Herzschlagfinale: VfK siegt 11:10 gegen KSV Ispringen

Aus dem Schifferstadter Tageblatt – von Kurt Claus

Spannung bis in die letzte Sekunde/Hohe VfK-Siege geben Ausschlag

Schifferstadt (kc). Der Wunsch von Greco-Trainer Markus Scherer, Alexander Leipold freundlich zu empfangen aber mit leeren Händen nach Hause fahren zu lassen ging in Erfüllung. In einem atemberaubenden Bundesligakampf in der Deutschen Ringerliga (DRL) behielt der gastgebende VfK mit 11:10 gegen Spitzenreiter KSV Ispringen die Nase vorn und löste die Leipold-Staffel an der Spitze ab. Die DRL versprach bei ihrer Gründung Ringsport auf Spitzenniveau und wenn sich auch nur fünf Mannschaften bis jetzt darin tummeln, was beide Mannschaften am Samstagabend in der Wilfried-Dietrich-Halle auf die Matte brachten, war eine Delikatesse, auch wenn bei Ispringen der Weltmeister im Schwergewicht Riza Kayaalp fehlte. „Ich hätte gern gewonnen“, meinte nach der Begegnung Ispringens Trainer Alex Leipold. „Wir haben Punkte liegen lassen, wo es nicht eingeplant war, dafür haben wir Punkte geholt, mit denen wir nicht gerechnet hatten“, erklärte der ehemalige Ausnahmeringer.

Sechs Kämpfe hat seine Staffel gewonnen, nur vier der VfK, doch heimste er die höheren Siege ein. Wie den von Iakobi Kajaia gegen Beka Kandelaki, der nach 2.07 Minuten und 14:0-Führung den Ispringer auf die Schulter legte. Zuvor zeigte Lasha Talakhadze gegen den immer noch starken Anatolii Buruian Durchhaltevermögen und gab beim 4:9 nur zwei Punkte ab. Stark die Vorstellung von Levani Kavjaradze gegen den Ex-Europameister und Olympia-Bronzemedaillengewinner Roman Amoyan, den er mit 10:0 besiegte und drei Punkte kassierte. Mamuka Kordzaia gab bei der 3:4-Niederlage gegen den Russen Yuri Belonowski nur einen Zähler her, war aber enttäuscht, denn er lag mit 3:0 in Führung. Maxim Perpelita musste sich gegen Maxim Sacultan mit 3:4 geschlagen geben, nachdem er den 0:2-Rückstand zwischenzeitlich nach einem Beinangriff auf 3:2 umkehrte. Dann wollte er zu viel, lief in einen Konter und gab einen Mannschaftspunkt ab. Das 7:4 zur Pause war ein hauchdünnes Polster für den VfK nach zwei Siegen und drei Niederlagen. Mit einem erlösenden Freudenschrei feierte Georgi Melia den 3:1-Erfolg über den routinierten Ardo Arusaar. Benachteiligt sahen die VfK-Anhänger Manukhar Tskhadaia gegen Igor Besleaga, der routiniert dem VfK’ler zwei Verwarnungspunkte beibrachte. „Patryk ist in guter Verfassung“, hatte Trainer Markus Scherer schon vor der Begegnung gesagt und dies sollte sich im Kampf gegen Carsten Kopp bewahrheiten. Der VfK’ler ließ Kopp keine Chance, siegte mit 9:0 und brachte den VfK mit 11:5 in Führung. Aber das Polster war kein Ruhekissen, denn allzu forsch ging es Tariel Gaphrindashvili gegen Vize-Europameister David Tlashadze, versuchte es immer wieder und lief in Konter, die es dem Ispringer leicht machten zu punkten. Etwas cleverer und die Niederlage wäre nicht so hoch ausgegangen wie das 7:24. Spektakulär gerungen für die Ränge, aber der VfK büßte vier Punkte ein und es stand 11:9 vor dem letzten Kampf. Hier stand auf Ispringer Seite Neven Zugaj, beim VfK erstmals in der Staffel Zurabi Datunashvili. Er durfte keine zwei Punkte abgeben und das tat er in packender Weise bis in die letzte Sekunde und sicherte damit den hauchdünnen 11:10-Erfolg.

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