DRL: Halbfinale gebucht

Nach der Niederlage zum Rückrundenauftakt gegen den SV Germania Weingarten, rehabilitierte sich die VfK-Staffel am vergangenen Wochenende gegen die Mannschaft des ASV Nendingen und siegte mit 15:11. Den Schifferstadtern ist die Halbfinalteilnahme zwei Kampftage vor Ende der Hauptrunde damit nicht mehr zu nehmen, sodass man den abschließenden Begegnungen ohne jeglichen Druck entgegenblicken darf.

Das Trainergespann Bayram/Scherer musste im Vorfeld des Kampfabends auf das russische Top-Duo Zelimkhan Abakarov sowie Ilyas Bekbulatov verzichten, weshalb der amtierende WM-Fünfte Andrey Kviatkovski sein Debüt für den VfK gab. Der letztjährige Stammringer Lasha Talakhadze kam ebenfalls erstmals in der laufenden Runde zum Einsatz und stellte sich eine Gewichtsklasse höher, in den Dienst der Mannschaft.                                                          Das Duell begann vielversprechend für die Gastgeber. Zhora Abovian stand wie schon im vergangenen Jahr seinem Kontrahenten Veaceslav Mamulat gegenüber und untermauerte erneut seine technische Überlegenheit, welche ihm nach drei Minuten die volle Punktzahl einbrachten. Schwergewichtler Daniel Ligeti musste sich im Anschluss mit dem knapp 20 Kilogramm leichteren Nicolae Ceban auseinandersetzen und behielt in einem unspektakulärem Aufeinandertreffen sicher mit 4:0 die Oberhand. 6:0 führte der VfK somit zum Auftakt, was sich jedoch umgehend ändern sollte. Rückkehrer Lasha Talakhadze wusste Routinier Andrei Perpelita im Folgekampf nur wenig entgegenzusetzen un musste sich vorzeitig geschlagen geben. Halbschwergewichtler Javid Hamzatov sorgte anschließend jedoch wieder für Beruhigung im VfK-Lager und setzte sich gegen den ukrainischen Top-Mann Andrii Gladkykh mit einem 2:0-Punktsieg durch. Die 7:4-Führung schien Pavel Saleev im Abschlusskampf vor der Pause sogar noch ausbauen können, bis dessen Gegner Donior Islamov doch noch aufdrehte und den mit 5:0 in Front liegenden VfK’ler, 40 Sekunden vor Ende, überrraschend auf die Schultern brachte. Somit übernahmen die Gäste zur Pause wieder die Führung.

Doch die Schifferstadter hatten aufgrund der ausstehenden Paarungen weiterhin die Favoritenrolle inne, vor allem weil die Nendinger auf den letztjährigen Weltmeister Zurabi Iakobishvili verzichten mussten, was sich im Anschluss bemerkbar machen sollte. Zunächst zeigte allerdings der Nendinger Yabrail Hasanov seinem Gegenüber Patryk Dublinowski die Grenzen auf, der sich gegen den Olympiadritten von Rio allerdings tapfer wehrte und so lediglich zwei Mannschaftspunkte abgeben musste. Diese Niederlage wusste Andrey Kviatkovski danach umgehend zu kontern, fuhr gegen den jungen Vitalie Bunici den erwartet klaren Sieg ein und ergatterte vier Zähler für sein Team, welches nun wieder in Führung ging. Nun sollte das Highlight des Abends folgen, der Kampf auf den alle Zuschauer warteten und welcher schon alleine das Eintrittsgeld wert gewesen wäre – Alan Ostaev gegen Zhan Belenyuk. Während der VfK-Athlet bisher als punktbester Ringer der gesamten Liga überzeugte, stand ihm mit Zhan Belenyuk der amtierende Vize-Weltmeister zum Kampf der Giganten gegenüber. Belenyuk startete stark, wusste seine physische Überlegenheit am Boden auszunutzen und drehte den Ostaev gleich zwei Mal, womit der Nendinger mit 4:0 in Führung gehen konnte. Der Vfk’ler ließ dies allerdings nicht auf sich sitzen, punktete nach großer Energieleistung ebenfalls, doch trotz des 4:4-Ausgleichs hieß der Sieger nach sechs Minuten, aufgrund der Mehrzahl an höheren Wertung, Zhan Belenyuk. Auch der Gesamtstand war nun wieder ausgeglichen, aber sowohl Kazbek Kilov als auch Vasyl Mikhailov ließen ihren Kontrahenten zum Abschluss keine Chance und sorgten so für den Heimsieg des VfK.

Kommende Woche reist die VfK-Staffel zu amtierenden Deutschen Meister KSV Ispringen und möchte dort den zweiten Tabellenplatz festigen.

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