Topkampf in der DRL

VfK und Ispringen läuten Rückrunde ein

Nur vier Wochen nach dem dramatischen und hochklassigen Aufeinandertreffen der beiden führenden Teams der deutschen Ringerliga, kommt es am kommenden Sonntag, 18 Uhr, zum erneuten Duell der Giganten. Der Spitzenreiter VfK 07 Schifferstadt reist zum direkten Verfolger KSV Ispringen und möchte dort seine bisherige Vormachtstellung untermauern.

Doch auch die Ispringer wollen nach der bitteren 10:11-Pleite im Hinkampf noch eine Scharte auswetzen, weshalb eine ähnlich spannende Begegnung erwartet werden darf, wenngleich sich die Voraussetzungen in personeller Hinsicht etwas ändern werden. Da zur Rückrunde die Stilarten in der obersten (130 kg) und untersten (59 kg) Gewichtsklasse getauscht werden, werden die Schifferstadter zwangsläufig auf Iakobi Kajaia sowie Lasha Talakhadze verzichten müssen. Für Freistilspezialist Lasha Talakhadze wird nun im klassischen Stil Landsmann Nugzari Tsurtsumia auf die Matte gehen, während die Frage nach der Besetzung in der 130 Kilo-Klasse weiterhin offen ist. Die dort angedachten Türken Fatih Yasarli und Riza Yildirim sowie Ungar Daniel Ligeti sind aufgrund der angedrohten Sperren, im Vorfeld des Rundenstarts, wohl weiterhin nicht verfügbar, weshalb sich der VfK hier etwas einfallen lassen muss.

Im Vergleich zum Hinkampf wird zudem wieder Ilyas Özdemir antreten können, der damals noch krankheitsbedingt ausfallen musste. Doch auch auf Ispringer Seite wird es sicherlich einige Wechsel geben. Vor allem im Schwergewicht sind die Badener hervorragend aufgestellt. Zwar wird man die Klasse des Olympiasiegers Taha Akgül, ähnlich wie die der türkischen Asse im Schifferstatder Aufgebot, wohl nicht bestaunen können, doch in Robert Baran und Levani Berianidze hat der KSV gleich zwei weitere
internationale Topathleten in seinen Reihen, die den VfK vor große Herausforderungen stellen. Aber auch die unterste Gewichtsklasse, abgedeckt durch Anders Rönningen und Roman Amoyan, kann sich sehen lassen, weshalb der junge „Nugo“ Tsurtsumia hier Schwerstarbeit verrichten muss, um den Auftaktkampf siegreich zu gestalten. Ebenfalls vor vier Wochen noch nicht auf der Matte, war der Freistil-Weltergewichtler Israil Kasumov, der aus VfK-Sicht wohl kaum zu bezwingen ist.

Umso wichtiger werden darum die vermeintlichen 50:50-Duelle, die der VfK bestenfalls alle für sich entscheiden sollte. Manukhar Tskhadaia sinnt nach der knappen, unglücklichen Niederlage gegen Igor Besleaga ebenso auf Rache, wie Maxim Perpelita, welcher gegen Landsmann Maxim Sacultan erst mit der Schlusssirene noch zwei Punkte gegen sich hinnehmen musste und damit 3:4 verlor. Dagegen gilt für Georgi Melia, seinen Erfolg aus dem Hinkampf zu wiederholen, doch mit Ardo Arusaar wartet ein erneut harter Brocken. Ähnlich sieht es bei Levani Kavjaradze und Patryk Dublinowski aus, die mit ihren deutlichen Siegen im Hinkampf zusammen mehr als die Hälfte der Gesamtpunkte einfahren konnten. Schwer hat es dagegen Mamuka Kordzaia, auf den vermutlich der russische Ausnahmeathlet Yuri Belonowski wartet.

Doch wen auch immer Alex Leipold für den KSV und das Trainergespann Markus Scherer/Erol Bayram für den VfK auf die Matte schicken, es werden mit ziemlicher Sicherheit wieder etliche Kämpfe der Extraklasse geboten, bei denen vor allem der Zuseher auf seine Kosten kommen wird.

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