´╗┐ VfK 07 Schifferstadt - Faszination auf und an der Matte

Finale zum Greifen nah

VfK feiert richtungweisenden Ausw├Ąrtssieg

Einen erneut hochklassigen wie auch spannenden und emotionalen Fight lieferten sich der VfK 07 Schifferstadt und der SV Germania Weingarten am gestrigen Samstagabend, in der Weingartener Mineralix-Arena.

Bereits zum dritten Mal in der laufenden Saison trafen beide Vereine aufeinander und auch im dritten Anlauf sollte es den Germanen nicht gelingen, den VfK zu bezwingen.

Letztlich siegte die Staffel des Trainergespanns Scherer/Bayram mit 13:10 und steht nun mit einem Bein im Finale der Deutschen Ringerliga.
Spannung war bereits im Vorfeld des Kampfabends geboten, denn sp├Ątestens nach dem Wiegen waren alle gut geh├╝teten Geheimnisse gel├╝ftet, welche sich unter Woche im Aufstellungspoker angestaut hatten. So zauberten die VfK-Verantwortlichen erstmals den amtierenden U23-Vize-Weltmeister Lasha Gobadze aus dem Hut, w├Ąhrend die Germanen mit dem eigentlichen Weltergewichtler Magomed Kadimagomedov im Mittelgewicht ├╝berraschten.

Den Auftakt machten „Routinier“ Vugar Ragimov und „Youngster“ Nugsari Tsurtsumia, der seiner Favoritenstellung gerecht wurde und die ersten beiden Mannschaftspunkte f├╝r den VfK sicherte. Gro├če Probleme hatte im Anschluss hingegen Daniel Ligeti, welcher mit der Schnelligkeit und Geschmeidigkeit seines 21,9 kg leichteren Kontrahenten nur bedingt zurechtkam, die Niederlage nach fr├╝hem 0:4-R├╝ckstand allerdings noch in Grenzen halten konnte und ebenfalls zwei Mannschaftspunkte abgab. Somit war der Gesamtstand nach zwei Begegnungen wieder ausgeglichen. Im Folgekampf musste sich VfK’ler Maxim Perpelita der unglaublichen Klasse des kubanischen Griffek├╝nstlers Alejandro Valdez beugen und wurde nach lediglich 30 Sekunden auf die Schultern bef├Ârdert. Gut, dass Georgi Melia die aufgetaute Stimmung in der Mineralix-Arena umgehend d├Ąmpfte und Widersacher Maksim Safaryan bei seinem 6:2-Erfolg keine Chance lie├č.

Unsch├Âne Szenen gab es leider im Anschluss des hitzigen Duells, welche man trotz aller Emotionen und Rivalit├Ąt nur ungerne sieht.

Doch dies tat dem tollen Kampfabend keinen Abbruch, denn der darauf folgende Kampf zwischen Maxim Mamulat und Levani Kavjaradze versprach einmal mehr Ringsport der Extraklasse. Nachdem sich der Schifferstadter Kavjaradze in den vorausgegangen beiden Duellen durchsetzte, behielt an diesem Abend der SVG-Athlet die Oberhand und holte nach einigen zumindest fragw├╝rdigen Entscheidungen gar zwei Punkte f├╝r seine Staffel. Somit f├╝hrten die Germanen zur Halbzeitpause 8:4, sodass jegliche Prognosen der anwesenden Ringerexperten einen komplett offenen Kampfverlauf vorhersagten. Doch bereits im ersten Duell nach der Pause avancierte Halbschwergewichtler Mamuka Kordzaia aus VfK-Sicht zum Gewinner des Abends, der w├Ąhrend seiner Passivit├Ątszeit, zehn Sekunden vor Schluss, einen Angriff erfolgreich durchbrachte und mit seinem 3:0-Punktsieg gleich zwei Mannschaftspunkte ergatterte. Dadurch schlug das Pendel wieder etwas in Richtung VfK. Zurabi Erbotsonashvili hatte anschlie├čend nur wenig M├╝he, gegen den Weingartener Georg Harth zum 8:8 Zwichenststand auszugleichen und ebnete den Weg f├╝r Lasha Gobadze, der mit einem fulminanten Auftritt f├╝r gro├čen Jubel bei den VfK-Anh├Ąngern sorgte und den bis dahin ungeschlagenen, aber nach frisch auskuriertem Muskelfaseriss nicht ganz fit wirkenden Jan Fischer, mit 9:0 bezwang. Infolgedessen hatte Mannukhar Tskhadaia die gro├če M├Âglichkeit, den Kampf schon im vorletzten Duell zu entscheiden. Gegen SVG-Urgestein Ionut Panait diktierte der erfahrene Georgier zwar stets das Geschehen, tat sich jedoch vor allem am Boden enorm schwer. Dennoch sollte der Schifferstadter die n├Âtigen Punkte einfahren und machte durch einen 4:0-Sieg alles klar. 13:8 f├╝hrte die VfK-Staffel vor der letzten Begegnung und war damit nicht mehr einzuholen. Schade, dass Patryk Dublinowski im Abschlusskampf seine beherzte Leistung nicht in einen Sieg umwandeln konnte und mit der Schlusssirene noch auf die Verliererstra├če geriet. Am Ausw├Ąrtssieg sollte dies allerdings nichts mehr ├Ąndern, weshalb die VfK-Fans im Anschluss ihrer Freude freien Lauf lie├čen und den so eminent wichtigen Ausw├Ąrtserfolg samt Trainerteam, Mannschaft und Betreuerstab ausgelassen feiern durften.

Somit ben├Âtigen die Mannen aus der Rettichstadt nur noch lediglich einen Sieg aus den verbleibenden drei Begegnungen, um das Finale der Deutschen Ringerliga aus eigener Kraft zu erreichen.

Weiter geht es beim VfK jedoch erst am 05.01.18, wenn der ASV Nendingen zu Gast ist, da der f├╝r n├Ąchste Woche, Samstag 16.12., angesetzte Kampf gegen den KAV Eisleben kurzfristig auf den 12.01.18 verlegt wurde.

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