DRL: VfK startet mit Niederlage in Weingarten

Einen spannenden wie auch hochklassigen Kampf verlor der VfK zum Auftaktduell der Deutschen Ringerliga am vergangenen Samstag beim SV Germania Weingarten mit 12:11.
Eine runderneuerte VfK-Mannschaft wurde den Fans im Vorfeld präsentiert, wobei gleich sieben Neuzugänge auf der Matte standen.
Den Beginn machte Georgi Vangelov, welcher bereits in der Saison 16/17 im VfK-Kader stand, allerdings verletzungsbedingt keinen Kampf absolvieren konnte. Der Bulgare bewies eindrucksvoll, warum Freistil-Coach Erol Bayram auf dessen Dienste nicht verzichten wollte und besiegte U-23-Weltmeister Reineri Andreu deutlich mit 10:5. Den Traumstart konnte Publikumsliebling Iakobi Kajaia im Folgekampf jedoch nicht veredeln und verlor gegen den starken Kubaner Oscar Pino seinen ersten Kampf in Deutschen Ringerliga, nachdem der Georgier im vergangenen Jahr noch ungeschlagen blieb. Hoffnungslos unterlegen war im Anschluss Elchin Ibragimov, der gegen den körperlich wesentlich stärkeren Maxim Mamulat mit 0:15 unter die Räder kam und die volle Punktzahl abgab. Somit war der verheißungsvolle Start umgehend egalisiert, was sich nach der überraschenden Niederlage des Vize-Europameisters Aleksandr Hushtyn auch nicht bessern sollte. Immerhin konnte Murshid Mutalimov seine Niederlage gegen Weltklassemann Alejandro Valdez  auf ein Minimum reduzieren, sodass es zur Pause 8:2 für die Germanen stand.
Der Gäste hatten allerdings noch einige Asse im Ärmel, weshalb man sich im VfK-Lager durchaus noch Hoffnungen machen durfte, den Saisonstart mit einem Erfolg zu feiern. Mittelgewichtler Alan Ostaev startete die Aufholjagd gegen den mehrmaligen Deutschen Meister Jan Fischer und heimste drei wichtige Mannschaftspunkte ein. Das Highlight aus VfK-Sicht lieferte Ramaz Zoidze, welcher Ionut Panait mit einem Punktefeuerwerk direkt zu Beginn überraschte und nach einem überzeugenden 14:2-Punktsieg ebenfalls drei Mannschaftspunkte sicherte, die bei noch drei ausstehenden Duellen für den 8:8-Ausgleich sorgten. Patryk Dublinowski musste im Anschluss die eingerechnete Niederlage hinnehmen, hielt diese jedoch in Grenzen, sodass der vorher erwartbare Schlüsselkampf zwischen Vasyl Milhail und Magomed Kadimagomedov den Ausschlag geben sollte. Der VfK’ler ging früh in Führung, wurde dann aber mit einer sehenswerten Viererwertung des Russen eiskalt erwischt. Diesen Rückstand konnte der junge Ukrainer nicht mehr wettmachen, sodass der SVG vor dem letzten Kampf mit 4 Punkten in Führung ging. Dimitri Petaikin auf VfK-Seite musste nun gegen Altmeister Adam Juretzko das nahezu Unmögliche möglich machen, um zumindest das Remis zu retten, doch der erfahrene Ex-VfK’ler ließ lediglich neun Zähler zu, sodass es der stark ringenden Petaikin nur drei Punkte für sein Team mitnehmen konnte. Damit war die hauchdünne Auftaktpleite besiegelt, welche jedoch keinesfalls für traurige Gesichter sorgte, da man wiederholt Spitzensport begutachten durfte, den es in Deutschland, in dieser Form, bisher nur selten gab. In der kommenden Woche reisen die Bayram/Scherer-Schützlinge nach Nendingen und wollen dort wichtige Zähler im Kampf um das Halbfinale mitnehmen.

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