Derby mit Endspielcharakter

Beim Duell des VfK Schifferstadt gegen den KSV Schriesheim geht es zwar nicht mehr um die Endrundenqualifikation – viel Brisanz birgt diese Begegnung indes allemal.

Es gibt einige Gemeinsamkeiten der beiden Teams: Beide sind als Aufsteiger in die laufende Saison gestartet, beide können mit dem bislang Erreichten zufrieden sein – und beide wollen mehr:
Wenn der VfK am kommenden Freitag (Kampfbeginn: 20.30 Uhr) den KSV Schriesheim empfängt geht es um die Vormachtstellung in der Rhein-Neckar Region, das Duell ist der Endkampf um Platz fünf in der Bundesligagruppe Süd.

„Wer dieses Duell gewinnt, macht aus einer guten Saison eine sehr gute“ beschreibt VfK Trainer Markus Scherer die Ausgangssituation. Zur Zeit haben die VfKler Rang fünf sicher, aber Schriesheim lauert mit gerade zwei Zählern Rückstand.

Für Spannung ist gesorgt – und für viel Stimmung wohl auch, denn beide Mannschaften verfügen über lautstarke Fangruppen. Ringerherz, was willst du mehr !

Hauchdünn mit 18:17 triumphierten die Scherer/Bayram Schützlinge Ende Oktober in Schriesheim. Ähnlich eng wird es sehr wahrscheinlich auch am Freitag zugehen. Bei den VfKlern steht wieder Taymuraz Friev im Kader. Der Spanier, der sich in der laufenden Runde als sichere Bank im Freistil-Mittelgewicht erwies, holte im Hinkampf gegen den amtierenden Deutschen Meister Markus Plodek vier Mannschaftspunkte. „Mit diesen kalkulieren wir wieder“ sieht Markus Scherer seinen Ausnahmekönner in der Favoritenrolle.

„Es gibt sechs Kämpfe, die von der Papierform her nahezu ausgeglichen sind“ verweist Markus Scherer auf die zu erwartenden Einzelkämpfe und ergänzt „Mit unserern tollen Fans im Rücken sollten wir die Mehrzahl dieser Schlüsselkämpfe gewinnen“.
Gleich zum Auftakt bestreitet Trainer-Filius Marvin Scherer so ein „enges Gefecht“. Sein Gegner dürfte der 28jährige Schwede Per Emil Sundberg sein, amtierender Landesmeister in seiner Heimat. Mamuka Korozaia, der zuletzt von Kampf zu Kampf stärker wurde, gegen den Ex-Meister und Olympiastarter von 2008, Stefan Kehrer im Freistil-Schwergewicht ist der nächste Schlüsselkampf.

Bei der klaren Niederlage in Weingarten vor Wochenfrist, verdiente sich Anatoli Buruian durch ein spektakuläres 9:0 gegen Marcel Ewald die Bestnote. Nun trifft der VfKler auf dessen Zwillingsbruder Christoph, der bereits zweimal Deutscher Meister war.  „Der zählt ebenfalls zur absoluten deutschen Spitze“ erwartet Markus Scherer einen erneuten Härtetest für seinen 22jährigen Schützling.

Zum Duell der Generationen kommt es im klassischen Halbschwergewicht, wenn der 18jährige Etka Sever den inzischen 38jährigen Ex-VfKler Kai Dittrich fordert. Im Hinkampf setzte sich noch die Routine und der Gewichtsvorteil von Dittrich durch, Etka Sever unterlag mit 0:7. „In der 96 kg-Klasse sollte Etka den Kampf deutlich enger gestallten können“ hofft Trainer Scherer, dass sein Youngster etwas Zählbares mitbringt.

„Am Ende zählt jede einzelne Wertung“ erwartet Markus Scherer ein Kopf an Kopf Rennen der beiden Aufsteigerteams. So war beim Derbysieg in Schriesheim „Verlierer“ Wladimir Behrenhard mit seiner knappen Niederlage gegen Georgian Carpen einer der Matchwinner. 

 

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