Fahnen und weiteren, größeren Trommeln erweitert, um die Mannschaft noch mehr als zuvor zu unterstützen. Dies alles machte Eindruck und man fand nun immer mehr Beachtung in der Halle, sowie bei den Verantwortlichen des Vereins. Man spürte, da entwickelt sich etwas langfristiges, eine Einheit zwischen Ringern und Fans, die Siege gemeinsam feierten und auch abseits der Ringerhalle gemeinsame Aktivitäten starteten. Und was bei Heimkämpfen funktioniert, muss bei Auswärtskämpfen auch ausprobiert werden. Machten sich anfangs noch eine Abaraade 1überschaubare Anzahl an Abaraaden in Privatautos auf den Weg zu Auswärtskämpfen, so war spätestens mit der ersten gemeinsam durchgeführten Busfahrt nach Benningen der Bann gebrochen. Die Mannschaft genoss die Rückendeckung spürbar und bestätigte eine besondere Atmosphäre, wenn in fremden Hallen ausschließlich der eigene Anhang zu hören sei. Dies motivierte uns von nun an bei jedem Auswärtskampf vor Ort zu sein und so sorgte unser Erscheinen nicht selten für Aufsehen und erstaunte Gesichter. Ein Höhepunkt hierbei waren sicherlich immer die Auswärtskämpfe in Westendorf, wo zwei lautstarke Fangruppen aufeinandertrafen, die ihre Mannschaft bedingungslos unterstützten, sich während des Kampfes durchaus rivalisierten um dann nach dem Kampf gemeinsam zu feiern. Trotz der langen Strecke war Westendorf immer eine Reise wert, und so konnten selbst starke Schneestürme in der Aufstiegssaison 20 Abaraade nicht davon aufhalten, ins Allgäu zu fahren. Dass es auch anders geht, zeigte ein Auswärtskampf in Hüttigweiler, als wir gebeten wurden, unsere Fangesänge zu unterlassen, da wir so das Heimpublikum verschrecken würden.Am Ende der Saison 12/13 stand dann die verdiente Meisterschaft und die lang ersehnte Rückkehr ins Ringer-Oberhaus zu Buche, was gemeinsam ordentlich gefeiert und begossen wurde. Zu diesem Zeitpunkt zählte der Fanclub bereits über 30 Mitglieder, die den Auftakt der ersten Bundesliga-Saison nach 7-jähriger Abstinenz kaum noch erwarten konnten. Und das erste Highlight ließ nicht lange auf sich warten: Auswärtskampf beim alten Rivalen, dem KSV Germania Aalen 05. Und er sollte eine neue Dimension erreichen. Ein bis auf den letzten Platz gefüllter Reisebus voller siegeshungriger Abaraade machte sich auf den Weg in die Ostalb, heizte den Germanen dort richtig ein und verwandelte die Halle in einen Hexenkessel. Trotz der denkbar knappen Niederlage war dies ein unvergesslicher Tag, ein riesiger Support und ein standesgemäßer Auftakt in die Bundesliga-Runde. Das Abaraade 4machte Lust auf mehr! Und in den vielen Heim- und auch Auswärtskämpfen konnte diese Stimmung sowohl auf die Matte, als auch auf den Rest der Halle übertragen werden. Fahrten zu dem Kämpfen nach Schriesheim, Burghausen oder auch Weingarten wurden zu weiteren echten Highlights, und selbst das bekannte und stimmungsgewaltige Walzbach-Inferno des SV Germania Weingarten zeigte sich von der selbst bei aussichtslosen Kampfergebnissen bedingungslosen Unterstützung der Abaraade beeindruckt. Mehr und mehr Zuschauer gingen auch bei den Heimkämpfen merklich mit, die Euphorie und der Enthusiasmus waren zurück, der VfK war wieder da! Was wir, die Abaraade uns damals als Ziel gesetzt hatten, wieder eine echte Ringkampfatmosphäre in die Wilfried-Dietrich-Halle zu bringen, wofür wir anfangs noch belächelt wurden, das hatten wir nun eindrucksvoll erreicht und wir denken, darauf können wir stolz sein! Doch Ausruhen werden wir uns darauf ganz sicher nicht, wir freuen uns schon wieder riesig auf die neue Saison 14/15 und können es kaum erwarten, bis es endlich wieder losgeht!

Abaraade 6Mittlerweile sind wir ein fester Bestandteil in den Planungen und Besprechungen des VfK und unterstützen den Verein tatkräftig bei besonderen Ereignissen wie dem Waldfest, bei dem einzigartigen Event Ringen verbindet Menschen und unterstützen beim Auf- und Abbau bei unseren Heimkämpfen. Zwischen Sportlern und Fans sind teilweise Freundschaften entstanden und man steht in regem Austausch. Außerdem nehmen wir bereits seit 2012 beim jährlich ausgetragenen FSV-Jedermannsturnier mit einer Mischung aus Ringern, Trainern und Fanclubmitgliedern teil und konnten hier bereits unsere fußballerischen Fähigkeiten eindrucksvoll unter Beweis stellen. Man kann ohne Wenn und Aber festhalten, die Mannschaft und die Fans des VfK sind wieder zu einer verschworenen Einheit geworden.

Wir hoffen, dass sich die Entwicklungen der vergangenen Jahre weiter fortsetzen, wir weiter so viel Respekt und Unterstützung entgegengebracht bekommen wie es der Fall ist und natürlich sind wir auch auf die weitere sportliche Entwicklung unseres VfK sehr gespannt. Für Anregungen, Bestellungen oder Verbesserungsvorschläge sind wir natürlich immer offen und bereit – wir denken ihr wisst, wo ihr uns finden könnt!

 Eure ABARAADE

 

 

 

 

    

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