Ringen verbindet Menschen begeistert

Auch wenn das durchwachsene Wetter zum kleinen Wehrmutstropfen wurde – Ringen verbindet Menschen wußte einmal mehr zu begeistern. Die Großveranstaltung des VfK Schifferstadt wurde witterungsbedingt kurzerhand in die Halle verlegt, avancierte aber auch dort zum Publikumsmagneten und strich Lob von allen Seiten ein.

„Natürlich wären wir lieber im Freien geblieben“ erklärte Chef-Organisator Stefan Butsch-Engelmann mit Blick auf das Städtische Stadion, in dem die VfK-Helfer schon alles komplett aufgebaut hatten und ergänzte „Die Regenschauer waren zu stark, wir mussten Plan B ziehen“. Und die akribische Vorbereitung der Großveranstaltung, die eben auch diesen Plan B vorsah, zahlte sich aus.

Auch in und um die Wilfried Dietrich Halle wurde die zweite Auflage von Ringen verbindet Menschen zum vollen Erfolg.

So berichtet heute die Rheinpfalz:

Rheinpfalz I   

Mit Sport Brücken bauen

HINTERGRUND: VfK 07 erhält viel Zuspruch bei „Ringen verbindet Menschen“

VON CHRISTIAN GAIER

Schifferstadt. Der Sport als Brückenbauer: Zum zweiten Mal hatte der VfK 07 Schifferstadt zu „Ringen verbindet Menschen“ eingeladen und wieder war die Resonanz groß. Rund 1000 Besucher kamen zu der Veranstaltung, die für die Organisatoren ein Kraftakt war.

Widerstände überwinden, aus Fehlern lernen, sich in Selbstdisziplin üben, lernen zu verzichten – das alles sind Fähigkeiten, die vor allem im Ringersport geschult werden. Auch den Menschen, die sich im Umfeld dieses Sports engagieren, sind diese Fähigkeiten nicht fremd. So war es kein Thema, nach dem ersten schweren Regen alle mühsam im Freien aufgebauten Spieleparcours, Matten, Infostände und Zelte vier Stunden vor Veranstaltungsbeginn in die Wilfried-Dietrich-Halle zu transportieren und dort erneut aufzubauen. „Besonders beeindruckt mich das Engagement der vielen Ehrenamtlichen. Ich bin begeistert davon, wie alle immer wieder mitziehen, wenn ihr VfK ruft. Der VfK ist halt eine Institution in Schifferstadt und die Menschen stehen zu ihrem VfK“, charakterisierte Werner Schröter, Vizepräsident des Landessportbundes und ehemaliger VfK-Ringer, -Trainer und -Vorsitzender, die Verbundenheit zwischen Verein und dessen Mitgliedern und Freunden.

50 Helfer waren es, die den Kraftakt bewältigten und die von Cheforganisator Stefan Butsch-Engelmann dirigiert wurden. „Wir wollen für die ganze Familie etwas bieten“, war der Anspruch des VfK 07, dessen Hauptziel es natürlich war, für sich und für den Ringersport zu werben. Wie der Verein das machte, das imponierte auch Ludwig Schacker, Präsident des Ringerverbandes Pfalz. „Wenn man nur Ringen anbietet, kommen nur Leute, die sich fürs Ringen interessieren, wenn man ein vielfältiges Programm bietet, kommen auch neue Leute“, erklärte der 73-Jährige.

Das „Spiel der Nationen“ für Kinder und Jugendliche war eines dieser Angebote. Die fünf Spielstationen bildeten die Nationen ab, aus denen die Ringer der VfK-Bundesligastaffel stammen. Plastikreifen auf die Hörner eines Stiers aus Pappmaché zu werfen, das symbolisierte Spanien, Heimatland des Freistil-Mittelgewichtlers Taymuraz Friev. Das „Spiel der Nationen“ kam gut an, an jeder Station herrschte dichtes Gedränge. Johanna Köhler, ehemalige VfK-Jugendleiterin, die als Helferin für die Betreuung der Stelzenläufer eingeteilt war, stellte dabei fest: „Man merkt natürlich schon, welche Kinder ringen. Die Ringer machen alles viel genauer, sind ehrgeiziger als die anderen“, berichtete sie .

Um Nachwuchs für das Ringen zu gewinnen, hatte der VfK 07 auch ein Schnuppertraining im Angebot. Rund 20 Kinder machten unter Anleitung der Trainer Marleen Gottschling und Franz-Josef Blumenstiel ihre ersten Schritte auf der Ringermatte. „Alle unsere Angebote sind gut angenommen worden“, wertete Stefan Butsch-Engelmann. Auf große Resonanz hofft der VfK 07 auch in der am 20. September beginnenden Bundesliga-Saison. „Das Erreichen des Viertelfinales ist unser großes Ziel“, verkündete Freistil-Trainer Erol Bayram, der mit seinem Griechisch-Römisch-Kollegen Markus Scherer die neue Mannschaft vorstellte. „Das wird richtig schwer“, ahnt Bayram. Aber beim VfK 07 ist man Kraftakte ja gewohnt.

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz – Pfälzer Tageblatt – Nr. 160

Datum Montag, den 14. Juli 2014

Seite 16

Rheinpfalz II

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