DRL – VfK erwartet SV Germania Weingarten

Am kommenden Samstag, 19:30 Uhr, gastiert der amtierende Deutsche Mannschaftsmeister SV Germania Weingarten in der Schifferstadter Wilfried-Dietrich-Halle und trifft dort auf die Staffel des VfK 07.

Nachdem bisher alle Teams der Deutschen Ringerliga (DRL) jeweils einmal gegeneinander angetreten sind, begegnen sich die beiden Mannschaften bereits zum zweiten Mal in der laufenden Saison. Zum Rundenauftakt reisten die Rettichstädter ins Badner Land und triumphierten dort sensationell mit 18:3. Nur fünf Wochen später haben die Germanen nun die Möglichkeit, die Auftakt-Schlappe vergessen zu machen und werden versuchen, dem VfK das Leben so schwer wie möglich zu machen. Lief es für die Heinzelbecker-Staffel im ersten Duell noch wider Erwarten äußerst unglücklich, während der VfK, dem quasi alles gelang, einen Sahnetag erwischte, so darf bei realistischer Einschätzung der Paarungen am kommenden Samstag, eine ganz enge Kiste erwartet werden. Zudem haben die Gäste in Person von Magomed Kadimagomedov und Magomed Nurov zwei absolute Sieggaranten in ihren Reihen, die in Weingarten noch fehlten. Ob der Weingartener Weltklassemann Alejandro Valdez, der vergangene Saison keinen Geringeren als Weltmeister Frank Chamizo spektakulär schulterte, wieder mitwirken kann, ist weiterhin offen. Beim VfK wird es hingegen aufstellungstechnisch wohl keine Überraschungen geben. Lasha Talakhaszde, der sich nach seinen beiden Niederlagen erholt hat, muss in der leichtesten Gewichtsklasse gegen Alexandru Chirtoaca antreten, den er im Hinkampf besiegen konnte, weswegen der georgische Freistilspezialist die Favoritenrolle einnehmen sollte. Diese hat anschließend auch Schwergewichtler Iakobi Kajaia inne, der Johann Euren im ersten Duell deutlich bezwang. Allerdings wird sich der Schwede dieses Mal sicherlich noch besser auf den Georgier einstellen und mit all seiner Routine einen engeren Kampfausgang anstreben. Levani Kavjaradze wird seinen Schultererfolg gegen Maxim Mamulat sicherlich nur schwer wiederholen können, ganz im Gegenteil dürften sich die Zuschauer hier auf ein enges Leichtgewicht-Duell einstellen, welches für das Gesamtergebnis von großer Bedeutung sein könnte. Direkt im Anschluss trifft Mamuka Kordzaia vermutlich nicht wieder auf William Harth, sondern auf den enorm starken Freistil-Halbschwergewichtler Magomed Nurov, gegen den sich der VfK’ler strecken muss. Im letzten Kampf vor der Halbzeitpause geht Maxim Perpelita für die Hausherren an den Start und erwartet im Freistil-Leichtgewicht Dimitri Malenkov, den er in Weingarten ein ums andere Mal auskonterte und erneut bezwingen möchte.

Nach der Pause begegnen sich der noch ungeschlagene Georgi Melia und Maksim Safaryan im Greco-Halbschwergewicht, wo Melia im Vorkampf wichtige, nicht unbedingt erwartete Punkte für den VfK einheimste, die gegen den erfahrenen Russen aber auch jetzt wieder enorm hoch hängen.

Die positivste Überraschung der noch jungen Saison ist zweifelsohne Patryk Dublinowski, der bisher lediglich gegen einen der besten Bundesligaringer der vergangenen Jahre, Piotr Ianulov, ganz knapp verlor. Auch Germane Georgii Rubaev musste sich dem Schifferstadter geschlagen geben und will sich nun sicherlich revanchieren.
Dem ehemaligen Olympiadritten Manukhar Tskhadaia könnte ein erneutes Aufeinandertreffen mit Ringer-Legende Adam Juretzko bevorstehen, der es Tskhadaia in Weingarten lange schwer machte und haarscharf verlor. Aber auch Ionut Panait könnte im Greco-Weltergewicht für den SVG auf die Matte gehen.

Wiedergutmachung möchte sicherlich Tariel Gaphrindashvili betreiben, welcher im vergangen Heimkampf gegen Ispringen, unerwartet deutlich die volle Punktzahl abgab und den so gut wie entschiedenen Kampf wieder spannend machte. Allerdings wird ihm mit Magomed Kadimagomedov ein Freistilkünstler gegenüberstehen, gegen den der junge Georgier eine Niederlage zunächst in Grenzen halten muss. Im abschließenden Kampf haben die Germanen den noch ungeschlagenen Ex-Köllerbacher Jan Fischer in ihren Reihen. Ob der VfK hier den zuletzt kranken Ilyas Özdemir oder den international erfolgreichen Zurabi Datunashvili auf die Matte schicken, ist allerdings noch offen.
Tabellarisch ist die Begegnung darüber hinaus für beide Seiten von enorm hoher Bedeutung. Während sich die Mannen des Trainergespanns Bayram/Scherer mit einem Erfolg bereits etwas absetzen könnten, würde der SVG mit einem Sieg gleichziehen. Somit werden beide Trainerteams zwangsläufig dafür sorgen, ihre nominell beste Mannschaft auf die Matte zu bekommen, welche sicherlich wieder großen Ringsport garantierten werden.

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