Rumpfstaffel unterliegt Adelhausen

Der Grand ohne Drei ging verloren: Ohne seine Topathleten Levan Metrevelli, Taymuraz Friev und vor allem Weltmeister Frank Chamizo musste die VfK-Staffel im Spitzenkampf der Abstiegsrunde gegen den TuS Adelhausen eine 12:18 Heimniederlage quittieren. „Wir hatten großen Respekt vor dem VfK  – euer Aufstellungspech hat uns natürlich in die Karten gespielt“ erklärte Gäste-Trainer Thomas Weber nach den zehn Einzelduellen. Beim VfK waren Metrevelli und Chamizo mit ihren Nationalmannschaften unterwegs, Friev laboriert noch immer an seiner Fußverletzung.

Adelhausen, das über einen bärenstarken, sehr breiten Kader verfügt, konnte indes mit zahlreichen international erfahrenen Topathleten antreten. „Wir waren in der Vorrunde noch Tabellenführer, wurden dann auf Grund zahlreicher Verletzungen noch abgefangen“ bekundete Thomas Weber mit Blick auf die verpasste Endrundenqualifikation der Südbadener. Inzwischen hat sich das Lazarett der Adelhausener wieder etwas gelichtet.

Vor 400 Zuschauern entwickelten sich interessante Kämpfe. Bei seinem Bundesligadebut war der erst 16jährige Horst Lehr zwar noch überfordert, hatte gegen den fünf Kilogramm schwereren französischen Spitzenringer El Quarragqe keine Chance, heimste aber dennoch das Lob der Trainer ein „Seine Zeit wird kommen“ erklärte Markus Scherer mit Blick auf den hochtalentierten amtierenden deutschen A-Jugend und Juniorenmeister.

Vier Jahre älter und bereits in der Weltspitze angekommen ist Denis Kudla. 24 Stunden nach seinem 17:2 im Nachholkampf gegen Schriesheims Attila Tamas schaffte der Junioren-Europameister ein 2:0 über den starken Ungarn Viktor Loerincz. „Im Vorjahr hab ich gegen ihn verloren“ strahlte der 20jährige VfKler nach der gelungenen Revanche gegen den WM-Dritten des Jahres 2014.
Sehr stark aus der Affäre zog sich trotz seiner 1:4 Niederlage Shmagi Bolkvaze gegen den zweiten Loerincz Bruder. Der VfKler war eine Gewichtsklasse aufgestiegen und verlangte Tamas Loerincz, der ebenfalls schon EM- und WM-Medaillen geholt hat, alles ab.

Marvin Scherer zeigte einmal mehr sein großes Kämpferherz und lies sich auch durch einen stark blutenden Cut über dem rechten Auge nicht beirren. Verdienter Lohn: Ein 1:0 gegen den starken Schweden Anders Nyblom.

Am kommenden Samstag steht nun der Derby-Rückkampf gegen Schriesheim (26:2 Sieger gegen das Mansfelder Land) auf dem Programm. „Dann werden unsere drei Freistil-Asse wieder an Bord sein“ blickt Trainer Erol Bayram voraus.

Heimmannschaft
Gastmannschaft
VfK 07 Schifferstadt  (Verein)
12
TuS Adelhausen  (Verein)
18
Wettkampfstätte Wilfried Dietrich Halle, Schifferstadt
Kampfrichter: Georg Goczol
Stilart Gewicht Name Name Punkte Wertung Zeit
Freistil 57 Horst Lehr Zoheir El Quarragqe 0:4 TÜ 0:16 00:46
Gr.-röm. 61 Marvin Scherer Anders Nyblom 1:0 PS 1:0 06:00
Freistil 66A Vladislav Wagner Kevin Henkel 4:0 ÜG 4:0 00:10
Gr.-röm. 66B Joschka Baum Danijel Janecic 0:4 TÜ 0:16 01:08
Freistil 75A Miroslav Kirov Stephan Brunner 4:0 15:0 03:52
Gr.-röm. 75B Shmagi Bolkvadze Tamas Loerincz 0:2 PS 1:4 06:00
Freistil 86A Rahman Bayran Carsten Kopp 0:4 TÜ 0:16 04:11
Gr.-röm. 86B Denis Kudla Viktor Loerincz 1:0 PS 2:0 06:00
Freistil 98 Murad Gadjimuradov Felix Kraft 0:4 TÜ 0:15 03:18
Gr.-röm. 130 Ralf Böhringer Felix Radinger 2:0 PS 5:0 06:00

 

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