DRL-Titel zum Greifen nah

Die Chance, nach 14 Jahren ohne Titel, endlich wieder eine Trophäe in die Höhe zu stemmen, scheint in diesen Tagen so groß wie selten zuvor beim einst so erfolgsverwöhnten Rekordmeister aus Schifferstadt. Acht Punkte beträgt der Vorsprung, welchen der VfK durch den 15:7-Erfolg im Final-Hinkampf heraus arbeitete und nun ins Ziel bringen muss. Doch es bleiben zehn ausstehende Paarungen, die am kommenden Samstag, 19.30 Uhr, in der Weingartener Walzbachhalle ausgetragen werden müssen, ehe der VfK Gewissheit hat, ob der lang ersehnte Wunsch in Erfüllung geht.
„Der Vorsprung nach dem ersten Aufeinandertreffen liest sich natürlich gut, katapultiert uns aber folgerichtig in die Lage des klaren Favoriten. Genau dieser Umstand macht die Situation gleichermaßen trügerisch“, warnt Griechisch-römisch-TrainerMarkus Scherer. Tatsächlich gab es in der Vergangenheit des Mannschaftsringens schon so einige furiose Finalkämpfe, in denen ähnliche Ausgangskonstellationen zu kleinen sportlichen Wundern führten. „Der VfK stand in seiner Historie schon in so vielen Endkämpfen. Wir haben mittlerweile alles erlebt und wissen, dass ein Finale auch eigene Gesetze hat. Das erlaubt uns keinen Übermut. Dennoch sind wir natürlich extrem motiviert, den Titel endlich wieder nach Hause zu bringen“ so der Coach.
Es sind die üblichen Aussagen, die man derzeit in der Rettichstadt vernimmt, wenngleich die optimistische Grundhaltung im VfK-Lager überwiegt. Dennoch ist man sich bewusst, dass lediglich ein Duell alle Vorzeichen umkehren kann. „Wenn nur ein Favorit wackelt und dem Gegner ungeahnte Punkte beschert, kann sich das Momentum sofort drehen. Der letztwöchige „Kampf der Giganten“ zwischen Valdez und Bajrang steht dafür exemplarisch“, weiß Freistil-Coach Erol Bayram, worauf es ankommt.
„Wir arbeiten derzeit noch akribischer als in der Vorwoche. Unsere Athleten sind allesamt bestens vorbereitet, aber auch enorm wissbegierig, um sich im Vergleich zum Vorkampf nochmal etwas zu steigern“, so Bayram. Aber auch die Germanen werden sicherlich nicht schlafen und dem VfK alles entgegensetzen.
In puncto Personal lässt sich das Trainergespann wie gewohnt nicht in die Karten schauen. „Wir haben viele Optionen. Unsere Eindrücke aus den vergangenen Kämpfen werden sicherlich den Ausschlag geben, wen wir ins Rennen schicken. Das Gros hat seinen Platz in der laufenden Runde mit starken Leistungen gesichert, aber weitere personelle Überraschungen will ich dennoch nicht ausschließen“, gibt sich Erol Bayram bezüglich seiner Staffel informationskarg. Nichtsdestotrotz darf man sich erneut auf einen spektakulären, hochattraktiven Ringsportabend freuen, am dem sich nicht nur die beiden besten Deutschen Mannschaften gegenüberstehen, sondern auch die frenetischsten Fanclubs, welche defintiv wieder für eine außergewöhnliche Atmosphäre sorgen werden.
Die Jagd nach dem elften Titel der Vereinsgeschichte dürfte die Stimmung beim Schifferstadter Anhang sicherlich beflügeln, wenn Fahnen und Trompeten eine historische Nacht einleiten!

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