Aus dem Schifferstadter Tagblatt 2013 …

von Curt Klaus …

12. Kampftag – Sv Germania Weingarten

Aus dem Schifferstadter Tagblatt – von Kurt Claus

Nachbericht

VfK mit couragiertem Auftritt

Ringen Erste Bundesliga Erwartete Niederlage in Weingarten / Tapfere Gegenwehr

Weingarten (kc). „Es war gar nicht so, dass der VfK so weit weg war“, sagte nach der 26:6-Niederlage des VfK 07 bei SV Germania Weingarten Griechisch-römisch-Trainer Markus Scherer. Gut dagegengehalten hat der Aufsteiger, doch das personelle Manko konnte er nicht kompensieren. Gerade in den beiden letzten Kämpfen musste der VfK auf Miroslav Kirov und Arkadiusz Kulynycz verzichten. „Kirov bekam vom bulgarischen Verband keine Freigabe und Kulynycz musste in Polen beim Lehrgang anwesend sein“, erläuterte Scherer zur personellen Situation. „Wir mussten  mit zwei Sportlern aus der zweiten Mannschaft antreten, wir wussten also, dass sie keine Punkte holen würden“, meinte Fristil-Coach Erol Bayram. Joschka Linus Baum im klassischen 74-kg-Limit und Ibrahim Raschid im Freistil schlossen die Lücke. Für Baum gab es gegen Adam Juretzko keine Chance, nach 1.07 Minuten war der Kampf technisch überlegen bedingt zu Ende und für Rashid kam gegen Georg Harth bereits nach 41 Sekunden mit 12:0 das Aus. Da war der Unterschied deutlich zu sehen, in den anderen Begegnungen war es wesentlich enger, auch wenn die Gäste in der Mineralix-Arena nur zwei Kämpfe erfolgreich für sich verbuchen konnten. Eine fantastische Leistung zeigte dabei Anatoli Buruian gegen den ehemalige Vize-Europameister Marcel Ewald, den er mit 9:0 auspunktete. „Das war der beste Kampf des Abends, Anatoli hat viel höher gewonnen, als wir erhofft hatten“, sagte Bayram zufrieden über seinen Schützling. Den zweiten Sieg holte ebenfalls ein Freistiler. Mamuka Korozaia zeigte gegen den Deutschen Meister von 2012 und Vizemeister 2013, Johannes Kessel, eine kompakte und vor allem taktisch feine Leistung, hielt mental dagegen und unterstrich nachdrücklich beim 3:2-Erfolg seine derzeit gute Verfassung. „Mamuka lieferte eine tollen Kampf, beschäftigte Kessel immer wieder mit Beinangriffen und war klar der aktivere Ringer“, freute sich Bayram über den Erfolg. „Zwei Siege haben wir geholt, vier waren aber möglich“, sah Trainer Scherer seine Staffel unter Wert geschlagen. Nur mit 1:0 durch einen Verwarnungspunkt unterlag Denis Kudla gegen Ilian Georgiev. „Er hat zu ruhig angefangen, ist dann nicht mehr richtig in den Kampf gekommen“, analysierte Bayram die knappe Niederlage und auch für Aydin Selimoglu war gegen Szabolcz Laszlo mehr drin. „Aydin kann den Kampf genau so gut gewinnen, wenn er sich nur etwas mehr zugetraut hätte“, sah Bayram beim VfKler noch viel Potenzial, das abgerufen werden kann. Gut dagegen gehalten hat Etka Sever gegen Ramsin Azizsir, konnte die 3:0-Niederlage aber ebenso wenig verhindern wie zum Auftakt Marvin Scherer gegen Araz Khalilov. „Er hat sich gut geschlagen“, fand Bayram, der auch einen berherzt ringenden Wladimir Berenhardt gegen Ionut Panait sah. Er ist volles Risiko gegangen, musste dadurch einige Konter hinnehmen und unterlag nach 3:40 mit 13:1. Gegen Anataoli Guidea kam Stefan Ivanov gut in den Kampf, doch der Cleverness des Weingarteners musste er Tribut zollen, kam nach 5.41 Minute beim Stand von 15:4 auf die Schultern. „Bei uns hat keiner enttäuscht, wir haben schöne Kämpfe gesehen, waren couragiert und haben keine Angst vor der Weingartener Überlegenheit gezeigt“, freute sich Trainer Scherer, der mit Erol Bayram die Staffel auf den Doppelkampftag am Freitag und Sonntag gegen Schriesheim und Triberg vorbereitet. „Das wollen wir nochmals Gas geben“, betonte der Coach. Die Kämpfe: 55 kg gr.-röm.: Araz Khalilov – Marvin Scherer 3:0 (5:0); 120 kg F: Johannes Kessel – Mamuka Korozaia 1:2 (2:3); 60 kg F: Marcel Ewald – Anatoli Buruian 0:3 (0:9); 96 kg gr.-röm.: Ramsin Azizsir – Etka Sever 2:0 (3:0); 66 kg gr.-röm.: Ionut Panait – Wladimir Berenhardt 4:0 (13:1); 84 kg F: Szabolcs Laszlo – Aydin Selimoglu 2:1 (3:2); 66 kg F: Anatoli Guidea – Stefan Ivanov 4:0 (15:4); 84 kg gr.-röm.: Ilian Georgiev – Denis Kudla 2:0 (1:0); 74 kg gr.-röm.: Adam Juretzko – Joschka Linus Baum 4:0 (12:0); 74 kg F: Georg Harth – Ibrahim Rashid 4:0 (12:0).

Vorbericht

VfK 07 krasser Außenseiter beim Derby in Weingarten

Ringen Bundesliga Letzter Auswärtskampf in der Saison / Noch zwei Heimkämpfe

Schifferstadt (kc). Für den SV Weingarten ist es der letzte Heimkampf, der VfK 07 bestreitet heute Abend, 19.30 Uhr in der Weingartener Mineralix-Arena den letzten Auswärtskampf in dieser Saison. Mit einer unterschiedlichen Ausgangssituation. Weingarten ist für die Play offs schon jetzt qualifiziert, hat nur eine Niederlage bisher quittieren müssen. Diese geschah im zweiten Kampf beim ASV Nendingen, der ebenfalls mit zwei Minuspunkten belastet, die Gruppe Süd der Ringer-Bundesliga anführt. Die negative Punktebelastung resultiert aus der Niederlage in Weingarten, die mit 18:14 um einen Punkt höher ausfiel als in der Vorrunde der 21:18-Erfolg. Diese beiden Teams waren die Ausnahmeerscheinungen, marschierten souverän durch die Runde und wappnen sich bereits für die kommenden Aufgaben in der entscheidenden Phase. Für den VfK bestanden bis letzte Woche noch minimale Chancen, sich für die Play offs zu qualifizieren, doch TuS Adelhausen unterlag ganz überraschend dem SV Triberg auf eigener Matte. Triberg ist vom vierten Rang nicht mehr zu verdrängen und der Endrundenzug für den VfK abgefahren. Die wenigsten hatten zu Saisonbeginn damit geliebäugelt, geschweige denn spekuliert. Der VfK liegt auf dem für ihn ausgezeichneten fünften Platz und den will er behaupten. „Wir wollen uns gut aus der Saison verabschieden“, unterstreicht Griechisch-römisch-Trainer Markus Scherer die Ambitionen, sich in Weingarten nicht kampflos die Punkte abnehmen zu lassen. Doch auch die Trainer wissen sehr wohl, zu was Weingarten imstande ist. Da sind Topathleten beisammen, die um die Vergabe des Meistertitels ein Wort mitreden werden und sich vom Aufsteiger nicht vom Kurs abbringen lassen wollen. „Unsere Jungen können wieder einmal zeigen, was sie drauf haben, für die sind gerade solche Kämpfe für ihre sportliche Entwicklung von großer Bedeutung,“ unterstreicht der Trainer, der einige interessante Begenungen dennoch auf der Matte erwartet. So gleich zum Auftakt zwischen Araz Khalilov und Marvin Scherer, Marcel Ewald gegen Anatoli Buruian versprechen spektakuläre Griffe und auch Ion Panait und Stefan Ivanov werden ihre Klasse unter Beweis stellen. Dass dann aber gegen die Ausnahmeathleten Anatoli Guidea und Adam Juretzko wenig auszurichten sein wird, sah man schon im Vorkampf, beide holten jeweils die maximale Punktzahl. Aydin Selimoglu, Etka Sever und Denis Kudla können als VfK-Eigengewächse ihre Klasse demonstrieren, Mamuka Korozaia unterstreichen, dass der VfK mit seiner Verpflichtung richtig lag. Und wer den Georgier biser auf der Matte sah, der weiß, dass er auch in Weingarten um jede Wertung bis zur letzten Sekunde kämpfen wird. Das badisch-pfälzische Derby verspricht also trotz der personellen Überlegenheit der Gastgeber interessant zu werden, ähnlich achtbar wie beim 14:22 in der Vorrunde wollen sich Markus Scherer und Erol Bayram mit der Staffel auch diesmal aus der Affäre ziehen. „Dort gut verkaufen und dann mit guten Leistungen gegen Schriesheim und Triberg die Runde beenden, möglichst mit zwei Heimsiegen“, betont Scherer die Zielsetzung zum Rundenende.

 

11. Kampftag – SV Wacker Burghausen

Aus dem ‘Schiffertstadter Tagblatt’ – von Kurt Claus

Nachbericht

VfK holt erwarteten Sieg Ringen  Erste Bundesliga  Deutliches 30:7 über Wacker Burghausen Schifferstadt (kc). „Es sieht alles positiv aus, der VfK steht besser da als von vielen vorher eingeschätzt“, freute sich Griechisch-römisch-Trainer Markus Scherer nach dem überzeugenden 30:7-Erfolg über Tabellenschlusslicht und Absteiger SV Wacker Burghausen. Die Oberbayern gehen den Weg in die Zweite Bundesliga, während der VfK noch vor einem erfolgreichen Dezember stehen kann, denn nach dem Auswärtstreffen in Weingarten stehen mit der Begegnung gegen Schriesheim und Triberg noch zwei Heimkämpfe an. Nach dem Sieg am Samstag rückte der VfK an dem KSV Aalen vorbei auf den fünften Rang, den er nun auch behalten möchte. Nicht ganz an die Zuschauerzahlen der vergangenen Kämpfe kam der VfK heran, es mögen knapp 400 Besucher in der Wilfried-Dietrich-Halle gewesen sein, doch die sahen einen Raketenstart der Gastgeber, die nach wenigen Minuten fünf Kämpfe erfolgreich absolviert hatten, mit 18:1 schon nach knapp 20 Minuten in die Pause gehen konnten. Dabei bejubelten die VfK-Fans nicht nur technisch überlegene sondern auch einen Schultersieg und dabei besonders den ersten Sieg in der Bundesliga, den Etka Sever gegen Andrej Maltschukowski erzielte. Als der VfKler den Burghausener zu fassen kriegte, drehte er ihn nach Belieben und beendete den Kampf nach 1.20 Minuten technisch überlegen mit 12:0. „Ich muss dazu aber sagen, dass mein Gegner 15 Kilogramm leichter war“, relativierte Sever ganz bescheiden nach der Begegnung. Marvin Scherer hatte mit einem technisch überlegenen Sieg (Stefan Wuchterln hatte aber durch Übergewicht schon an der Waage verloren) souverän den Kampfabend eröffnet, Mamuka Korozaia gegen Coskun Efe nach 3.15 Minuten nachgelegt und Anatoli Buruian nach 2.30 Minuten Csongor Knipli geschultert. Nach dem Erfolg von Sever, da stand es bereits 16:0, sahen die Zuschauer den interessantesten, farbigen und technisch wie taktisc h hochstehenden Kampf zwischen Wladimir Berenhardt und Andreas Maier. Berenhardt ließ sich zwar zu Beginn überraschen, doch den 0:3-Rückstand drehte er zur Pause zum 5:3. Mit einer Dreier-Wertung begann Berenhardt den zweiten Durchgang, und es sah nach einem klaren Erfolg aus, doch Maier ließ sich nicht abschütteln, drängte und brachte den VfKler immer mehr in Not. 11:10 stand es, die Begegnung auf Messers Schneide, ehe Berenhardt mit einer Energieleistung einen Dreier holte, noch einen Punkt nachlegte und schließlich mit 15:11 eine packende Auseinandersetzung für sich entschied. Das war vor der Pause ein echter Höhepunkt. Mithalten konnte da Aydin Selimoglu gegen Christian Maier nicht. Er traute sich gegen den Burghausener einfach zu wenig zu, rang zu verhalten. Da war mehr drin als die knappe 1:2-Niederlage. Stefan Ivanov punktete den jungen Thomas Hohendorf nach knapp zwei Minuten sicher mit 11:0 aus, und nach 2:02 Minuten hatte Denis Kudla den jungen Burghausener Maxi Lukas mit der dritten Verwarnung von der Matte geschickt. Ein Opfer seiner offensiven Ringweise wurde danach Arkadisuz Kulynycz, der sich gegen Davor Stefanek viel vorgenommen hatte, den ersten Sieg holen wollte, dann aber beim Stand von 0:4 in die Brücke gestellt wurde, aus der es nach 1.14 Minuten kein Entkommen mehr gab. Mit einem sicheren 5:0-Erfolg beendete Miroslav Kirov gegen Nikolaj Kurtev den Abend. „Wir hätten alle Kämpfe gewinnen können, Burghausen ist doch etwas schwächer gekommen, als wir erwartet hatten“, sagte Freistil-Trainer Erol Bayram. Auch ihm hat es Berenhardts Kampf angetan. „Toll wie er sich hintenraus nochmals motiviert hat.“ Die Kämpfe: 55 kg gr.-röm.: Marvin Scherer – Stefan Wuchterl 4:0 (ÜG); 120 kg F: Mamuka Korozaia – Coskun Efe 4:0 (12:0, 3.15); 60 kg F: Anatoli Buruian – Csongor Knipli 4:0 (SS, 2.30); 96 kg gr.-röm.: Etka Sever – Andrej Maltschukowski 4:0 (12:0, 1.20); 66 kg gr.-röm.: Wladimir Berenhardt – Andreas Maier 2:1 (15:11); 84 kg F: Aydin Selimoglu – Christian Maier 1:2 (1:2) 66 kg F: Stefan Ivanov – Thomas Hohendorf 4:0 (11:0, 1.52); 84 kg gr.-röm.: Denis Kudla – Max Lukas 4:0 (DQ, 2.02) 74 kg gr.-röm.: Arkadiusz Kulynycz – Davor Stefanek 0:4 (SS, 1.14); 74 kg F: Miroslav Kirov – Nikolay Kurtev 3:0 (5:0).

Vorbericht

VfK will Favoritenrolle bestätigen Ringen  Erste Bundesliga  Gegen Wacker Burghausen ganz auf Sieg eingestellt Schifferstadt (kc). Die Bundesliga-Planungen des SV Wacker Burghausen gingen in eine gänzlich andere Richtung, als es sich nach neun absolvierten Kämpfen für die Oberbayern jetzt darstellt. 0:18 Punkte bedeuten abgeschlagen den letzten Platz in der Süd-Gruppe, dabei hatte die Staffel das Ziel, die Play offs zu erreichen, auch im neuen Jahr noch mitmischen zu können. Die Verantwortlichen hatten eine starke Staffel zusammengestellt, auch die vor der Saison Verletzten Matthias Maasch, Martin und Christian Maier konnten mitwirken, es reichte trotzdem nicht zu einem Punktgewinn. Dass es dabei bleibt, dafür will der VfK heute Abend, 19.30 Uhr in der Wilfried-Dietrich-Halle, sorgen. Erstmals in dieser Saison geht die Staffel von Freistil-Trainer Erol Bayram und Griechisch-römisch-Trainer Markus Scherer als Favorit auf die Matte.   „Klar wollen wir die Punkte, wir sehen uns erstmals in der Situation, dass hier ein Punktelieferant kommt“, sagte Scherer, der allerdings davor warnte, das „Fell des Bären zu verteilen, ehe der Bär erlegt“ ist. Auf die leichte Schulter werden die Oberbayern nicht genommen. „Burghausen kann sich schnell als Wundertüte erweisen, die können eminent stark stellen, denn der Kader hat schon Qualität“, ist Scherer überzeugt, dass Burghausen mit einer kompletten Staffel antreten wird.  Die Gäste wollen mit Sicherheit zeigen, dass sie oft unter Wert geschlagen wurden und wesentlich sich besser auf er Matte präsentieren können, als es der Tabellenplatz besagt. „Wir erwarten aber trotzdem einen Sieg“, erklärte Scherer zu den Planungen der Trainer, die ihre Staffel in der Lage sehen, gegen Burghausen mit ringerischen Feinheiten und technischen Leckerbissen aufzuwarten. Das sportliche Ziel ist, mit einem Heimsieg am KSV Aalen in der Tabelle vorbeizuziehen und in Tuchfühlung zum SV Triberg zu kommen. „Der fünfte Platz ist für uns machbar“, erwarten die Trainer die entsprechende Einstellung der Sportler und auch die Unterstützung der Zuschauer. „Wir hoffen schon auf entsprechenden Zuspruch, denn es wird schon einiges geboten werden“, erklärte Scherer. Vor allem die bislang nicht so erfolgreichen Akteure, könnten zu Erfolgserlebnissen kommen und das Selbstbewusstsein stärken. Wie etwa Etka Sever, dem man wünscht, dass er auf der Matte die Scheu ablegt, etwas aus sich herausgeht und seine starke Leistung mit einem Punktgewinn krönen kann. Schwer wird es für Aydin Selimoglu, der für Taymuraz Friev zum Einsatz kommt und sich mit Christian Maier auseinandersetzen muss. Beide kennen sich gut, war doch Maier im Ringer-Internat in Schifferstadt, besaß auch ein Zweitstartrecht für den VfK. Im Hinkampf war nach 52 Sekunden für ihn gegen Friev Schluss. „Er kann diesmal ganz für sich ringen, was riskieren“, erwartet Scherer von Selimoglu eine draufgängerische Art und am Ende die Punkte. Klar hat in der Vorrunde der VfK den Ton angegeben und sicher die Punkte beim 25:8-Erfolg geholt. Eine ebenso starke Leistung erwarten die Verantwortlichen auch diesmal in eigener Halle, damit von Beginn an dem Gast der Wind aus den Segeln genommen wird. „Wir hoffen schon auf eine befreiende Wirkung bei dem ein oder anderen Ringer“, sehen die Trainer die Aufgabe gegen Burghausen auch von der psychlogischen Seite. Und wenn dann noch der angestrebte fünfte Tabellenplatz erreicht ist, sehen die VfKler den folgenden Aufgaben in Weingarten und dann gegen Schriesheim und Triberg in eigener Halle bedeutend entspannter entgegen.

 

10. Kampftag – TuS Adelhausen

Vorbericht

aus dem “Schifferstadter Tagblatt” – von Kurt Claus

VfK-Gegner ist gespickt mit Klasse-Leuten   Ringen Erste Bundesliga    TuS Adelhausen klarer Favorit Schifferstadt (kc).

„Wir hoffen auf eine kleine Außenseiterchance“, sagte Griechisch-römisch-Trainer Markus Scherer und dies war beileibe keine Untertreibung. Der VfK geht heute Abend, 19.30 Uhr in der Wilfried-Dietrich-Halle, als klarer Außenseiter auf die Matte. Punktuell wolle die VfK-Staffel aber dennoch Ausrufezeichen setzen und dem derzeitigen Tabellendritten die „Arbeit“ auf der Matte so schwer wie möglich machen. Adelhausen ist in Zugzwang, liegt mit 10:6 Punkten hinter Weingarten (16:2), Nendingen (18:0) auf dem dritten Rang, gefolgt von Triberg (10:8) und Aalen (8:10). Adelhausen hat noch Weingarten, Triberg und Nendingen zu Gast und muss noch nach Schriesheim und Aalen. Da das Saisonziel das Erreichen der Play offs ist, hat die Staffel von Trainer Thomas Weber also nichts zu verschenken, will den Sieg aus der Vorrunde wiederholen. In fünf Gewichtklassen sieht sich Adelhausen im Vorteil, doch auch in den offenen Duellen will der Gast punkten. „Ich gehe davon aus, dass Adelhausen mit der stärksten Formation auftaucht“, sagte Trainer Scherer, der sich wie auch die VfK-Fans auf das Revanche-Duell zwischen Konstantin Schneider und Denis Kudla freut. Im Hinkampf wusste sich der Ex-VfKler dank seiner Erfahrung mit Verwarnungen gegen Kudla durchzusetzen, blieb ohne technische Wertung. Es war Kudlas erster Einsatz nach seinem Waden-Beinbruch. Diesmal will er den Spieß umdrehen und als Sieger die Matte verlassen. Zutrauen darf man ihm auf jeden Fall einen guten Kampf. Einen guten Kampf erwartet Scherer auch von Waldimir Berenhardt, der auf  Florian Hassler treffen wird. Nicht mit dabei ist beim VfK Taymuraz Friev. Ihn vertritt Aydin Selimoglu, der im Vorkampf knapp gegen Timo Meyer gewann, diesmal wohl auf Gabor Hatos  oder Marcinskiewicz Radoslav treffen kann. „Die wollen auf jeden Fall bei uns den Sack zu machen“, erwartet Scherer eine TuS-Staffel, die hochmotiviert auf die Matte gehen wird. Etka Sever gegen Damian Janikowski und Mamuka Korozaia gegen den „Riesen“ Daniel Ligeti sind Paarungen, die ebenfalls einiges versprechen.

Schon um 16.30 Uhr trifft die Jugend-Mannschaft auf den KSV Ketsch und um 17.30 Uhr sieht sich die VfK-Reserve der Staffel von Fürstenhausen gegenüber. Hier könnten die jungen VfKler einen knappen Sieg landen.

Ringer-Quiz     Viele richtige Lösungen gingen wieder bei unserem Ringerquiz ein. Die legendären Ringer hießen natürlich Wilfried Dietrich und Heinz Kiehl. Gezogen wurden Klaus Gruber, Christian Seiler und Willi Besant, die sich über je zwei Karten für heute Abend freuen durften.

Nachbericht

aus dem “Schifferstadter Tagblatt” – von Kurt Claus

Korozaia knapp an Sensation vorbei    Ringen  Erste Bundesliga     VfK verkauft sich gut bei 14:20-Niederlage gegen Adelhausen Schifferstadt (kc).

Solch eine Klatsche wie in Nendingen (6:25) wollte der VfK gegen den Topfavoriten TuS Adelhausen nicht kassieren. Mit 14:20 hielt die Truppe der Trainer Markus Scherer (Griechsch-römisch) und Erol Bayram (Freistil) nicht nur gut dagegen, mit einem Quäntchen Glück, etwas mehr Fortune und in einigen Szenen auch etwas mehr Selbstvertrauen wäre sogar ein noch besseres Ergebnis möglich gewesen. „Die Jungs haben ihre Aussage eingehalten, bis zur Erschöpfung gegen den Endrundenteilnehmer und Krösus im Einkauf vor der Runde dagegengehalten“, freute sich Trainer Scherer nach der Begegnung über die Einstellung der Kämpfer. Besonders mit Mamuka Korozaia konnte er zufrieden sein, denn der stand kurz vor der Sensation gegen den Bronze-Medaillengewinner der EM 2011, Daniel Ligeti. Es sah nach einer sicheren Sache für den Adelhausener Ungar aus, der die erste Runde mit 0:3 gewann. Doch als Korozaia im zweiten Durchgang gleich eine Wertung gelang, setzte das bei ihm Energie frei, er drückte aufs Tempo und beschäftigte den einen Kopf größeren und 15 Kilogramm schwereren Ligeti pausenlos. Ligeti punktete, Korozaia setzte nach und da forderte Scherer von Mattenleiter Jeffrey Spiegel (Niedernberg) eine Zwei, der ließ es bei einer Eins. Nur noch Sekunden waren zu ringen, da packte Korozaia den Ungarn, doch er konnte seinen vielversprechenden Griffansatz nicht bis zum Ende ausführen, die Zeit war abgelaufen. Enttäuscht blieb er auf der Matte liegen, begrub die Hände im Gesicht, denn er wusste, wie nahe er an der Sensation gewesen ist. Doch auch die knappe 2:4-Niederlage spricht für die Klasse des VfKlers. Zuvor hatte Marvin Scherer gegen Marc Luithle mit 5:1 in Führung liegend durch Disqualifikation gewonnen, da der Adelhausener Beinarbeit einsetzte. Das war ein Auftakt nach Maß, brachte 4:0 Punkte und als Anatoli Buruian gegen den Dritten der Junioren-WM 2012, Manuel Wolfer, mit 11:5 gewann, lag der VfK mit 8:3 in Führung. Etka Sever traute sich gegen Alin Alexuc-Ciuraiu zu wenig zu, hielt erst in der zweiten Runde beim Rückstand von 0:6 dagegen. Eine tolle erste Runde lieferte Wladimir Berenhardt gegen den amtierenden Welt- und Europameister Ivo Angelov, lag mit 3:2 in Führung, doch dann zeigte der Bulgare seine ganz Klasse und beendete den Kampf nach 5:07 Minuten mit 3:14. „Wir haben gewusst, wie schwer es ist, aber wir haben tolle Kämpfe gezeigt“,  sagte Trainer Scherer. Lediglich  mit 8:10 lag der VfK zur Pause im Rückstand und dies unterstreicht die Aussage. Clever stellte Adelhausen den erfahrenen Krystian Brzozowski, der im Vorkampf noch in der 74-kg-Klasse angetreten war, gegen Aydin Selimoglu und er holte die Punkte. Zwar nur knapp mit einer Verwarnung, doch in Adelhausen hatte Selimoglu noch gegen Timo Meyer gewonnen. Einmal in die Bredouille gebracht wurde Stefan Ivanov von Gergö Wöller gedreht und gedreht, bis nach 2:20 Minuten das 0:11 feststand. Höhepunkt das Aufeinandertreffen von Denis Kudla und Konstantin Schneider, der im Vorkampf mit einer Verwarnung gewonnen hatte. Diesmal drehte der VfKler den Spieß um, holte nach dem 0:0 in der ersten Runde zuerst einen Verwarnungspunkt, dann einen Dreier und zwei Punkte hinterher, doch ließ er sich gegen Ende noch einmal überraschen, siegte „nur“ 6:2. Dennoch freute er sich zurecht über den Sieg. Stark setzte sich Arkadiusz Kulynycz gegen Bozo Starcevic zur Wehr, während Miroslav Kirov gegen Stephan Brunner technisch überlegen die Höchstpunktzahl kassierte. „Das Ergebnis geht in Ordnung, Respekt vor Mamuka, der sich so gegen den Weltklassemann Ligeti behauptet hat, „freute sich auch Freistil-Coach Erol Bayram.

Die Kämpfe: 55 kg gr.-röm.: Marvin Scherer – Marc Luithle 4:0 (DQ, 4.29), 120 kg F: Mamuka Korozaia – Daniel Ligeti 1:2 (2:4); 60 kg F: Anatoli Buruian – Manuel Wolfer 3:1 (11:5); 96 kg gr.-röm.: Etka Sever – Alin Alexuc-Ciuraiu 0:3 (0:6); 66 kg gr.-röm.: Wladimir Berenhardt – Ivo Angelov 0:4 (3:14); 84 kg F: Aydin Selimoglu – Krystian Brozowski 0:2 (0:1); 66 kg F: Stefan Ivanov – Gergö Wöller 0:4 (0:11); 84 kg gr.-röm.: Denis Kudla – Konstantin Schneider 2:1 (6:2); 74 kg gr.-röm.: Arkadiusz Kulynycz – Bozo Starcevic 0:3 (0:5); 74 kg F: Miroslav Kirov – Stephan Brunner 4:0 (11:0).

 

9. Kampftag – ASV Nendingen

Aus dem “Schifferstadter Tagblatt” – von Kurt Claus

Samstag, 09.11.2013 – VfK entspannt zum Klassenprimus – Ringen – Erste Bundesliga  

ASV Nendingen klarer Favorit Schifferstadt (kc). „Es ist eine harte Zeit, aber auch eine Zeit, die einen stählt“, sagte Griechisch-römisch-Trainer Markus Scherer, angesprochen auf die Abnehmqual seines Sohnes Marvin in der Rückrunde für das 55-kg-Limit. „Er kennt das, er lebt diszipliniert und er hat auch in Nendingen gegen den rumänischen Spitzenringer Florin Gavrilla nichts zu verlieren“, betonte der Trainer, der wie Freistil-Coach Erol Bayram die Staffel als krasser Außenseiter in der Nendinger Mühlauhalle (heute 19.30 Uhr) ansieht. Nendingen will in dieser Saison das Optimale herausholen, hat sich mit neun Akteuren verstärkt, ist noch ohne Verlustpunkt und hat als Ziel das Finale ausgegeben. Da kann der VfK nur gewinnen. Auf der Schifferstadter Matte gewann der ASV in der Vorrunde 23:11, ein ähnliches Ergebnis dürfte es auch diesmal geben. „Es kommt halt darauf an, wie Volker Hirt stellt“, sagte Markus Scherer und er deutete die vielen Alternativen des ASV-Trainers an, der in fast jeder Gewichtsklasse zwei, drei Top-Athleten weiß. „Nendingen hat noch Topduelle vor der Brust, ob die sich jetzt gegen uns verausgaben wollen, muss man abwarten“, sagte Scherer. Er rechnet jedenfalls nicht mit der allerbesten Staffel der Gastgeber. Aber Volker Hirt wird so stellen, dass es für zwei Punkte reicht, er seine Zuschauer zufrieden stellt, und die Ausgangssituation fürs Viertelfinale günstig bleibt. Trotzdem wird es zu einigen Knaller-Begegnungen kommen. Wie etwa zu den Revanchekämpfen zwischen Nicolai Ceban und Mamuka Korozaia, das der VfKler diesmal für sich entscheiden will. Anatoli Buruian hat das gleiche gegen Ghenadie Tulbea vor, nachdem zuvor schon Marvin Scherer gegen Florin Gavrilla sich gut aus der Affäre ziehen will. Die Verlierer dürfen nicht viele Punkte hergeben, doch das wird für Etka Sever gegen den deutschen Meister Peter Öhler mehr als schwer. Doch Auftrieb könnte ihm gegeben haben, dass er gegen Aalen seinen ersten Mannschaftspunkt zum Ergebnis beisteuerte.Ohne Chance war im Vorkampf Wladimir Berenhardt gegen Edgar Melkumov, die Qual der Wahl hat ASV-Coach Volker Hirt, wen er im 66 kg Freistil gegen Stefan Ivanov stellt. Samet Dülger hat den VfKler technisch überlegen besiegt. Miroslav Kirov, bulgarischer Meister im VfK-Trikot, siegte in der Vorrunde gegen Yan Ceaban knapp, Hirt könnte aber auch Ömer Cubukci oder Ergün Aydin nominieren. Bei seinen sieben Einsätzen in den bisher acht absolvierten Kämpfen hat Arkadiusz Kulynycz noch keinen Sieg geholt. Dennoch genießt er klar das Vertrauen der Trainer. „Es ist toll, wie der sich reinhängt, wie er trainiert, er tut alles dafür, um weiter zu kommen“, schwärmte Trainer Scherer von der Einstellung des polnischen Spitzenringers, der in seiner zweiten Saison beim VfK voll intergriert ist. „Gerade in der 74-kg-Klasse ist es ein Quantensprung von der zweiten in die erste Liga“, weiß Scherer die Situation richtig einzuschätzen. Auch hier hat Volker Hirt einige Möglichkeiten, im Vorkampf siegte Altmeister Eduard Kratz knapp. Für Taymuraz Friev wird Aydin Selimoglu zum Einsatz kommen. „Er soll seine Ringzeiten haben, soll sich weiter entwickeln“, gab Scherer bekannt.  Und dies kann nur im „Stahlbad Bundesliga“ gegen internationale Topringer erfolgen. Möglich, dass er gegen Ahmed Dudarov antritt, den Friev in der Vorrunde nach 1.08 Minuten schulterte. Gegner könnten aber auch Christian Mayer, Piotr Ilanulov, oder auch Co-Trainer Marc Buschle sein. Denis Kudla wurde in der Hinrunde durch Ibrahim Rashid ersetzt. Auch hier hat Volker Hirt mehrere Möglichkeiten. Erik Apps, Sergios Solontkis, Nenad Zugaj, Maximilian Stumpe oder Volker Hirt selbst können dem VfK-Topathleten das Leben schwer machen. „Punktuell sind auch für uns Punkte möglich. Wir wollen uns nicht deklassieren lassen. Jeder auf der Matte wird bis an seine Grenzen gehen und das Beste für sich und die Mannschaft herausholen“, ist sich Scherer sicher.

 

Zwischenbilanz

Aus dem “Schifferstadter Tagblatt” – von Kurt Claus

Freitag, 08.Nov.2013
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Kleiner Kader – keine Sorgen – viel Freude
Ringen Erste Bundesliga  Trainer ziehen Zwischenbilanz

Schifferstadt (kc). Die Vorrunde plus ein Heimkampf ist in der Ersten Ringer-Bundesliga Gruppe Süd für den VfK 07 absolviert. Der Aufsteiger stand von Beginn an im Fokus des Interesses, denn die Ringsportszene war gespannt, wie sich der ruhmreiche VfK nach der Insolvenz und der Neugründung, den Aufstiegen aus der Oberliga, Regionalliga, Zweite Bundesliga nun im Oberhaus präsentieren würde.
Zehn deutsche Mannschaftsmeisterschaften hat der Schifferstadter Ringerverein in seinen Glanzzeiten gesammelt, davon drei sogar nacheinander in den Jahren 2003, 2004, 2005. Viele deutsche Einzelmeisterschaften, Europameisterschaften, Weltmeisterschafts- und Olympia-Medaillen zieren die Ruhmeshalle des deutschen Ringsports, mittlerweile im Ersten Deutschen Ringermuseum beheimatet.
Namen wie Fritz Schäfer, Wilfried Dietrich, Heinz Kiehl, Paul Neff, Otto Alt, Markus Scherer, Werner Schröter, Claudio Passarelli oder Alexander Leipold (wenn man alle aufzählen wollte, würde das in der Tat den Rahmen sprengen) lassen den Ringsportanhänger schwelgen in erfolgreichen Zeiten. Aber nach dem ersten Auftreten der VfK-Staffel in der höchsten Liga 2013 ziehen die Trainer Erol Bayram (Freistil) und Markus Scherer (Griechisch-römisch) ein durchweg positives Fazit. „Wir sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Runde (Markus Scherer klopfte dabei auf Holz).  Als die nach und nach angelaufen ist, hat man die Einstellung der Sportler gesehen, die sich voll dem Hochleistungssport untergeordnet haben. Sie tun aus eigenem Interesse viel dazu, dass sie extrem fit sind“, bilanzierten die Trainer. Besonders freut es die Verantwortlichen, dass die Mannschaft ganzheitlich auftritt. „Alle ziehen an einem Strang, feuern sich gegenseitig an, motivieren sich, das macht schon Spaß“, erklärte Scherer.
Mit 6:10 Punkten liegt der VfK auf dem sechsten Platz, jammert nicht viel darüber, dass es einige hätten mehr sein können. Beim ersten Kampf in Aalen (15:17) war Denis Kudla mit einem Wadenbeinbruch außer Gefecht. „Natürlich schmerzt das, mit ihm hätten wir sicher gewonnen, aber die Tragödie war für den Sportler viel größer. Als Europameister bereitet er sich auf die Weltmeisterschaften vor, greift nach Edelmetall und kann dann durch die Verletzung gar nicht an der WM teilnehmen“, zieht Scherer ein Fazit. Zwei Punkte hätten es auch in Triberg beim 16:13 sein können („mindestens ein Unentschieden war drin“), da haderten die Trainer mit der Regelauslegung von Mattenleiter Helmut Steininger (Stuttgart), der die VfKler benachteiligt hatte.
„Klar hätten wir jetzt 10:6 statt 6:10, doch solche Dinge gleichen sich im Lauf einer Runde immer wieder aus“, sieht Scherer den VfK absolut auf gutem Weg.  Das wäre aber der dritte Platz mit einem Kampf mehr vor TuS Adelhausen, aber das belastet die Trainer nicht. „Wir wollten nicht absteigen, nicht Letzter werden und den ein oder anderen Sieg holen“, sehen die Trainer die Zielsetzung zu Beginn der Runde auf gutem Weg. Dazu hat auch gepasst, dass zu den angestammten Sportlern mit Stefan Ivanov,  Taymuraz Friev, Mamuka Korozaia passende Ergänzungen und Verstärkungen kamen. Besonders freut Trainer Scherer, „dass fünf unserer Sportler in ihrem Umfeld ringen können in der Ersten Liga“, womit er neben Marvin Scherer, Wladimir Berenhardt, Denis Kudla, Aydin Selimoglu und Etka Sever, die Schifferstadter Eigengewächse, meinte.
Begeistert zeigten sich die Trainer vom Rückhalt der Zuschauer bei den Heimkämpfen. „Das war schon toll gegen die Favoriten Nendingen, Adelhausen und Weingarten, steigerte sich jetzt noch bei der Partie gegen Aalen, die Unterstützung war klasse“, freute sich Scherer. Vier Heimkämpfe hat der VfK in dieser Saison noch, bei mindestens drei will er als Sieger von der Matte gehen und den Fans guten Ringsport zeigen.
„Kleiner Kader, keine Sorgen, viel Freude“, beschrieb Scherer die Situation derzeit und vor allem Dingen hoffen die Verantwortlichen, dass sie von Verletzungen verschont bleiben. Lediglich Rafal Statkiewicz, Ibriham Rachid und Zbigniew Baranowski stehen noch zur Verfügung. Vom großen personellen Potenzial anderer Vereine kann der VfK nur träumen.

7. Kampftag – SV Triberg

Aus dem “Schifferstadter Tagblatt” – von Kurt Claus

Spannend bis zum Schlusskampf

Ringen Erste Bundesliga 16:13-Niederlage in Triberg – Morgen kommt Aalen Triberg/Schifferstadt (kc). 14:13 stand es vor dem abschließenden Kampf in der Triberger Sporthalle am späten Donnerstagabend für die Gastgeber gegen den VfK 07. Florian Neumaier, amtierender deutscher Meister, ging für Triberg auf die Matte, Markus Scherer schickte Arkadiusz Kulynicz zum Gefecht und er musste am Ende ebenso wie Freistil-Kollege Erol Bayram mit Mattenleiter Helmut Steininger (Stuttgart) hadern. Kulynicz war klar der aktivere Ringer, doch Neumaier erhielt weder eine Ermahnung noch die längst überfällige Passivitätsverwarnung. Dafür bekam der für den VfK startende Pole nach 4.07 Minuten die Verwarnung ausgesprochen und der Triberger erhielt den Punkt. Das war keine sportliche Entscheidung, der Heimbonus gab hier wohl den Ausschlag. Statt einen knappen Sieg gab es eine vermeidbare 16:13-Niederlage. „Aber man darf die Niederlage nicht nur an diesem Kampf festmachen, es wogte hin und her. Manche holten mehr Punkte als eingeplant, andere wiederum gaben Punkte ab, mit denen man nicht gerechnet hatte“, sagte Freistil-Trainer Erol Bayram. So hatten sich die VfKler zum Auftakt von Anatoli Buruian gegen den finnischen Meister von 2012, Fatos Durmishi, etwas mehr erwartet als den knappen 3:0-Sieg, der lediglich 2:0 Punkte aufs Konto brachte. Dafür glänzten vor allem Marvin Scherer, der nur mit 4:0 gegen den Vize-Junioren-Weltmeister 2012 und 5. der EM 2013, Victor Ciobanu verlor. Gar nur 2:1 Punkte gab Stefan Ivanov gegen den fünftplatzierten der EM 2013, Mihail Sava ab. Während man die Niederlage von Etka Sever gegen den Deutschen Meister Andreas Fix einkalkuliert hatte, kam die 3:1-Niederlage von Mamuka Korozaia gegen Kenan Gör etwas überraschend. Das 8:4 zur Pause ließ alles offen, denn anschließend schickte Denis Kudla Kai Rotter mit drei Verwarnungen beim Stand von 10:0 von der Matte. Dem 8:0 folgte dann aber die technische Überlegenheit von Aleksan Mikaelyan gegen Wladimir Berenhardt und Taymuraz Friev ließ sich von Michael Kaufmehl, dem deutschen Vizemeister der beiden letzten Jahre, auskontern und kam so nur zu einem 8:2-Punktsieg, das wiederum einen Zähler in der Endabrechnung kostete. „Da habe ich eigentlich ein klares 3:0 für uns erwartet“, war Bayram etwas enttäuscht. Das gleiche Schicksal ereilte im vorletzten Kampf Miroslav Kirov gegen Anisim Talambat, denn er führte bereits 6:0,  ehe er zwei Punkte hergab, die ebenfalls einen Zähler weniger auf die Habenseite brachten. Arkadisuz Kulynicz konnte trotz tollem Kampf das Blatt nicht mehr wenden. „Mindestens ein Unentschieden, wenn nicht gar ein knapper SIeg war drin, es sind aber zu viele Punkte liegen geblieben, die nicht eingeplant waren“, sagte Bayram. Der VfK hatte es in der Hand, die durchaus ausgeglichene Begegnung für sich entscheiden zu können. Positiver Aspekt: Die Schützlinge der beiden Trainer Scherer und Bayram konnten auch mit Triberg gut mithalten, es waren Kleinigkeiten, die den Ausschlag gaben. Besser machen wollen sie es schon morgen ab 17 Uhr in der Wilfried-Dietrich-Halle gegen den neunfachen deutschen Meister KSV Aalen. „Man muss abwarten, wen sie stellen“, wollte Erol Bayram keine Prognose wagen. „Es wird auf jeden Fall eng.“ Die Kämpfe: 55 kg F: Fatos Durmishi – Anatoli Buruian 0:2 (0:3); 120 kg gr.-röm.: Andreas Fix – Etka Sever 2:0 (3:0); 60 kg gr.-röm.: Victor Ciobanu – Marvin Scherer 2:0 (4:0), 96 kg F: Kenan Gör – Mamuka Korozaia 2:1 (3:1); 66 kg F: Mihail Sava – Stefan Ivanov 2:1 (7:4); 84 kg gr.-röm.: Kai Rotter – Denis Kudla 0:4; (DQ 0:10), 66 kg gr.-röm.: Aleksan Mikaelyan – Wladimir Berenhardt 4:0 (15:3, 3.14); 84 kg F: Michael Kaufmehl – Taymuraz Friev 1:3 (2:8); 74 kg F: Anisim Talambat – Miroslav Kirov 1:2 (2:6); 74 kg gr.-röm.: Florian Neumaier – Arkadiusz Kulynicz 2:0 (1:0).

 

6. Kampftag – KSV Schriesheim

aus dem ‘Schifferstadter Tagblatt’

Nachbericht

Berenhardt nahe an der Sensation
Ringen  Erste Bundesliga  18:17-Erfolg des VfK in Schriesheim / Joker stechen nicht

Schriesheim/Schifferstadt (kc).  „Wenn das schief gegangen wäre, hätte ich es auf meine Kappe nehmen müssen“, sagte nach dem knappen 18:17-Erfolg des VfK 07 im Derby beim KSV Schriesheim Freistil-Trainer Erol Bayram. Er hatte für Stefan Ivanov den Polen Rafal Statkiewicz erstmals aufgeboten, in der Hoffnung, in der Klasse bis 66 kg mehr Durchschlagskaft aufbieten zu können.
„Statkiewicz hatte sich in die Mannschaft einbringen wollen, wir hatten da auch einen Sieg eingeplant“, sagte Klassiker-Trainer Markus Scherer nach der spannungsgeladenen Begegnung. „Er ist in Polen die Nummer eins, ich habe geglaubt, dass er Seidel besiegen wird“, erklärte Erol Bayram, hörbar erleichtert, dass es am Ende doch noch zum Sieg gereicht hat, nachdem Schriesheim mit 10:7 zur Pause vorne lag.
Dann kamen aber die Kracher, die beiden VfK-Eigengewächse, die den verfahrenen Karren wieder in die rechte Spur brachten. Denis Kudla zeigte gegen den rumänischen Spitzenringer Attila Tamas von Beginn an, wie er sich den Kampf vorstellte und benötigte gerade mal 2.49 Minuten, um den Schriesheimer technich unterlegen von der Mate zu schicken. Nach dem Auftakterfolg von Anatoli Buruian gegen Fabian Rieser mit einem Vierer, der guten Vorstellung von Etka Sever gegen Kai Dittrich, dem aber auch diesmal kein Wertungspunkt gegen den Mattenfuchs gelang, ging Marvin Scherer gegen Ibrahim Fallacara überraschend noch auf die Schultern. Als dann Mamuka Kordzaia gegen Oldrik Wagner auch nur ein knapper 2:1-Sieg gelang und Statkiewicz gar unterlegen war, schien der VfK-Zug abgefahren zu sein.
„Schriesheim hat uns kalt erwischt, dass wir zur Halbzeit 10:7 hinten liegen, war nun nicht geplant, da kriegt man schon ein Zwicken in den Bauch“, zeigte sich Trainer Scherer kurz nach der Begegnung noch emotional angeknackst. „Wir brauchen nach der Pause acht Punkte“, war dann auch die Vorgabe und Denis Kudla trug seinen Teil dazu bei. 10:11 lag der VfK vorne, sah sich aber beim Kampf zwischen Georgian Carpen, rumänischer Meister und Vize-Europameister, gegen Wladimir Berenhardt klar in der Außenseiterrolle.
Doch „Wladi“ machte seinen bisher besten Kampf in dieser Saison, überraschte den Schriesheimer zweimal, lag 4:0 in Führung, ehe Carpen die erste Wertung gelang. Doch die internationale Erfahrung setzte sich gegen Ende durch, nach 4.44 Minuten packte Carpen eine Dreierwertung und da er damit die höchste Wertung erzielte, gab es beim 4:4 den Ausschlag zum 2:1-Erfolg. Aber das war mehr, als sich der VfK erhofft hatte, denn aus dem 12:12 machte anschließend Taymuraz Friev gegen Marcus Plodek nach 3.44 Minuten den zweiten geforderten Vierer zum 12:16 für den VfK.
„Bleib cool Kirov“, sagte Markus Scherer zu Miroslav Kirov vor seinem Kampf gegen Nicolae Cojocaru und das tat der dann auch, ging kein Risiko ein und holte mit 7:4 den 2:1-Erfolg. Damit lag der VfK uneinholbar vor dem letzten Kampf mit 18:13 vorne und so konnten die Verantwortlichen verschmerzen, dass Schlussringer Daniel Rutkowski, ebenfalls erstmals aufgeboten, gegen Ionel Puscascu nach 1:16 Minuten auf die Schultern musste. „Arkadiusz Kulynycz hatte vom polnischen Verband nicht frei bekommen“, informierte Scherer.
Die KSV-Halle war fest in Händen der „Abaraade“, die nicht nur Stimmung in die Halle brachten, sondern durch ihre lautstarke Unterstützung den ein oder anderen Energieschub bei den Sportlern auf der Matte freisetzen konnten. „Ich will keinen aus der Mannschaft herausheben, aber dass Denis einen Vierer macht, das war schon Weltklasse“, freute sich Erol Bayram.
Die Kämpfe: 55 kg F: Fabian Rieser – Anatoli Buruian 0:4 (0:12); 120 kg gr.-röm.: Kai Dittrich – Etka Sever 3:0 (7:0); 60 kg gr.-röm.: Ibrahim Fallacara – Marvin Scherer 4:0 (SS, 5.39); 96 kg F: Oldrik Wagner – Mamuka Kordzaia 1:2 (3:5); 66 kg F: Timur Seidel – Rafal Statkiewicz 2:1 (8:4); 84 kg gr.-röm.: Attila Tamas – Denis Kudla 0:4 (0:11, 2.49); 66 kg gr.-röm.: Georgian Carpen – Wladimir Berenhardt 2:1 (4:4); 84 kg F. Marcus Plodek – Taymuraz Friev 0:4 (0:11, 3.44); 74 kg F: Nicolae Cojocaru – Miroslav Kirov 1:2 (4:7); 74 kg gr.-röm.: Ionel Puscascu – Daniel Rutkowski 4:0 (SS,1.16).

 

5. Kampftag – SV Germania Weingarten

aus dem “Schifferstadter Tagblatt”

Nachbericht

Fünf Einzelsiege für den VfK
Ringen  Erste Bundesliga  Topfavorit SVG Weingarten siegt aber
dennoch 22:14
Schifferstadt (kc). Claudio Passarelli, Sportlicher Leiter
beim Ringerbundesligisten VfK 07 hatte richtig vermutet: der SV Germania
Weingarten kam nicht mit der besten, aber einer dennoch starken Staffel auf die
Schifferstadter Matte. Am Ende gab es mit dem 14:22 den erwarteten Erfolg für
die Badener im Derby, aber der VfK zeigte auf, dass er in der Ersten Bundesliga
angekommen ist, wenn er auch noch nicht auf Augenhöhe mit den führenden Teams
sein kann.
Fünf Einzelsiege gab es dennoch für die Gastgeber und dabei einige ringerische
Leckerbissen zu sehen. Für Anatoli Buruian, einen der stärksten im VfK-Trikot,
gab es schon vor der Partie eine Auszeichnung, denn Jürgen Fouquet, Leiter des
1. Deutschen Ringermuseums, zeichnete den Moldawier als Ringer der Saison 2012
aus. „Das wollen wir jetzt in jeder Saison tun“, sagte Fouquet bei der Übergabe
eines Aquarells.
Auf der Matte zeigte Buruian gegen den gebürtigen Landsmann und jetzt für
Bulgarien ringenden Alexander Chirtoaca seine Klasse auf, führte schnell 5:1
und siegte dann auch mit 5:3. Für die Gesamtwertung gab es jedoch 4:0 Punkte,
da der Weingartener einige Gramm zuviel auf die Waage gebracht hatte. Wenig
Federlesens machte anschließend Oliver Hassler, deutscher Meister 2011, gegen VfK-Eigengewächs
Etka Sever und schickte ihn mit 3:14 Punkten nach 4.48 Minuten von der Matte.
Das war erwartet worden, auch, dass anschließend Marvin Scherer gegen Sören
Stein die Punkte holen würde. Beim 8:5 ließ sich der VfKler aber in den ersten
Sekunden überraschen, lag nach zwei Wertungen mit 0:5 im Rückstand und mühte
sich dann noch zum knappen Erfolg. „Sören hat sich super verkauft, er hat
technisch gut gerungen“, freute sich Weingartens 1. Vorsitzender Ralf Oberacker
über den Coup des Klassikers, denn da war mit einem deutlicheren VfK-Erfolg
gerechnet worden.
Was freute sich anschließend Mamuka Kordzaia über seinen 11:4-Kantersieg über
den albanischen Superringer Egzon Shala. Der Weingartener ist amtierender
albanischer Meister, fünfter der EM 2013 und 3. der Mittelmeerspiele, klar
gegen den VfKler favorisiert. Bärenstark präsentierte sich Kordzaia und es war
nur zu verständlich, dass er gegen Ende jeden seiner Wertungen frenetisch
feierte. Wie anschließend auch die VfK-Fans seinen Erfolg.
Anatoli Guidea ist schon jahrelang einer der besten Bundesligaringer.
Verständlich, dass da Stefan Ivanov nur die Außenseiterrolle besetzen konnte,
sich dabei aber achtbar aus der Affäre zog. Den technisch überlegenen Sieg des
Weingarteners (1:12) konnte er nicht verhindern. Bulgarischer Meister 2012 und
2013 ist Ilian Georgiev, den Denis Kudla vor der Brust hatte. „Da ich acht
Wochen lang kein Mattentraining wegen meiner Verletzung machen konnte, bin ich
zufrieden“, strahlte das VfK-Aushängeschild nach seinem knappen, aber nicht
unverdienten 2:1-Erfolg, bei dem es viel Zündstoff gab, da viele eine dritte
Verwarnung des Weingarteners gesehen haben wollten und damit 4:0 Punkte statt „nur“
2:1. Nach 4.55 Minuten hatte Ion Panait, mehrfacher rumänischer Meister und seit
2007 in Weingarten Wladimir Berenhardt mit drei Verwarnungen von der Matte
geschickt. Aydin Selimoglu zeigte eine beherzte Leistung gegen den russischen
Spitzenringer Bekhan Kurkiev, wenn er sich noch etwas mehr zutrauen würde, wäre
auch mehr drin gewesen als das 3:11. Höhepunkte waren die beiden letzten
Partien, bei denen Miroslav Kirov gegen den deutschen Vizemeister Georg Harth
bestechend auftrat. Als beide mit einer Verwarnung belastet waren, holte Kirov
nach 5.41 Minuten den entscheidenden Wertungspunkt.
Viel Beifall gab es für Adam Juretzko vor seinem Auftritt gegen Arkadiusz
Kulynycz und sichtlich gerührt zeigte sich der Ex-VfKler, der aber mächtig
kämpfen musste. Eine Unachtsamkeit von Kulynycz gab eine Dreierwertung und nach
zwei weiteren Drehern führte Juretzko mit 8:0. Aber im zweiten Durchgang ließ der
VfKler nur noch einen Verwarnungspunkt zu.
Die Kämpfe: 55 kg F: Anatoli Buruian – Alexander Chirtoaca 4:0 (ÜG); 120 kg
gr.-röm.: Etka Sever – Oliver Hassler 0:4 (3:14); 60 kg gr.röm.: Marvin Scherer
– Sören Stein 2:1 (8:5); 96 kg F: Mamuka Kordzaia – Egzon Shala 3:1 (11:4); 66
kg F: Stefan Ivanov – Anatoli Guidea 0:4 (1:12); 84 kg gr.-röm.: Denis Kudla –
Ilian Georgiev 2:1 (2:1); 66 kg gr.-röm.: Wladimir Berenhardt – Ion Panait 0:4
(DS); 84 kg F: Aydin Selimoglu – Bekhan Kurkiev 1:3 (3:11); 74 kg F: Miroslav
Kirov – Georg Harth 2:1 (2:1); 74 kg gr.-röm.: Arkadiusz Kulynycz – Adam
Jurentzko 0:3 (0:9).

Vorbericht

VfK-Fans dürfen mit einigen Knallern rechnen
Ringen Bundesliga  Ex-Meister SV Germania Weingarten Favorit gegen den
Aufsteiger
Schifferstadt (kc). Der SV Germania Weingarten ist der Meister der Jahre 2011
und 2012, der VfK 07 Aufsteiger aus der Zweiten Liga. Schon aus dieser
Perspektive wird deutlich, was heute Abend, 19.30 Uhr in der
Wilfried-Dietrich-Halle auf die Schützlinge von Freistil-Trainer Erol Bayram
und Greco-Coach Markus Scherer zukommen wird. „Eine gewaltige Hausnummer“, wie
Scherer schon betonte. Dass Weingarten, gespickt mit international erfahrenen
und auch erfolgreichen Athleten den VfK vielleicht nicht ganz so ernst nimmt
und nicht in bester Besetzung antritt, davon will Erol Bayram nichts wissen.
Er rechnet mit einem starken Aufgebot. „Weingarten hatte den Kampf in Triberg
verloren, da auf beiden Seiten ein Kampf eines WM-Starters nachgeholt werden
musste. Und diese Nachholkämpfe waren am Sonntag, einen Tag, nachdem Weingarten
zu Hause klar gegen Burghausen gewonnen hatte. Mit Oliver Hassler und Adam
Juretzko sind die dann die 500 Kilometer nach Triberg gefahren, haben den Sack
zugemacht und die Punkte geholt. Wenn die mit zwei Leuten so weit fahren, dann
werden sie in Schifferstadt auch nichts zu verschenken haben“, erwartet Bayram
einen bestens motivierten Kontrahenten.
Dies sieht auch der sportliche Leiter Claudio Passarelli so. „Nach ihrem
starken Auftreten am letzten Wochenende sehe ich keine Chance, den Kampf zu
gewinnen. Weingarten muss gerade gegen schwächere Mannschaften wie den VfK die
wichtigen Punkte holen. Die werden meiner Meinung nach mit einer relativ
starken Mannschaft antreten.“
Trotz der Außenseiterrolle sieht er sein Team in der Lage, den Gast doch zumindest
ein wenig ärgern zu können. Dabei wird es ohne Frage zu einigen Knallern
kommen. Dies verspricht schon der erste Kampf in der Klasse 55 kg Freistil
zwischen Anatoli Buruian und dem Rumänen Alexandru Chirtoaca. Mit dem
ungarischen Spitzenringer Peter Modos wird sich Marvin Scherer  (60 kg
griech.-röm.) auseiandersetzen müssen.
„Auch in 74 kg Freistil und 84 griech.-röm. werden wir schöne und interessante
Kämpfe sehen“, ist der sportliche Leiter überzeugt. So einmal zwischen Miroslav
Kirov und Georg Harth, dem amtierenden deutschen Vizemeister. Nicht weniger
spektakulär dürfte die Begegnung zwischen Denis Kudla und dem bulgarischen
Topathleten Ilian Georgiev (der allerdings aus der leichteren 74-kg-Klasse
kommen würde) oder dem Nachwuchsmann Ramsin Azizsir werden.
„Es kommt natürlich darauf an, mit welcher Zusammenstellung Weingarten kommt,
die haben etwas mehr Auswahlmöglichkeiten als wir“, betonte Passarelli, dass
sich die VfK-Staffel fast von alleine aufstellt. „Mit drei Siegen und einer
Niederlage sind die ersten vier Kämpfe wie erwartet ausgegangen, dabei hat sich
unsere Mannschaft besser als erwartet gezeigt“, ist der sportliche Leiter mit
dem bisherigen Verlauf der Runde zufrieden.
„Wir müssen uns an Aalen, Burghausen, Schriesheim und auch noch Triberg
orientieren, Nendingen, Adelhausen und Weingarten sind noch eine andere Liga“,
sagte auch Erol Bayram. Dennoch erwartetet er einige Begegnungen auf Augenhöhe
und vor allem für die Zuschauer interessante ringerische Ausein­andersetzungen.
Auch für die „Abaraade“ sollte der Kampfabend zu etwas Besonderem werden, denn
auch zahlreiche Weingartener Fans werden bei diesem Derby erwartet.

 

4. Kampftag – SV W. Burghausen

aus dem “Schifferstadter Tagblatt”

Nachbericht

Marvin Scherer schlägt auch Knipli

Ringen  Erste Bundesliga  25:8 – Überraschend klarer VfK-Erfolg

Burghausen (kc). Wer sagt’s denn: Der VfK 07 hat in der Ersten Ringer-Bundesliga den ersten Sieg eingefahren. Mit 25:8 fiel der beim SV Wacker Burghausen überraschend deutlich aus. Einmal, weil die Hausherren nicht die beste Staffel nominieren konnten, denn neben dem angeschlagenen Eugen Ponomartschuk im klassischen 84-kg-Limit fehlten mit Atalay Shurab (55 kg Freistil) auch Mykola Daragan (74 kg gr.-röm.) und Neuzugang Namik Korkmaz (84 kg Freistil). Ausschlaggebend für den deutlichen Erfolg war aber auch, dass sich die VfK-Staffel bestens vorbereitet und vor allem in höchstem Maße konzentriert zeigte. Die in Bestbesetzung angetretenen VfKler ließen in der Tat nichts anbrennen und einer strotzte vor Selbstvertrauen. „Marvin Scherer zeigte gegen Csongor Knipli das, was er auch im Training immer wieder zeigt, bisher im Kampf aber nicht immer durchbringen konnte“, war Trainer Erol Bayram begeistert von der Vorstellung. „Er hat den letzten Sieg gegen Ceyhun Zaidov positiv mitgenommen“, schwärmte Bayram von der Leistung Scherers. Immerhin hatte Knipli gegen Zaidov gewonnen, galt als klarer Favorit. „Das war ein sehr guter Kampf, technisch und taktisch hat das Marvin Klasse gemacht“, sagte Bayram nach der Begegnung. Der VfKler stellte das Ergebnis  auf 6:2 nachdem Anatoli Buruian wegen Übergewicht von Stefan Wuchterl kampflos zu den Punkten kam, auf der Matte nach 45 Sekunden mit 11:0 siegte. Etka Sever hatte gegen Eigengewächs Anton Losowik mit 2:0 verloren. „Da war mehr drin, er hat nicht genug Dampf gemacht, das war nicht der Etka, der so gut gegen Nendingen gerungen hat, er hat schon klar besser gekämpft“, sagte Bayram zum 96 kg-Mann, der in 120 kg auf die Matte geht. Neben ihm musste nur noch ein VfKler  als Verlierer die Matte verlassen. Arkadiusz Kulynycz ließ sich zum Abschluss von Publikumsliebling Matthias Maasch, der somit ein erfolgreiches Comeback nach seiner Verletzung feierte, zweimal  auskontern. „Maasch ist schon ein Guter“, wusste Bayram den Burghausener einzustufen. Nach vier Minuten hatte Stefan Ivanov technisch überlegen gegen Martin Maier gewonnen, mit 7:1 punktete Miroslav Kirov seinen Kontrahenten Nikolay Kurtev aus. Bayram: „Das war deutlicher, als ich gedacht hatte.“  Nach nur 52 Sekunden hatte auch Taymuraz Friev gegen Christian Maier, ansonsten im 74-kg-Limit zu Hause, den Sieg eingefahren. „Maier hatte absolut keine Chance“, freute sich Bayram über die konzentrierte Vorstellung Frievs. Es lief gut für die VfKler, die einen deutlichen 12:0-Sieg nach 3.44 Minuten von Denis Kudla gegen Nachwuchsmann Maxi Lukas sahen und zu seinem ersten Sieg im VfK-Trikot kam auch Mamuka Kordzaia gegen Gergely Kiss. „Da war sogar noch mehr drin gewesen als das 5:1, doch er wollte nichts mehr riskieren, den ersten Sieg einfach über die Zeit retten“, sagte Bayram über die gegen Ende verhaltene Ringweise seines Schützlings. „Uns unterschätzt niemand mehr“, freute sich der Freistil-Trainer über den klaren Erfolg seines Teams und er ist auch überzeugt: „Die können jeden ein bisschen ärgern.“

Die Kämpfe: 55 kg F: Stefan Wuchterl – Anatoli Buruian 0:4 (ÜG); 120 kg gr.-röm.: Anton Losowik – Etka Sever 2:0 (2:0); 60 kg gr.-röm.: Csongor Knipli – Marvin Scherer 0:2 (0:1), 96 kg F: Gergely Kiss – Mamuka Kordzaia 1:2 (1:5); 66 kg F: Martin Maier – Stefan Ivanov 0:4 (0:11, 4.00 Min.); 84 kg gr.-röm.: Maxi Lukas – Denis Kudla 0:4 (0:12, 3.44 Min.); 66 kg gr.-röm.: Andreas Maier – Waldimir Berenhardt 1:2 (4:4, Berenhardt die höhere Wertung); 84 kg F: Christian Maier – Taymuraz Friev 0:4 (0:11, 0,52 Min.); 74 kg F: Nikolay Kurtev – Miroslav Kirov  1:3 (1:7); 74 kg gr.-röm.: Matthias Maasch – Arkadiusz Kulynycz 3:0 (5:0).

 

3. Kampftag – TuS Adelhausen

aus dem “Schifferstadter Tagblatt”

Nachbericht

Anatoli Buruian mit Knallerauftakt bei starker VfK-Vorstellung

Ringen Erste Bundesliga 19:13-Niederlage beim Topfavoriten TuS Adelhausen

Adelhausen (kc). „Durch den Einsatz von Denis ging ein Ruck durch die Mannschaft, sie hat sich gegen den Topfavoriten gut verkauft“, sagte Griechisch-römisch-Trainer Markus Scherer nach dem 19:13 bei TuS Adelhausen. Oktoberfeststimmung in der Dinkelberghalle, die schon seit 13.30 Uhr im Zeichen des Ringsport gestanden war und mit dem Aufeinandertreffen der Bundesligisten einen würdigen Höhepunkt erlebte. Ein Höhepunkt, bei dem der VfK überzeugte, trotz der Niederlage und bei etwas mehr Cleverness seiner jungen Ringer vielleicht sogar hätte für eine Überraschung sorgen können. Adelhausen hatte schon Respekt vor dem VfK, bot neben dem frisch gebackenen Weltmeister Ivo Angelov und dem trotz seiner 38 Jahre immer noch auf hohem Level ringenden Konstantin Schneider mit Krystian Brzozowski, Bozo Starcevic, dem starken Russen Yuri Belonowski auch Alin Alexuc-Ciuariu auf. Keine Überraschung wollte die TuS beim ersten Heimkampf in dieser Saison erleben, aber es lief zunächst für den VfK. Neuzugang Marc Luithle hatte gegen Anatoli Buruian kein Chance, musste nach 4.30 Minuten die technische Überlegenheit (0:12) anerkennen. „Er hat zu ruhig begonnen“, haderte Scherer mit der Vorstellung von Etka Sever gegen den scheinbar übermächtigen Alexuc-Ciurariu. „Da hat er noch Lehrgeld bezahlt“, ergänzte der Coach.

Dann kam die Überraschung schlechthin, denn Marvin Scherer holte gegen den deutschen Meister und international erfolgreichen Ceyhun Zaidov vier Punkte. Nach 4.34 Minuten kam für den Adelhausener das Aus, nachdem er in der ersten Runde wegen Fingerhakelns verwarnt worden war und gleich nach der Pause von Scherer in die Passivität gedrängt wurde, was die zweite Verwarnung zur Folge hatte. Als dann Scherer nach einem Ausheber Zaidov in der Unterlage hatte, griff dieser beim Befreiungsversuch Scherer ans Bein und Kampfrichter Manuel Senn musste die dritte Verwarnung und damit die Disqualifikation aussprechen. Zum Unmut von Zaidov und den Besuchern. „Man hat nur das Glück, das man sich auch erkämpft und Marvin war zum richtigen Zeitpuntk da“, freute sich Vater Markus über den Erfolg. „Das war eine tolle Auseinandersetzung, Kordzaia hat sich gegen den Russen Belonowski bravourös gewehrt, wir werden noch viel Freude an ihm haben“, sagte Scherer trotz der 9:2-Niederlage des VfKlers. Eine Supereinstellung zeigte Stefan Ivanov gegen Gergö Wöller und ließ beim 9:5 dem Adelhausener nur einen 2:1-Erfolg.

 „Der ärgert sich selbst über die Niederlage, das wäre für ihn bei seinem Comeback ein weiterer Höhepunkt gewesen“, erklärte Trainer Scherer zur 1:0-Niederlage von Denis Kudla bei seinem Debüt gegen Konstantin Schneider. Doch auch da konnte Schneider keinen einzigen technischen Punkt erzielen, musste seine ganze Erfahrung in die Waagschale werfen, um mit Verwarnungen gegen Kudla über die Runden und zum Sieg zu kommen. „Schneider ist ein Fuchs, der hat das gut über die Zeit gebracht“; sagten die Trainer Scherer und Erol Bayram. Gegen den amtierenden Weltmeister Ivo Angelov setzte sich Wladimir Berenhardt die ersten drei Minuten super zur Wehr, musste dann aber dem erstaunlich hohen Tempo Tribut zollen. Seinen ersten Bundesligasieg erzielte Aydin Selimoglu gegen Timo Meyer und verdeutlichte dabei, dass bei ihm noch viel Luft nach oben ist. „Er hat gezeigt, welche Reserven noch in ihm stecken“, freute sich Scherer über den Einstand des Eigengewächses.

Arkadiusz Kulynycz wollte unbedingt gewinnen, musste sich mit 1:0 aber Bozo Starceciv beugen und Miroslav Kirov, der am Nachmittag erst aus Moskau nach einem Einsatz für Bulgarien kam und durch die Ochsentour geschlaucht auf der Matte stand, holte gegen Brzozowski immerhin noch einen Mannschaftspunkt. „Man hat gesehen, dass wir eine stabile Mannschaft haben, wir haben uns nicht versteckt, keiner ist gegen das Topteam eingebrochen und an dieser Schraube können wir weiter drehen“, sagten die beiden Trainer trotz der einkalkulierten Niederlage.

Die Kämpfe: 55 kg F: Marc Luithle – Anatoli Buruian 0:4 (0:12, 4.30); 120 kg gr.-röm.: Alin Alexuc-Ciurariu – Etka Sever 2:0 (3:0); 60 kg gr.-röm.: Ceyhun Zaidov – Marvin Scherer 0:4 (DQ 8:2, 4:34); 96 kg F: Yuri Belonowski – Mamuka Kordzaia 3:1 (9:2); 66 kg F: Gergö Wöller – Stefan Ivanov 2:1 (9:5); 84 gr.-röm.: Konstantin Schneider – Denis Kudla 2:0 (1:0), 66 kg gr.-röm.: Ivo Angelov – Wladimir Berenhardt 4:0 (12:0); 84 kg F: Timo Meyer – Aydin Selimoglu 1:2 (1:4); 74 kg F: Krystian Brzozowski – Miroslav Kirov 3:1 (10:2), 74 kg gr.-röm.: Bozo Starcevic – Arkadiusz Kulynycz 2:0 (1:0).

Am Mattenrand von Kurt Claus

Auch Verlierer können Sieger sein 

Neun Wochen war Denis Kudla durch einen Wadenbeinbruch außer Gefecht, konnte der Staffel des VfK 07 bei den ersten Schritten auf der Bundesligamatte nicht helfen. Beim Topfavoriten TuS Adelhausen stellte er sich in den Dienst der Mannschaft, musste sich da aber noch der taktischen Raffinesse eines international und vor allem kampferprobten Routiniers, wie es Konstantin Schneider mit seinen 38 Jahren mittlerweile ist, beugen. Aber nicht geschlagen geben, denn Kudla zog sich blendend aus der Affäre, ließ keine technische Wertung zu. „Er hat gebolzt in den letzten Wochen, war eine Woche nach seinem Beinbruch schon wieder im Training und ist für uns ein wichtiger Motivator“, sagt Trainer Markus Scherer immer wieder. Er ist stolz auf den jungen Sportler, der trotz seiner Jugend auch international soviel erreicht hat. „Bei ihm trifft es zu: Auch Verlierer können Sieger sein“, sagte Scherer am Samstagabend. Er sieht Kudla schon jetzt wieder auf einem guten Weg. „Das Training ist top, ihm fehlt jetzt noch etwas die Wettkampfpraxis, dann ist er wieder der Alte“, schwärmt Scherer von der sportlichen Einstellung seines Schützlings.

 

Vorbericht

Denis Kudla gibt sein Liga-Debüt

Ringen Erste Bundesliga Heute Samstag 19.30 Uhr beim TuS Adelhausen

Schifferstadt (kc). Darauf haben die Fans des VfK 07 lange warten müssen. Denis Kudla gibt in der Ersten Ringer-Bundesliga sein Debut in dieser Saison, die für ihn mit dem Wadenbeinbruch in der Vorbereitung so schmerzlich begonnen hatte. „Wenn er dabei gewesen wäre, hätten wir schon in Aalen was geholt“, erinnerte Freistil-Trainer Erol Bayram an die knappe Auftaktniederlage beim alten Rivalen in der Ost¬alb.

Beim haushohen Favoriten TuS Adelhausen, der mit viel Vorschusslorbeeren und einem hohen Ziel in die Saison gestartet ist, trifft Kudla auf einen erfahrenen, ausgebufften Ringer, der ihm sicherlich das Leben schwer machen wird. Konstantin Schneider ist auch auf Schifferstadter Matte kein Unbekannter, hat das VfK-Trikot selbst erfolgreich getragen, will aber nochmals zeigen, dass er trotz seiner 38 Lenze längst nicht zum „alten Eisen“ gehört. „Denis brennt, er strotzt momentan vor Kraft und er ist voller Tatendrang“, weiß Trainer Markus Scherer, der mit Kudlas Einsatz plant, „sofern nichts mehr dazwischen kommt“.

Zehn Wochen Krafttraining stecken in dem Energiebündel, der auch als Motivator der Mannschaft diente. „Es ging schon ein Ruck durch die Mannschaft, als klar wurde, dass mit einem Einsatz zu rechnen ist, für uns ist das schon ein gang, ganz wichtiger positiver Effekt“, freute sich Scherer über die personelle Bereicherung seiner Staffel. Allerdings relativierte er: „Das bringt uns aber trotz allem nicht von der Außenseiterrolle weg“, weiß Scherer sehr wohl die Machtverhältnisse heute Abend in der Dinkelberghalle einzuschätzen. „So wie bei uns der Einsatz von Kudla motivierend ist, so gibt bei Adelhausen der frischgebackene Weltmeister Ivo Angelov der Staffel einen mächigen Schub“, sagte Scherer, der die Gastgeber jedoch auch ohne den frischgekürten Titelträger klar in der Favoritenrolle sieht.

„Sie wollen ins Viertelfinale plus X“, erklärte der VfK-Coach und so erwartet er auch ganz starke Gastgeber. „Bei denen ist Oktoberfest, da geht es rund, da wird gefeiert und da sie in dieser Saison erstmals in heimischer Halle ringen, geht da erst recht gegen einen Traditionsverein die Post ab.“

Seine Mannschaft selbst sieht Scherer aber dennoch gut aufgestellt, sie hat nichts zu verlieren. Eines gaben die Trainer dennoch als Ziel aus: „Wir wollen uns nicht abschlachten lassen“, erwarten sie von ihrer Staffel schon eine starke Gegenwehr gegen den Topfavoriten. Zwei bis drei Einzelsiege sollen eingefahren werden, wobei zum Auftakt Anatoli Burian gegen Neuzugang Marc Luithle knapp vorne zu sehen sein könnte. Trifft Stefan Ivanov auf Manuel Wolfer, könnte für den VfKler was rausspringen, muss er sich mit Ivan Guidea auseinandersetzen, sinken die Chancen merklich. Miroslav Kirov gegen Gergö Wöller könnte am Ende knapp die Nase vorn haben, Scherer erwartet auch Denis Kudla gegen Kosta Schneider knapp vorne. Ansonsten dominieren die Gastgeber sicher. „Man muss aber abwarten, wie Adelhausen stellt, sie haben einige Möglichkeiten.“

Erfreulich auf VfK-Seite, dass Aydin Selimoglu mitmischt. „Es ist toll, wenn man sich mit Weltklasseleuten messen kann. Aydin ist super drauf im Training, er arbeitet hart und soll deshalb einmal Wettkampflust schnuppern“, sagte Freistil-Trainer Erol Bayram, der gegen Gabor Hatos keinen Sieg von seinem Schützling erwartet, aber eine gute Präsentation. „Er ist konditionell gut drauf und wenn er es noch schafft, auf der Matte nicht so viel zu denken sondern mehr instinktiv zu ringen, dann kann er schon was zeigen“, meinte Bayram.

Nicht mit dabei ist Taymuraz Friev. „Er darf seinen Erfolg bei der Weltmeisterschaft auskosten“, erklärte Markus Scherer. Friev wurde bei den Titelkämpfen Fünfter. „Er hat auf höchstem Niveau gerungen, verpasste den dritten Platz äußerst knapp, und er ist schon jetzt auf Grund seiner Leistung in den Fokus anderer Vereine gerückt. Da ist schon auch eine Bestätigung für uns, dass wir uns mit ihm richtig entschieden haben“, freute sich Scherer über den Erfolg.

VfK II auswärts

Die dritte Auswärtsfahrt nacheinander bestreiten die Ringer des Oberliga-Teams. Heute gastieren sie bei Hüttigweiler/Schiffweiler und bestreiten da den Vorkampf vor dem Zweitliga-Treffen. „Es ist auf alle Fälle was zu holen“, verdeutlichten die Trainer, da der letzte Erfolg der Mannschaft doch Auftrieb gegeben habe.

 

2. Kampftag – ASV Nendingen

aus dem “Schifferstadter Tagblatt”

Nachbericht

Eigengewächse und Friev begeistern
Ringen  Erste Bundesliga   Toll gekämpft – aber ohne Chance beim 11:23 gegen Nendingen

Schifferstadt (kc). „Zwei Kämpfe, zwei Niederlagen, es hört sich vielleicht komisch an, aber ich bin zufrieden“, sagte nach der 11:23-Niederlage seiner Staffel gegen den ASV Nendingen Griechisch-Römisch-Trainer Markus Scherer. Er konnte in der Tat entspannt das Geschehen analysieren, denn die Ringer haben bei subtropischen Temperaturen in der Wilfried-Dietrich-Halle alles gegeben gegen eine Mannschaft, die stark besetzt angetreten ist. „Ich habe eine gute Mannschaft herbringen wollen und das ist schon ein Zeichen, dass ich den VfK nicht unterschätzt habe,“ sagte Nendingens Cheftrainer Volker Hirt, der aber auch gleich die Stellung seiner Staffel in der Südgruppe unterstrich: „Weingarten, Adelhausen und wir werden um den ersten Platz kämpfen.“
So sah es dann auch zuvor auf der Matte aus. Der Gast dominierte das Geschehen, sah sich aber dennoch einer starken Gegenwehr gegenüber. Einige Kämpfe hätten ebenso zugunsten des VfK ausgehen können. Schon beim Auftakt zwischen Anatoli Buruian und Ghenadie Tulbea war es eng. Nach dem 0:4 nach der ersten Runde setzte Buruian mit einer Fünfer-Wertung die Fans in Verzückung, lief in der letzten Sekunde bei einer Aktion jedoch in einen Konter und hatte mit 8:12 knapp das Nachsehen. Zuletzt gab Etka Sever gegen den damals für Freiburg startenden Peter Öhler jeweils die Höchstpunktzahl ab, doch am Samstag zeigte er, dass er auf einem guten Weg ist. Die erste Runde blieb ohne Wertung, was für den jungen VfKler eine extrem tolle Leistung ist. Am Ende gab er beim 0:6 nur drei Punkte ab.
„Ich war schon ziemlich nervös“ gestand Marvin Scherer, nachdem er gegen Baris Diksu mit 3:2 den ersten Sieg bei der Heimpremiere einfuhr. Eine Aktion von ihm wurde vom hervorragend leitenden Kampfrichter Walter Wölfelschneider (Obernburg) für Diksu gewertet, doch mit einem tollen Wurf, der mit einem Dreier belohnt wurde, brachte er Stimmung in die Halle. „Nach dem Dreier musste ich weiter volle Konzentration gehen, ich wollte den Vorsprung nach Hause bringen, durfte aber durch die neue Regel nicht in Passivität verfallen“, sagte er über seine Gemütsverfassung während des Kampfes. „Marvin, du musste arbeiten“, rief Trainer-Vater Markus. Der Sohn gehorchte und gab nur noch einen Passivitätspunkt ab und holte den Sieg.
„Nikolai Ceban heute zu schlagen, das wäre etwas zu viel verlangt“, strich Scherer die Klasse des Nendingers heraus und verdeutlichte, dass Neuzugang Mamuka Kordzaia einen starken Auftritt hingelegt hatte und nur mit 3:7 dem Europameisterschafts-Dritten von 2011 unterlag. Seine Beinschrauben setzte Samet Dülger gegen VfK-Neuzugang Stefan Ivanov an und schraubte damit seine Führung in der ersten Runde schon auf 0:9. Nach 55 Sekunden in der zweiten Runde war dann Schluss. „Ich hätte nicht gedacht, das er einen Vierer abgibt“, war Trainer Erol Bayram doch etwas enttäuscht. „Gegen Ivanov ist es nicht einfach gewesen“, zollte Dülger nach der Begegnung seinem Kontrahenten dennoch ein Lob.
Das 4:12 zur Pause war von den VfK-Trainern in etwa erwartet worden und auch, dass gleich nach Wiederbeginn Irahim Raschid gegen Neven Zugaj die volle Punktzahl abgeben würde. 2:2 stand es nach der ersten Runde zwischen Wladimir Berenhardt und ASV-Neuzugang Edgar Melkumov, doch durch eine Wadenverletzung kurz nach Wiederbeginn gehandicapt musste Berenhardt beim 2:13 die vollen Punkte abgeben.  1.08 Minuten brauchte Taymuraz Friev beim Schultersieg über Achmed Dudarov. Den dritten VfK-Sieg holte Miroslav Kirov gegen den starken Yan Ceaban und alles abverlangt hat Arkadiusz Kulynycz zum Schluss Mattenfuchs Eduard Kratz.
Die Kämpfe: 55 kg Freistil: Anatoli Buruian – Ghenadie Tulbea 1:2 (8:12); 120 kg Gr.-röm.: Etka Sever – Peter Öhler 0:3 (0:6); 60 kg Gr.-röm.: Marvin Scherer – Baris Diksu 2:1 (3:2); 96 kg F: Mamuka Kordzaia – Nikolai Ceban 1:2 (3:7); 66 kg F: Stefan Ivanov – Samet Dülger 0:4 (0:11, 3.55 min.); 84 kg Gr.-röm.: Ibrahim Raschid – Neven Zugaj 0:4 (0:11, 0.33 min.); 66 kg Gr.-röm.: Wladimir Berenhardt – Edgar Melkumov 0:4 (2:13, 5.06 min.); 84 kg F: Taymuraz Friev – Ahmed Dudarov 4:0 (SS 1,08 min.); 74 kg F: Miroslav Kirov – Yan Ceaban 2:1 (3:1); 74 kg Gr.-röm.: Arkadiusz Kulynycz – Eduard Kratz 1:1 (1:4).

Am Mattenrand
von Kurt Claus
Wo waren die Fans?

Die „Abaraade“ waren da, die hat man in der Wilfried-Dietrich-Halle am Samstagabend recht lautstark vernommen. Aber wo waren die anderen Anhänger des VfK 07? Nach Jahren der Abstinenz wurde der VfK Meister der Zweiten Bundesliga und schaffte  wieder den Sprung in die Eliteliga des Ringsports, verlor denkbar knapp nach gutem Kampf beim Aufgalopp beim ehemaligen Kontrahenten KSV Aalen und stand jetzt als VfK 07 vor einer Heimpremiere. Aber die Wilfried-Dietrich-Halle platzte längst nicht aus allen Nähten, war zwar gut besucht, aber für den ersten Kampf auf eigener Matte gegen einen der Topfavoriten der Gruppe Süd hätten es durchaus einige Besucher mehr sein dürfen. Internationale Klasse war da am Start, spektakuläre Kämpfe wurden geboten und dies sollte doch auch durch den sicherlich in der Vergangenheit mit Erfolgen am Fließband verwöhnten Schifferstadter Ringsportanhang entsprechend honoriert werden. Nach der WM-Pause und den beiden Auswärtsbegegnungen in Adelhausen und Burghausen haben die Fans die Gelegenheit, am 19. Oktober gegen den SV Weingarten ihre Staffel erstligawürdig zu unterstützen.

 

Vorbericht

Erster Direktvergleich mit dem ASV Nendingen
Ringen  Erste Bundesliga  VfK 07 heute im ersten Heimkampf ein Außenseiter mit Kämpferherz

Schifferstadt (kc). „Ich kann mich nicht daran erinnern, in meiner fast 35-jährigen Bundesligakarriere jemals gegen den ASV Nendingen gerungen zu haben“, sagte Griechisch-Römisch-Trainer Markus Scherer vor dem Top-Kampf gegen  den klaren Favoriten heute um 19.30 Uhr in der Wilfried-Dietrich-Halle. Die Gäste, in der letzten Saison denkbar knapp im Halbfinale am späteren Meister ASV Mainz 88 gescheitert, haben sich prächtig verstärkt und alles deutet darauf hin, dass sie diesmal das Meisterstück packen wollen. Neun Neuzugänge hat der ASV zu vermelden. Besonders spektakulär aus deutscher Sicht die Verpflichtung von Peter Öhler für die Klassen 96 bis 120 kg, der von der RKG Freiburg 2000 zum ambitionierten Club stieß.
„Dieser Kampf ist eine Premiere, für viele unserer Sportler aber auch, denn sie stellen sich zum ersten Mal in der Bundesliga dem eigenen Anhang auf der Matte vor“, sagte Scherer, der sein Team trotz der großen Überlegenheit des Gastes nicht als „Schlachtopfer“ sehen will. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, ist er überzeugt, auch wenn er klar urteilt. „Wir sind Punktelieferant, das liegt auf der Hand, aber wir wollen es dem Favoriten so schwer wie möglich machen. Nendingen wird erkennen müssen, dass mit dem VfK Schifferstadt jederzeit zu rechnen sein muss.“
Da wird vor allem die Freistilsparte von Trainer Erol Bayram ein gewichtiges Wort mitsprechen wollen. Diese Duelle sind gespickt mit internationaler Güteklasse. Das fängt schon in der Klasse bis 55 kg an, wenn Anatoli Buruian, Junioren-Europameister und dritter der Weltmeisterschaften 2011 auf Ghenadie Tulbea trifft, Europameister 2005 und seit 1997 in der internationalen Spitze. Stefan Ivanov als Dritter der Studenten-WM 2012, bulgarischer Junioren-Meister und Vizemeister bei den Senioren 1013 trifft auf Samet Dülger. Dritter bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2011 ist der VfKler Miroslav Kirov, ebenso in diesem Jahr bulgarischer Juniorenmeister, die letzten beiden Jahre schaffter er dies bei den Senioren. Er wird sich mit Yan Ceban auseinandersetzen. Taymuraz Friev, amtierender spanischer Meister, kann auf Achmed Dudarov treffen, der auch schon bei der KSG Ludwigshafen auf die Matte gegangen ist. Packend wird es zwischen Mamuka Kordzaia und Nicolai Ceban zugehen. Kordzaia, Jugend-Weltmeister 2008, Junioren-Vizeweltmeister 2011, jeweils Dritter bei den georgischen Meisterschaften der beiden letzten Jahre will gegen Nicolai Ceban, Dritter der Europameisterschaften 2011 seine Niederlage in Aalen wettmachen.
Ein besonderer Höhepunkt wird das Aufeinandertreffen von Marvin Scherer gegen Baris Diksu darstellen. Hier stehen sich die Söhne von Markus Scherer und Zafar Diksu gegenüber, die sich schon vor über 30 Jahren auf der Matte trafen und auch wohl heute Abend ein Wiedersehen feiern dürften. Wladimir Berenhardt gegen den dreifachen polnischen Meister Edgar Mekumov, Arkadiusz Kulynycz gegen Top-Ringer Eduard Kratz sowie Ibrahim  Rashid gegen Neven Zugaj sind weitere Paarungen.
Auf Revanche eingestellt ist Etka Sever gegen den Junioren-Vizeweltmeister und dreifachen deutschen Meister  Peter Öhler, der ihn zuletzt haushoch überlegen von der Matte geschoben hatte. „Diesmal wird es wohl nicht so klar ausgehen, Etka hat einiges dazugelernt“, zeigt sich dessen Trainer Scherer optimistisch. Die internationale Erfahrung der Gäste, die Größe des Kaders spricht zwar für Nendingen, doch Scherer sagte: „Wir werden es ihnen schon schwer machen. Einige Kämpfe scheinen klar zu sein, einige wiederum sind offen und wenn wir den ein oder anderen dann für uns entscheiden, ist es gutes Ergebnis drin.“
Um 16.30 Uhr trifft die Jugend-Mannschaft auf den AV Speyer und um 17.30 Uhr das Oberliuga-Team auf KSG Erbach.

Am Mattenrand
von Kurt Claus
David gegen Goliath

Lange haben die Fans des VfK 07 auf diesen Tag warten müssen. Sechs Jahre genau. Endlich spielt die Staffel von Markus Scherer und Erol Bayram in der Wilfried-Dietrich-Halle wieder im großen Ringer-Geschehen mit. Topstars sind wieder zu Gast. Im ersten Bundesliga-Heimkampf trifft sie auf den ASV Nendingen. Eine Begegnung zwischen David und Goliath, denn der Gast ist aufgrund seiner sportlichen Struktur, seines Kaders, haushoher Favorit. Das macht den VfK-Sportlern und den Trainern aber nichts aus. Im Gegenteil. Sie freuen sich auf ihre Vorstellung vor eigenem Anhang, sie wollen zeigen, dass sie zurecht in der Eliteklasse sind und wenn sie am Ende  auch als zweiter Sieger von der Matte gehen werden, die Unterstützung des Anhangs dürfte ihnen gewiss sein.

Vorbericht aus dem “Schifferstadter Tagblatt”

VfK: Den Top-Favoriten kräftig ärgern
Ringen  ASV Nendingen morgen zu Gast in der Dietrich-Halle

Schifferstadt  (kc). „Enttäuscht nach der ersten Niederlage in der Ringer-Bundesliga?“, war die Frage an Griechisch-Römisch-Trainer Markus Scherer. „Wir haben das Wort Enttäuschung nie in den Mund genommen, wir haben einen tollen Kampf gemacht“, sagte der Trainer zufrieden über die Vorstellung seiner Staffel. „Mit etwas mehr Erfahrung, etwas mehr Selbstvertrauen und vor allem etwas mehr Fortune wäre mehr drin gewesen, aber für einen Aufsteiger ist es in der Fremde immer schwer, aber es hat nur das letzte Quäntchen gefehlt.“
Es schwang schon etwas Stolz in seiner Stimme mit: „Die Mannschaft hat sportlich überzeugt“, fasste Scherer den ersten Auftritt in der Bundesliga zusammen. Das haben auch die anderen Vereine konstatiert und so warnt sogar der ASV Nendingen, morgen um 19.30 Uhr Gegner in der Wilfried-Dietrich-Halle vor dem „Hexenkessel in der Pfalz“. Besonders die Freistil-Sparte erfährt Anerkennung und deshalb geht Ringerfuchs und ASV-Trainer Volker Hirt kein Risiko ein. Er wird seine stärkste Staffel aufstellen, soweit dies vor der WM möglich ist. „Die haben ja einen tollen, breiten Kader mit rund 25 Ringern, die wollen bei uns gewinnen und gleich zu Beginn zeigen, dass sie zu den Top-Teams gehören“, erklärte Scherer. „Die kommen mit breiter Brust“, ist sich der Mattenfuchs auf Schifferstadter Seite sicher, zumal das 25:6 des ASV gegen Wacker Burghausen ein erstes Ausrufezeichen gesetzt hat.
Als klarer Außenseiter geht der VfK in die Begegnung, das war den Verantwortlichen klar. „Wir wollen natürlich Schadensbegrenzung betreiben und jeder einzelne wird im Rahmen seines Einsatzes alles tun, um eine eventuell vorhandene Siegschance nutzen zu können“, ist sich Scherer sicher. Dagegenhalten ist die ausgegebene Maxime, denn „keiner darf sich abschlachten lassen“, fordert der Trainer vor dem Kampf, der ein erstes Glanzlicht in die Dietrich-Halle bringen wird.
Eine ringerische Delikatesse erwartet die Zuschauern vor der zweiwöchigen WM-Pause. Gelegenheit ist gegeben, die Staffel auf der Matte recht lautstark zu unterstützen, zeigen, dass Nendingen mit dem „Hexenkessel in der Pfalz“ recht behält und schon besonderes leisten muss, um den VfK in die Schranken zu verweisen. „Unsere Ringer sind hoch konzentriert im Training, die fiebern dem ersten Heimkampf entgegen. Alle wollen sich bewähren, sich weiter entwickeln“, sehen die Trainer Erol Bayram und Markus Scherer die Sportler auf gutem Wege.
Auch wenn weiter auf Junioren-Europameister Denis Kudla verzichtet werden muss, der VfK hat die Parole ausgegeben: „Wir wollen den Top-Favoriten kräftig ärgern.“
Bereits um 17.30 Uhr trifft die Oberligastaffel auf KSG Erbach.

 

1. Kampftag – KSV Aalen

aus dem “Schifferstadter Tagblatt”

Nachbericht

Ivanov und Friev holen volle Punkte
Ringen  Erste Bundesliga  Zum Auftakt knappe 17:15-Niederlage beim KSV Aalen

Aalen (kc). Knapp verloren ist auch verloren. Mit leeren Händen kehrte am Samstagabend der VfK 07 von seinem Gastspiel beim KSV Aalen 05 zurück, Mit 17:15 hatte die Scherer/Bayram-Staffel denkbar knapp das Nachsehen beim ersten Auftreten in der Elite-Liga der Mattenkünstler. „Es war ein Super-Ringkampf, wir sind in der Bel-Etage angekommen“, freute sich dennoch Griechisch-Römisch-Trainer Markus Scherer. „Es hätte genauso gut anders herum ausgehen können, auch wir waren dem Sieg ganz nahe“, bedauerte Freistil-Coach Erol Bayram.
Der KSV wollte unbedingt die Punkte gegen seinen alten Kontrahenten behalten, hatte mit den beiden Türken Özbekhan Güclü und Abdulsamet Ugurli zwei Neuzugänge in der Staffel, die auch voll einschlugen, Güclü setzte sich in der 55-kg-Klasse gegen Anatoli Buruian mit 12:10 (2:1) durch und legte da schon den Grundstock. „Wir hatten Anatoli als 2:1-Siegringer einkalkuliert“, sagte Bayram nach der Begegnung. Aber trotz dieser Auftaktniederlage blieb der VfK im Rennen. Einen beachtlichen Kampf lieferte Etka Sever gegen Ralf Böhringer, blieb aber selbst ohne Wertung, so dass der VfK-Jugendtrainer in Diensten des KSV Aalen mit 2:0 siegte.
Urgurli holte gegen Marvin Scherer mit technischer Überlegenheit die volle Punktzahl nach 4.48 Minuten und dann lag der VfK plötzlich mit 10:2 im Rückstand, als Neuzugang Mamuka Kordzaia unglücklich in einen Armzug des ausgebufften, 38-jährigen Emzarios Bentinidis lief und mit 3:1 unterlag. „Er hatte doch etwas großen Respekt vor Bentinidis, man merkte ihm den Druck an, dass er nicht verlieren wollte“, fand Bayram.
Dafür setzte vor der Pause Stefan Ivanov gegen den Klassiker-Spezialisten Oliver Hug um Freistil eine „Duftmarke“, als er beim Stand von 10:0 nach 2.14 Minuten den Aalener schulterte. Unter den 600 Zuschauern waren es vor allem die VfK-Fans „Abaraade“, die für prächtige Stimmung sorgten. „Die haben die ganze Zeit Rabatz gemacht, das war schon eine Klasse-Unterstützung“, erklärte Bayram beeindruckt.
Sie ließen sich auch nicht von ihrer Unterstützung abbringen, als „Ibo“ Ibrahim Rashid erwartungsgemäß gegen den bulgarischen Neuzugang Radi Nedkov die volle Punktzahl abgab und der VfK mit 14:6 in Rückstand geriet. Wladimir Berenhardt setzte sich dann aber gegen den zweifachen deutschen Meister Christian Fetzer durch, Taymuraz Friev gegen Benjamin Sezgin mit technischer Überlegenheit nach 5.30 Minuten und erwartet wurde auch der knappe Erfolg von Miroslav Kirov gegen Osman-Kubilay Cakici. „Vor der Pause lief es nicht so gut, aber dann blieb es spannend bis zum Schluss“, sagte Scherer, denn vor dem letzten Kampf stand es nur 15:14 für die Gastgeber.
Arkadiusz Kulynycz hatte es in der Hand, doch gegen den bärenstarken Konstantinos Papadopoulos musste er sich mit 10:7 geschlagen geben, Aalen holte noch 2:1 Punkte und damit den knappen 17:15-Sieg. „Mit ein bisschen Fortune hätten wir auch was Zählbares holen können“, erklärte Scherer und Bayram fügte an: „Der VfK hat sich gut verkauft, im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein.“ Auch wenn es statt der erhofften fünf Einzelsiege am Ende nur vier wurden.
Die Kämpfe:
55 kg Freistil: Özbekhan Güclü – Anatoli Buruian 2:1 (12:10); 120 kg Griechisch-Römisch: Ralf Böhringer – Etka Sever 2:0 (1:0); 60 kg gr.-röm.: Abdulsamet Ugurli – Marvin Scherer 4:0 (11:0); 96 kg F: Emzarios Bentinidis – Mamuka Kordzaia 2:1 (3:1); 66 kg F: Oliver Hug – Stefan Ivanov 0:4 (SS 2.14); 84 kg gr.-röm.: Radi Nedkov – Ibrahim Rashid 4:0 (SS 1.47); 66 kg gr-.röm.: Christian Fetzer – Wladimir Berenhardt 0:2 (0:3); 84 kg F: Benjamin Sezgin – Taymuraz Friev 0:4 (0:11 5.30); 74 kg F: Osman-Kubilay Cakici – Miroslav Kirov 1:2 (2:5); 74 kg gr.-röm.: Konstantinos Papadopoulos – Arkadiusz Kulynycz 2:1 (10:7).

Am Mattenrand
von Kurt Claus

Heimgekehrt
Der VfK ist endlich wieder da, wo er hingehört: In der Ersten Ringer-Bundesliga. Auch wenn das Auftakt-Duell mit dem alten Rivalen am Ende nicht von Erfolg gekrönt war, die Staffel der Trainer Markus Scherer und Erol Bayram hat sich gut verkauft, bot einen attraktiven Kampfverlauf an und hielt die Spannung bis zur letzten Sekunde auf hohem Niveau. Für die Trainer gab es einiges zu sehen und wenn auch Klassiker-Coach Scherer davon sprach, dass einiges nicht so gut gewesen sei, Möglichkeiten zur Verbesserung gibt es noch reichlich. Zwar nicht unbedingt in den folgenden Kämpfen gegen die Kracher-Teams, aber der VfK wird seine Gelegenheiten nutzen, gegen die Teams auf unmittelbarer Augenhöhe sich behaupten können. Und dann wird es die zunehmende Erfahrung im Verlauf der Saison mit sich bringen, dass sich die übergroße Nervosität legt und die ein oder andere Überraschung gelingen kann. Die Trainer sind guter Dinge, die Fans stehen als „elfter Mann“ hinter der Staffel und so darf man trotz der Niederlage in Aalen dem ersten Heimkampf am Samstag gegen den ASV Nendingen entgegenfiebern. Dass dies eine gewaltige Hausnummer ist, verdeutlicht der klare 29:6-Erfolg über den SV Wacker Burghausen. Aber nichtdestotrotz: Man darf sich in der Wilfried-Dietrich-Halle wieder auf Erstliga-Kämpfe und ringerische Feinheiten erster Güte freuen.

 


 

Vorbericht

VfK startet in Abenteuer

Ringen Erste Bundesliga  Denis Kudla wird schmerzlich vermisst

SCHIFFERSTADT (kc).  Das Aufeinandertreffen des KSV Aalen mit dem VfK Schifferstadt war in der Vergangenheit immer etwas besonderes in der Ersten Bundesliga. Das waren mitunter spektakuläre Auseinandersetzungen, bei denen es auch um Deutsche Meisterschaften ging. Heute hat der KSV ein 05 in seinem Namen und der VfK ein 07 und das deutet schon daran hin, dass andere Voraussetzungen gegeben sind. Der VfK hat einen Neuanfang gestartet, der ihn von 2007 bis 2013 zurück in die Eliteliga führte. Dieses Abenteuer geht er heute Abend in der ehemaligen Greuthalle, heute Ulrich-Pfeifle-Halle, um 19.30 Uhr an. Mit nicht ganz so guten Voraussetzungen wie eigentlich geplant war. Die Verletzung von Denis Kudla machte den Berechnungen der beiden Trainer einen dicken Strich durch die Rechnung. „Wir kämpfen an allen Fronten“, sagte Trainer Markus Scherer gestern Morgen, denn das Basteln der Mannschaft lag in den letzten Zügen. Keine Staffel lässt sich in die Karten schauen, so auch nicht der KSV Aalen, der mit elf Neuzugängen aufwarten kann, darunter auch den mittlerweile 38-jährigen Griechen Emzarios Betinidis, vor einigen Jahren auch beim VfK aktiv. Der KSV ist hochkarätig besetzt, etwa mit dem Olympiasieger Andrea Minguzzi (96 kg griech.röm.) oder dem Silbermedaillengewinner Arsen Jufalakyan. „Dann haben sie noch einige international erfolgreiche Türken in ihren Reihen, aber da weiß man ja nie, ob sie der türkische Verband so kurz vor den Weltmeisterschaften ausfliegen lässt“, sagte Markus Scherer, der mit Erol Bayram seine Staffel „ins Blaue“ nominieren musste. Sicher ist, dass Stefan Ivanov (66 kg Freistil) ebenso sein Debut im VfK-Trikot geben wird wie Taymuraz Friev (84 kg Freistil) und Mamuka Kordzaia (96 kg Freistil). „Wir haben eine Truppe beisammen, die sich achtbar schlagen wird. Durch die neuen Regeln müssen unsere Jungs nur auf technische Wertungen aus sein, sie müssen Punkte sammeln, dürfen nicht zu Null verlieren“, baut Scherer auf den Kampfgeist der Staffel. „Die Stimmung ist gut, die sind heiß auf den ersten Kampf und sie wollen was Zählbares bei den Ostalb-Bären mitnehmen“, sagte Scherer, der fünf wenn nicht sogar sechs Siegringer auf seinem Zettel notiert hat. Mit Vorbehalt natürlich und viel positiver Energie. Das zweite Duell des Abends verspricht besondere Brisanz, wenn auf Aalener Seite der VfK-Jugendtrainer Ralf Böhringer in der Klasse bis 120 kg auf den Youngster auf VfK-Seite, Etka Sever, trifft. „Die kennen sich natürlich bestens vom Training her“, sagte Scherer und hofft, dass der beweglichere Sever die Erfahrung von Böhringer in etwa wettmachen kann. „Jeder Punkt ist wichtig.“ Die beiden Schlussringer Miroslav Kirov und Arkadiusz Kulynycz werden alles daran setzen, dass die mitgereisten Fans „Abaraade“ genügend Möglichkeiten zum Jubel haben und am Ende der VfK die erhofften Auftaktpunkte eingeheimst hat. „Zumindest ein Teilerfolg wäre schon wichtig, für den Kracherblock, den wir dann mit den Begegnungen gegen Nendingen, Adelhausen, Burghausen und Weingarten vor der Brust haben“, erkärte Scherer. Die bestmögliche Staffel stellen, die Bringschuld als Meister der Zweiten Bundesliga und Aufsteiger einlösen und den mitgereisten Anhang begeistern, das sind die Ziele, die sich das Trainergespann Scherer/Bayram mit der Staffel zum Ziel gesetzt hat.

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