Aufeinandertreffen der Generationen

Aus dem „Schifferstadter Tagblatt“ – von Kurt Claus 

Ringen Erste Bundesliga – Am Samstag kommt Ex-Meister Weingarten mit Adam Juretzko

Schifferstadt (kc). Zum zweiten Mal erst ist in dieser Bundesligasaison der VfK 07 Gastgeber in der Wilfried-Dietrich-Halle. Kontrahent ist dabei am Samstag, 19.30 Uhr, Ex-Meister SV Germania Weingarten, der auch in dieser Runde ganz vorne landen will. „Das ist eine ganz besondere Hausnummer“, weiß Griechisch-römisch-Trainer Markus Scherer angesichts des mit Ausnahmeathleten geradezu gespickten Kaders der Gäste. Ein Kampf wird dabei aber besonders von Emotionen begleitet werden und mit Sicherheit gibt es dabei auch neben der Matte ein freundschaftliches Wiedersehen. „Kampf der Generationen“ könnte man die abschließende Auseinandersetzung in der Klasse bis 74 kg übertiteln, denn hier trifft nach Lage der Dinge Adam Juretzko auf den polnischen Neuzugang Arkadiusz Kulynycz. Juretzko, ehemals deutscher Nationalringer, ist im polnischen Tychy geboren und bringt mittlerweile 42 Lenze auf die Matte. Kulynycz hat am 26. Dezember 1992 in Polen das Licht der Welt erblickt und ist damit sage und schreibe 21 Jahre jünger. „Aber Adam ist topfit, ausgebufft und clever“, weiß Scherer über den ehemaligen VfKler, der mit Scherer als Trainer schon 2003, 2004 und 2005 Deutscher Mannschaftsmeister wurde. Nach seinem schlimmen Unfall 2001, dem Zusammenprall mit einem Geisterfahrer, der damals starb, kehrte Juretzko rasch wieder auf die Ringermatte zurück. Sein Durchsetzungsvermögen, sein unbändiger Wille, der ihn auch auf der Matte ausgezeichnet hat, half ihm dabei. 2005 wurde er nicht nur mit dem VfK Deutscher Meister, sondern nach 1999 erneut Dritter der Europameisterschaft und 2012 wurde er sogar Veteranen-Weltmeister. Auf über 20 erfolgreiche Ringerjahre blickt das Urgestein zurück, das seit 2009 für Weingarten auf die Matte geht und da auch mithalf, in den Jahren 2011 und 2012 die Mannschaftsmeisterschaft für den SV Germania zu sichern. „Ich wünsche mir, dass es bis zu diesem abschließenden Kampf richtig eng bleibt, damit da nochmals genügend Pfeffer drin ist“, formulierte Markus Scherer. Er weiß, dass sein Team nur als Außenseiter auf die Matte geht. Auch Kulynycz, der dennoch eine gute Vorstellung gegen den „alten Hasen“ zeigen möchte.

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