Unerwarteter 18:3-Kantersieg für VfK Schifferstadt

Aus dem Schifferstadter Tageblatt

Offener Schlagabtausch gegen SV Germania Weingarten

Weingarten (red). Der VfK Schifferstadt hat einen traumhaften Einstand in die deutsche Ringerliga (DRL) gefeiert. Mit 18:3 gelang der Mannschaft der Trainer Erol Bayram (Freistil) und Markus Scherer (griechisch-römisch) ein nie für möglich gehaltener Kantersieg beim deutschen Meister SV Germania Weingarten. „Wir sind natürlich sehr, sehr glücklich über dieses Ergebnis, aber das Endergebnis blendet natürlich auch ein bisschen. Es waren tolle, tolle Kämpfe“, sagte Murat Ögat, Geschäftsführer der VfK Schifferstadt UG. Vor 650 Zuschauern in der vollen Mineralix-Arena in Weingarten lieferten sich beide Staffeln einen offenen Schlagabtausch, dessen Ausgang auch Erol Bayram überraschte. „Im Vorfeld habe ich mir ausgerechnet, dass wir, wenn es normal läuft, mit drei Punkten Unterschied gewinnen können, aber als es zur Pause 13:0 für uns stand, waren wir natürlich auch verblüfft. Man muss auch sagen, es ist sehr, sehr gut für uns gelaufen. Es waren viele Kämpfe auf Augenhöhe“, kommentierte der Freistil-Trainer.

Bereits der Auftakt verlief optimal für die Schifferstadter. In der Klasse bis 59 Kilogramm feierte der Georgier Lasha Talakhaszde einen 6:2-Punktesieg gegen den Moldawier Alexandru Chirtoaca. Für einen Paukenschlag sorgte danach der georgische Olympia-Neunte von Rio im Schwergewicht, Iakobi Kajaia, der den mehrfachen Medaillengewinner bei internationalen Meisterschaften, den Schweden Johann Euren, mit 9:0 demontierte. Den nächsten Dämpfer versetzte Levani Kavjaradze im Griechisch-Römisch-Leichtgewicht den Weingartenern. Nach 2:14 Minuten schulterte er Maxim Mamulat und brachte den VfK mit 9:0 in Front. Und es ging weiter: Mamuka Kordzaia machte es gegen William Harth spannend und gewann beim 2:2-Endstand, weil er die letzte Wertung erzielt hatte. Den Schlusspunkt setzte Maxim Perpelita, der im Freistil-Leichtgewicht Dimitriy Malenkov mit 9:0 abfertigte.

Im ersten Kampf nach der Pause setzte Georgi Melia mit dem 5:1-Punktsieg gegen Maksim Safaryan den VfK-Siegeszug fort. Weingartens Urgestein Adam Juretzko musste sich an seinem 46. Geburtstag trotz großer Leistung dem VfK-Georgier Manukhar Tskhadaia mit 4:5 nur hauchdünn geschlagen geben, während der Schifferstadter Patryk Dublinowski seinen Widersacher Georgii Rubaev mit 6:2 bezwang. Die letzten beiden Kämpfe gingen an Weingarten. Im Freistil-Weltergewicht bezwang Georg Harth sein Gegenüber Tariel Gaphrindashvili 6:4 und am Ende gelang dem EM-Zweiten von 2007, Jan Fischer, ein 5:0-Punktsieg gegen Ilyas Özdemir. „Es hat sich ausgezahlt, dass ein Großteil unserer Ringer schon eine Woche hier ist. So konnten sie sich kennenlernen und man hat gespürt, dass schon ein Teamfeeling da ist“, schilderte Erol Bayram. Der sportlich gelungene Auftakt in der neuen Liga wurde überschattet von Mitte der vergangenen Woche vom Weltverband UWW angedrohten und verhängten Sperren gegen viele Sportler auf den Kaderlisten der DRL, wie die DRL auf ihrer Webseite vermeldet. Beim Duell zwischen Eisleben und Ispringen, das vorläufig 8:11 endete, hätten zwei Ringer diesen Drohungen kurzfristig nachgegeben und sind deshalb nicht auf die Matte gegangen. Die beiden Einzelduelle sollen nachgeholt werden. Die DRL behält sich nach eigenen Angaben rechtliche Schritte vor, um gegen diesen Eingriff in ihren Ligabetrieb vorzugehen.

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