Pressebericht vom Kampf bei SV W. Burghausen

Aus Schifferstadter Tagblatt

Marvin Scherer schlägt auch Knipli

Ringen  Erste Bundesliga  25:8 – Überraschend klarer VfK-Erfolg

Burghausen (kc). Wer sagt’s denn: Der VfK 07 hat in der Ersten Ringer-Bundesliga den ersten Sieg eingefahren. Mit 25:8 fiel der beim SV Wacker Burghausen überraschend deutlich aus. Einmal, weil die Hausherren nicht die beste Staffel nominieren konnten, denn neben dem angeschlagenen Eugen Ponomartschuk im klassischen 84-kg-Limit fehlten mit Atalay Shurab (55 kg Freistil) auch Mykola Daragan (74 kg gr.-röm.) und Neuzugang Namik Korkmaz (84 kg Freistil).
Ausschlaggebend für den deutlichen Erfolg war aber auch, dass sich die VfK-Staffel bestens vorbereitet und vor allem in höchstem Maße konzentriert zeigte. Die in Bestbesetzung angetretenen VfKler ließen in der Tat nichts anbrennen und einer strotzte vor Selbstvertrauen. „Marvin Scherer zeigte gegen Csongor Knipli das, was er auch im Training immer wieder zeigt, bisher im Kampf aber nicht immer durchbringen konnte“, war Trainer Erol Bayram begeistert von der Vorstellung. „Er hat den letzten Sieg gegen Ceyhun Zaidov positiv mitgenommen“, schwärmte Bayram von der Leistung Scherers. Immerhin hatte Knipli gegen Zaidov gewonnen, galt als klarer Favorit. „Das war ein sehr guter Kampf, technisch und taktisch hat das Marvin Klasse gemacht“, sagte Bayram nach der Begegnung. Der VfKler stellte das Ergebnis  auf 6:2 nachdem Anatoli Buruian wegen Übergewicht von Stefan Wuchterl kampflos zu den Punkten kam, auf der Matte nach 45 Sekunden mit 11:0 siegte. Etka Sever hatte gegen Eigengewächs Anton Losowik mit 2:0 verloren. „Da war mehr drin, er hat nicht genug Dampf gemacht, das war nicht der Etka, der so gut gegen Nendingen gerungen hat, er hat schon klar besser gekämpft“, sagte Bayram zum 96 kg-Mann, der in 120 kg auf die Matte geht. Neben ihm musste nur noch ein VfKler  als Verlierer die Matte verlassen. Arkadiusz Kulynycz ließ sich zum Abschluss von Publikumsliebling Matthias Maasch, der somit ein erfolgreiches Comeback nach seiner Verletzung feierte, zweimal  auskontern. „Maasch ist schon ein Guter“, wusste Bayram den Burghausener einzustufen. Nach vier Minuten hatte Stefan Ivanov technisch überlegen gegen Martin Maier gewonnen, mit 7:1 punktete Miroslav Kirov seinen Kontrahenten Nikolay Kurtev aus. Bayram: „Das war deutlicher, als ich gedacht hatte.“  Nach nur 52 Sekunden hatte auch Taymuraz Friev gegen Christian Maier, ansonsten im 74-kg-Limit zu Hause, den Sieg eingefahren. „Maier hatte absolut keine Chance“, freute sich Bayram über die konzentrierte Vorstellung Frievs. Es lief gut für die VfKler, die einen deutlichen 12:0-Sieg nach 3.44 Minuten von Denis Kudla gegen Nachwuchsmann Maxi Lukas sahen und zu seinem ersten Sieg im VfK-Trikot kam auch Mamuka Kordzaia gegen Gergely Kiss. „Da war sogar noch mehr drin gewesen als das 5:1, doch er wollte nichts mehr riskieren, den ersten Sieg einfach über die Zeit retten“, sagte Bayram über die gegen Ende verhaltene Ringweise seines Schützlings.
„Uns unterschätzt niemand mehr“, freute sich der Freistil-Trainer über den klaren Erfolg seines Teams und er ist auch überzeugt: „Die können jeden ein bisschen ärgern.“

Die Kämpfe: 55 kg F: Stefan Wuchterl – Anatoli Buruian 0:4 (ÜG); 120 kg gr.-röm.: Anton Losowik – Etka Sever 2:0 (2:0); 60 kg gr.-röm.: Csongor Knipli – Marvin Scherer 0:2 (0:1), 96 kg F: Gergely Kiss – Mamuka Kordzaia 1:2 (1:5); 66 kg F: Martin Maier – Stefan Ivanov 0:4 (0:11, 4.00 Min.); 84 kg gr.-röm.: Maxi Lukas – Denis Kudla 0:4 (0:12, 3.44 Min.); 66 kg gr.-röm.: Andreas Maier – Waldimir Berenhardt 1:2 (4:4, Berenhardt die höhere Wertung); 84 kg F: Christian Maier – Taymuraz Friev 0:4 (0:11, 0,52 Min.); 74 kg F: Nikolay Kurtev – Miroslav Kirov  1:3 (1:7); 74 kg gr.-röm.: Matthias Maasch – Arkadiusz Kulynycz 3:0 (5:0).

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