Ringerfreunde schwitzen auf und neben der Matte

Dieses Programm konnte sich sehen lassen. Als die Großveranstaltung des VfK Schifferstadt in die dritte Runde ging, jagte ein Highlight das nächste. Vorstellung der Bundesligamannschaft der Ringer, Spiel der Nationen, ein Menschenkicker-Turnier Musik und Comedy – und gerungen wurde natürlich auch. Einziges Manko: Die tropischen Temperaturen machten den Ringerfreunden kräftig zu schaffen – und hielten den ein oder anderen interessierten Sportfreund sicher vorm Gang ins Städtische Stadion ab. Und dennoch: „Ringen verbindet Menschen“ des VfK 07 Schifferstadt bot am Samstag bei sengender Hitze ein buntes Mitmachprogramm.

 

„Wir haben in den letzten Jahren sehr viel Lob geerntet – das war ausreichend Motivation, um in die nächste Runde zu gehen – und noch mehr zu bieten“ erinnert Cheforganisator Stefan Butsch Engelmann an die Premiere von RvM vor zwei Jahren. Und in der Tat: das Rahmenprogramm das Butsch-Engelmann und seine Helferschar aufgestellt haben, ist bombastisch. Unterstützt und moderiert wurde das Ringerfest wieder  vom Radiosender RPR 1

„Wir wollen für die ganze Familie etwas bieten“ verweist der Orga-Chef auf das zahlreiche Spieleangebot für die Kleinen, kulinarische Highlights aus verschiedenen Ländern oder verschiedene Präsentationen der Segelfluggruppe und des Landessportbundes. Wer sich selbst sportlich betätigen wollte, konnte beim XXL-Menschenkicker-Turnier und freiem Spielen mitmachen, an einer Torwand testen, wie hart sein Schuss ist oder eine Fahrt auf einem Segway wagen.

Ringen war natürlich auch ein zentrales Thema. So wurden die Fans bei einer Pressekonferenz über den Kader der Bundesligastaffel informiert, Neuzugänge wurden vorgestellt und Sportler, wie Trainer konnten einen Ausblick auf die kommende Bundesligasaison geben. Zudem gab es Einblicke in die Trainingsarbeit der Bundesligaasse und der Jugendringer und wer schon immer mal den Olympiastützpunkt der Ringer ganz aus der Nähe sehen wollte, kam auch auf seine Kosten.

 

Einer der zahlreichen Höhepunkte war das Misch-Masch-Ringerturnier, bei dem der Nachwuchs aus drei Vereinen sein Können zeigte.

„Und gleich folgt der erste Angriff“, ahnte Franz-Josef Blumenstiel, was kommen würde. Auf der Matte, die zwischendurch mit Wasser bespritzt wurde, um sie etwas abzukühlen, standen sich zwei Jugendringer gegenüber. Blumenstiel aus dem Jugendtrainerteam des VfK 07 moderierte die Kämpfe, war dabei mit ebenso großem Einsatz bei der Sache wie die Sportler auf der Matte. Neben dem VfK 07 war der KSV 06 Ketsch und der SVG Nieder-Liebersbach mit seinem Nachwuchs vertreten. Es kämpften bei dem Turnier aber keine Vereinsmannschaften gegeneinander, sondern Teams, die nach dem Abwiegen zusammengelost wurden. Es gab also drei Mannschaften, Team Rot, Team Blau und Team Grün. Bei Ketsch war Trainer Günter Laier, das einstige Bundesliga-Ass des AV Reilingen, am Mattenrand. .

Welches Team am Ende gewinnt, war aber ohnehin Nebensache. Wichtig war vielmehr, dass die Kinder und Jugendlichen Kameradschaft und Teamgeist einüben. Das konnten sie übrigens nicht nur auf der Ringermatte, sondern auch beim Torwandschießen und auf einem Geschicklichkeitsparcours – Misch-Masch eben. 24 Kinder nahmen am Turnier teil. Mit der Resonanz ist Jugendleiterin Marleen Gottschling zufrieden, auch wenn der AV 03 Speyer absagte. „Schade nur, dass es so heiß ist. Aber wichtig ist, dass die Kinder Spaß haben, und den hatten sie“, sagte Gottschling.

Die „Begeisterung“, die Mitorganisator Markus Scherer im Städtischen Stadion verspürte, sie hatte auch Franz-Josef Blumenstiel erfasst. Er schwärmte von den Auftritten der Ringerflöhe Lara, Maja und Jakob, die alle noch keine sechs [ahre alt sind, und beim Misch-Masch-Turnier ihre ersten Wettkampferfahrungen sammeln. „Wenn ich sehe, mit welcher Euphorie und welchem Feuer sie auf die Matte gehen, dann macht mich das stolz“, sagt das Mitglied des Trainerteams, dem auch Ralf Böhringer und Harry Kraus angehören.

Mit demselben Engagement wie Scherer, Gottschling und Blumenstiel waren auch die 150 Helfer bei der Sache, allen voran Cheforganisator Stefan Butsch-Engelmann, die rund ums Stadion von Freitag bis Sonntag im Einsatz waren – Idealisten, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz die Ringer-Familie prägen.

Die Veranstaltung endete in den späten Abendstunden, nachdem der RPR-DJ für eine ausgelassene Stimmung bei der „After-Work“ Party sorgte.

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