VfK gegen Mainz – ein Duell mit viel Tradition

Wenn am kommenden Samstag des VfK Schifferstadt und der ASV Mainz 88 in der Wilfried Dietrich Halle die Klingen kreuzen, wird sich manch ein Ringerfan an die gloreichen Zeiten vergangener Tage erinnern.

Schifferstadt gegen Mainz, Mainz gegen Schifferstadt – was waren das in der Vergangenheit für Mattenschlachten.
Als 1964 die Ringer-Bundesliga gegründet wurde – der VfK war bereits 1959 erstmals Deutscher Mannschaftsmeister – musste sich der VfK eben gegen Mainz in einem Ausscheidungskampf qualifizieren. Ohne seine Olympiastarter Wilfried Dietrich und Paul Neff scheitert der VfK und schafft erst ein Jahr später den Aufstieg in die Bundesliga.

1969 wird der VfK zum dritten Mal Deutscher Mannschaftsmeister – aber erst nach einem Protest gegen … den ASV Mainz 88. Im Bundesligakampf wird dem Mainzer Türken Acar zunächst ein Punktsieg über Werner Schröter zugesprochen, nach dem VfK-Protest wird dieser Kampf mit unentschieden gewertet und der VfK erreicht dadurch doch noch die Endrunde. Im Finale schlägt man später den KSV Witten.

Brisant: 1971 feiert der VfK nach zwei deutlichen Siegen gegen Witten seine vierte Meisterschaft – mit Wilfried Dietrich, der dann im Juli des gleichen Jahres nach Mainz wechselt.

Mainz wird dann 1973 zum ersten Mal Deutscher Mannschaftsmeister.

1976 triumphiert der VfK gegen den KSV Aalen, holt sich Titel Nummer fünf.

Im Jahr darauf steigt dann das Meisterschaftsfinale VfK gegen Mainz. 3.000 Zuschauer sehen in der Ludwigshafener Erberthalle den 24:18 Hinkampferfolg des VfK – und einige unschöne Szenen. Der für Mainz ringende Perser Abdullah Hajzi Ahmat beißt Gerhard Sattel und wir disqualifiziert. Der für den VfK ringenden Türken Ibrahim Arslan unterliegt gegen Karl-Heinz Helbing mit 3:6 Punkten und lässt sich nach einer Ohrfeige des Mainzers zu einem Fußtritt hinreisen.  Ein Tritt mit Folgen, denn im zweiten Finale ist Arslan gesperrt. Helbing darf dagegen ebenso wie der Perser Hajzi ringen. Gerd Volz wird im ersten Finale Passivitätssiegr gegen den nunmehr 41jährigen Wilfried Dietrich.
4.500 Zuschauer sehen am 30. Januar 1977 den entscheidenden Rückkampf, der in Rüsselsheim ausgetragen wird. Gerd Volz verliert jetzt gegen Wilfried Dietrich auf Grund Passivität. Mainz gewinnt den Rückkampf mit 26:19 und wird zum zweiten Mal Meister.

Mainz schaffte in der Saison 2012/2013 sein drittes Meisterstück und zählt zusammen mit den Vorjahresfinalisten Nendingen und Weingarten zu den Topfavoriten im Kampf um die Ringerkrone, die Anfang 2015 vergeben wird.

„Mainz ist Favorit, wir wollen und werden dagegen halten“ gibt sich Trainer Markus Scherer kämpferisch und ergänzt „Wir wollen am Samstag an die große Tradition dieses brisanten Duells VfK gegen Mainz anknüpfen“.

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