Deutlicher Erfolg gegen den KAV Eisleben

Scherer und Özdemir die heimlichen Helden

Zehn Kämpfe sahen die Zuschauer am gestrigen Abend in der Wilfried-Dietrich-Halle in Schifferstadt, geprägt von Spannung und internationaler Klasse. Für den überschwänglichsten Enthusiasmus sorgten allerdings die beiden deutschen Athleten im VfK-Kader, welche in Person von Marvin Scherer und Ilyas Özdemir jeweils erstklassige Leistungen abrufen konnten. Den Auftakt machte der ringende Teammanager Scherer, dem der Deutsche Vizemeister des Jahres 2018, Alexander Ginc, gegenüberstand. Scherer war von Beginn an der aktivere Mann und ließ seinem Kontrahenten letztlich keine Chance. Da die Eislebener keinen zweiten deutschen Athleten in den vorgeschrieben Gewichtsklassen aufbieten konnten, führten die VfK’ler bereits im Vorfeld mit 6:0 und bauten den Vorsprung durch den Scherer-Sieg auf zwei weitere Mannschaftszähler aus. Fatih Cakiroglu konnte im Anschluss wiederholt nicht an die Leistungen vergangener Tage anknüpfen und verletzte sich zu allem Überfluss auch noch in der zweiten Kampfhälfte, weshalb der ehemalige Europameister gleich drei Punkte abgab. Gewohnt souverän und clever agierte dagegen Zelimkhan Abakarov im Folgekampf, der seinen hochkarätigen Gegner Akhmednabi Gvarzatilov mit 6:2 schlug und die Fans jubeln ließ. Dies sollte dem bis dato ungeschlagenen Sanal Semenov im letzten Kampf vor der Pause nicht gelingen, welcher sich seinem russischen Landsmann Azamat Akhmedov geschlagen geben musste. Beim 3:3-Unentschieden ging die letzte Wertung an den Eislebener und besiegelte damit die erste Niederlage Semenovs auf deutschem Boden. Zuvor verlor auch Jawid Hamzatov gegen den starken Russen Kantemir Magomedov, sodass der Vorsprung zur Pause auf nur noch vier Punkte schrumpfte. Diesen Trend konnte auch Alik Shebzukov nicht stoppen, der nach der Halbzeitpause auf den mehrmaligen WM/EM-Medaillengewinner Ali Shabanov traf und hauchdünn unterlag. Für kollektives Aufatmen sorgte dann allerdings Murshid Mutalimov, der über den Eislebener Magomedshapi Gadzhiev hinwegfegte und nach fünf Minuten technisch überhöht gewann. Der Kampf des Abends folgte umgehend, als Ilyas Özdemir auf den hochdekorierten ehemaligen russischen Meister Ssruko Kudzokov traf. Selten zuvor brachte eine drohende Niederlage die Massen in der Schifferstadter Wilfried-Dietrich-Halle derart zum Kochen, doch der deutsche Außenseiter wehrte sich gegen den aggressiv auftretenden Eislebener, welcher die Stimmung mit provokanten und respektlosen Gesten zusätzlich anheizte, vehement. So gab Özdemir letztlich nur zwei Mannschaftszähler ab, was im VfK-Lager wie ein Sieg gefeiert wurde. Die Gesamtbegegnung war jedoch weiterhin offen und auch Yuri Denisov konnte die Entscheidung anschließend nicht herbeiführen, verlor sein Aufeinandertreffen mit Hasan Aliyev allerdings lediglich 0:3, sodass zumindest ein Remis vor der letzten Paarung gesichert werden konnte. Akhmed Shokumov traf nun auf den Eislebener Ismael Engin, ließ jedoch zu keiner Zeit Zweifel aufkommen und beherrschte seinen Kontrahenten nach Belieben. Letztlich setzte sich der Schifferstadter mit 9:0 durch und bescherte seinen Mannen einen verdienten Erfolg. Am 12.10. empfängt der VfK den SV Germania Weingarten in der heimischen Wilfried-Dietrich-Halle und kann sich für die Auftakt-Pleite revanchieren.

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