Rauschende Ringernacht krönt Derbysieg

Es war ein (Heim-) Rundenabschluss wie gemalt: Packende Kämpfe, hoher Rückstand, furiose Aufholjagd – am Ende steht der Derbysieg. Die VfKler feierten am Samstagabend einen perfekten Jahresabschluss mit ihren Fans. Nicht nur der 17:13 Derbysieg gegen den KSV Schriesheim gab Anlass zur Freude …

„Natürlich bin ich sehr zufrieden – die Jungs haben nochmal alles raus gehauen“ strahlte Trainer Markus Scherer nach dem Kraftakt seiner Schützlinge. Gut 500 Zuschauer dankten es in der Schlussphase des Mattenspektakels mit Standing Ovations. „Unser Plan ging auf und Shmagi war der Knackpunkt“ erklärte Freistil-Coach Erol Bayram mit Blick auf den Kampfverlauf.

Die VfKler lagen schnell 0:5 zurück, weil Schriesheim in der 57 Kilogramm-Klasse den starken Russen Valerij Borgojakov aufbot und „Freistilass“ Ralf Böhre Böhringer gegen Oldrik Wagner nur ein knappes 6:7 zu lies. Levan Metrevelli holte am Tag seines 31 Geburtstages die ersten vier Mannschaftspunkte für die Gastgeber, Etka Sever, nach einer Erkältung sichtlich noch nicht fit, schaffte durch ein hart erkämpftes 4:3 gegen Attila Tamas den Ausgleich.

Vielversprechend präsentierte sich der erst 17jährige Aaron Köhler bei seinem Bundesligadebut. Gegen den WM-Dritten des Jahres 2014 war der junge VfKler zwar chancenlos, die Art und Weise, wie der Freistilexperte auftrat, verdiente indes Respekt.

13:7 führten die Gäste als die VfKler zur Schlussoffensive ansetzten. Denis Kudla zelebrierte die hohe Kunst des griechisch römisch Ringens und Shmagi Bolkvadze sorgte endgültig für die Wende zum Guten. „Er ist eine Maschine, hat den Topmann Puscasu zerstört“ anerkannte Trainer Markus Scherer die Leistung des 21jährigen Georgiers. In der Tat – mit seiner Art zu Ringen hat sich Bolkvadze längst in die Herzen der VfK-Anhänger gekämpft. Der Juniorenweltmeister kennt nur eine Devise – 6 Minuten Volldampf !!!

Bolkvadzes Meisterleistung war dann auch die Steilvorlage für den Schlussakt. 13:13 hies es vor dem abschließenden Mittelgewichtsduell – und die VfKler hatten mit Weltmeister Frank Chamizo noch ein absolutes Trumpfass im Ärmel. „Er ist derzeit der beste Ringer der Welt – gewichtsklassenübergreifend“ strahlte Trainer Erol Bayram ob des neuerlichen Galaauftritts des 23jährigen Ausnahmeathleten. Derbysieg.

Im Anschluss konnten die VfKler noch entscheidendes für die kommende Saison verkünden, „Miro Kirov bleibt“ verkündete Markus Scherer und ergänzte „Auch unsere Deutsch-Achse mit Marvin, Etka und Denis bleibt uns erhalten“. Am späten Abend gabs dann auch noch die Vertragsverlängerung mit Shmagi Bolkvadze. „Und unseren Franki wollen wir natürlich auch halten“ erklärte Erol Bayram. Die Chancen, den Weltmeister halten zu können, stehen trotz lukrativer Angebote der finanzkräftigen Konkurrenz nicht schlecht.

 

Heimmannschaft
Gastmannschaft
VfK 07 Schifferstadt  (Verein)
17
KSV Schriesheim  (Verein)
13
Wettkampfstätte Wilfried Dietrich Halle, Schifferstadt
Kampfrichter: Petar Stefanov
Stilart Gewicht Name Name Punkte Wertung Zeit
Gr.-röm. 57 Marvin Scherer Valerij Borgojakov 0:4 TÜ 0:15 04:25
Freistil 61 Levan Metreveli Dustin Scherf 4:0 15:0 04:47
Gr.-röm. 66A Joschka Baum Mihai Radu Mihut 0:4 TÜ 0:16 02:05
Freistil 66B Aaron Köhler Andrei Perpelita 0:4 TÜ 0:16 02:18
Gr.-röm. 75A Shmagi Bolkvadze Ionel Puscascu 2:0 PS 3:0 06:00
Freistil 75B Frank Chamizo Marques Sascha Büchner 4:0 16:0 03:54
Gr.-röm. 86A Denis Kudla Jan Steffen 4:0 16:0 02:22
Freistil 86B Taymuraz Friev Marcus Plodek 2:0 PS 7:2 06:00
Gr.-röm. 98 Etka Sever Attila Tamas 1:0 PS 4:3 06:00
Freistil 130 Ralf Böhringer Oldrik Wagner 0:1 PS 6:7 06:00

 

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