Denis Kudla soll den Derbysieg eintüten

Der VfK hat gute Chancen mit einem Auswärtssieg in die Abstiegsrunde zu starten und den Klassenerhalt in der Ringerbundesliga frühzeitig zu sichern. Nach neun Einzelkämpfen lautet der vorläufige Endstand zwischen dem gastgebenden KSV Schriesheim und dem VfK 13:13. Die Entscheidung fällt im Duell Attila Tamas und Denis Kudla.

Der Nachholkampf wurde notwendig, weil Denis Kudla am Samstagabend im Auftrag des Deutschen Ringerbundes auf einer Sportlerehrung weilte. Kommenden Freitag (19.15 Uhr) soll das Duell in Schriesheim über die Matte gehen.
„Jetzt halten wir die besseren Karten“ erklärte Trainer Markus Scherer nach dem vorläufigen Unentschieden. Schriesheims Coach Kai Dittrich gab auf der Pressekonferenz zumindest vor noch an einen Sieg seiner Mannschaft zu glauben „Attila ist immer für eine Überraschung gut“. Die beiden Kontrahenten standen sich in der Bundesligarunde zuletzt 2013 gegenüber. Damals gewann der Junioren-Europameister im VfK-Dreß zweimal vorzeitig und holte jeweils vier Mannschaftspunkte.

Die VfKler starteten mit einem hart erkämpften, aber nie gefährdeten Arbeitssieg von Levan Metreveli gegen Christoph Ewald in das Kurpfalz-Derby. Nach den Punktniederlagen von Ralf Böhringer und Marvin Scherer, musste Etka Sever bei seinem Freistildebut gegen Oldrik Wagner eine Schulterniederlage quittieren. Schriesheim führte 9:2. Die aufkeimende Euphorie erhiel aber schnell einen Dämpfer als Weltmeister Frank Chamizo nach zwei Minuten einen Schultersieg gegen Andrei Perpelita, immerhin EM Dritter 2014, feierte.

„Heimkampf in Schriesheim“ skandierten die zahlreich mitgereisten Fans der Abaraade als die VfKler nach der Pause einen fulminanten Zwischenspurt einlegten. Bärenstark einmal mehr: Shmagi Bolkvadze. Der 21jährige Juniorenweltmeister aus 2014 fühlt sich beim VfK sehr wohl – und ist ein echter Teamplayer. Gegen den international erfahrenen Tomasz Swierk, der überaus passiv agierte, führte Shmagi zur Halbzeit gerade mal 1:0, ging im zweiten Abschnitt aber weiter Volldampf und als sich Sekunden vor dem Kampfende doch noch die Chance auf drei Mannschaftspunkte ergab (ab 8 Wertungspunkten Differenz), schlug der VfKler gnadenlos zu.

Sein Comeback nach mehrwöchiger Verletzungspause gab Taymuraz Friev im Freistil-Mittelgewicht. Offensichtlich: Der 29jährige, der international für Spanien ringt, ist nach seiner Fußverletzung immer noch gehandicapt. Umso bemerkenswerter sein souveränes 9:0 gegen Marcus Plodek, was weitere drei Mannschaftspunkte auf das VfK Konto brachte.

Heimmannschaft
Gastmannschaft
KSV Schriesheim  (Verein)
13
VfK 07 Schifferstadt  (Verein)
13
Wettkampfstätte KSV Sporthalle, Am Sportzentrum, 69198 Schriesheim
Kampfrichter: Björn Goller
Stilart Gewicht Name Name Punkte Wertung Zeit
Freistil 57 Christoph Ewald Levan Metreveli 0:2 PS 0:3 06:00
Gr.-röm. 61 Dustin Scherf Marvin Scherer 3:0 PS 10:0 06:00
Freistil 66A Andrei Perpelita Frank Chamizo Marques 0:4 SS 0:4 02:13
Gr.-röm. 66B Tomasz Swierk Shmagi Bolkvadze 0:3 PS 0:8 06:00
Freistil 75A Luca Lampis Miroslav Kirov 0:1 PS 3:4 06:00
Gr.-röm. 75B Ionel Puscascu Ibrahim Rachid 4:0 SS 12:0 01:50
Freistil 86A Marcus Plodek Taymuraz Friev 0:3 PS 0:9 06:00
Gr.-röm. 86B Attila Tamas Denis Kudla :
Freistil 98 Oldrik Wagner Etka Sever 4:0 SS 8:0 01:52
Gr.-röm. 130 Coskun Efe Ralf Böhringer 2:0 PS 5:2 06:00

 

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