Unfassbar: Denis holt Olympia-Bronze

Unfassbar, überragend – einfach sensationell: Denis Kudla hat bei den Olympischen Spielen in Rio die Bronzemedaille errungen. Was der 21jährige VfKler am gestrigen 15. August auf die Matte zauberte ist einfach fantastisch.

Auf dem Weg zur Medaille hatte der erst 21-jährige Denis Kudla einige Brocken aus dem Weg zu räumen, denn er hatte ein richtig hartes Los erwischt. Bis auf Weltmeister Zhan Belenyuk tummelten sich alle Favoriten im unteren Teilnehmerfeld und befanden sich somit auf Kudlas Weg zu einer Medaille.
Nichts desto trotz startete der Schifferstadter perfekt ins Turnier. In der Qualifikation schaltete er den Asienmeister Kenzheev aus Kirgisien mit einer starken Rolle im Bodenkampf aus, bevor es im Achtelfinale zu einem harten Gefecht mit Vize-Europameister Robert Kobliashvili kam. Nach 6 Minuten setzte sich Denis mit einer taktischen Meisterleistung knapp mit 1:1 durch und zog somit ins Viertelfinale ein.

Dort war der spätere Olympiasieger Davit Chakvetadze, der einen unglaublich starken Wettkampf ablieferte, allerdings eine Nummer zu groß und Denis unterlag. Nachdem Chakvetadze ins Finale einzog und dort auch Weltmeister Belenyuk klar besiegte, konnte Denis am Abend in der Hoffnungsrunde erneut in den Wettkampf eingreifen.
Anders als bei internationalen Wettkämpfen üblich, startete die Hoffnungsrunde bei den Spielen nicht am Vormittag, sondern erst unmittelbar vor den Medaillenkämpfen. Dort traf Denis auf den dritten der Weltmeisterschaft, Habibolla Akhlaghi aus dem Iran und erneut bewies er seine Nervenstärke. Denn auch in diesem Duell siegte am Ende die bessere Taktik. Nach 6 ausgeglichenen Minuten behauptete sich Denis erneut knapp mit 1:1 und stand somit im kleinen Finale.

Dem Modus geschuldet blieben allerdings vor dem bisher wichtigsten Kampf seiner Karriere nur 20 Minuten (!!!) um wieder zu Kräften zu kommen. Doch davon ließ sich Denis nicht beirren und zeigte einen tollen Kampf um Bronze. Gegner Viktor Loerincz hat schon zahlreiche internationale Medaillen gesammelt und ging leicht favorisiert – zumal ausgeruht – in den Finalkampf. Denis war die Erschöpfung anzusehen, trotzdem konnte er in der ersten Runde in der Oberlage punkten und ging aufgrund einer Verwarnung für den Ungarn mit 2:0 in Führung. Mitte der zweiten Hälfte konnte Loerincz ausgleichen und ging kurz darauf aufgrund der dritten Passivität von Denis gar mit 3:2 in Front.
Doch Kudla zeigte in der letzten Minute einen wahren Kraftakt und wurde bei 5:35 Minuten belohnt, denn auch der Ungar kassierte seine dritte Passivitätsermahnung und Kudla ging mit 3:3 wieder in Führung, welche er dann auch über die Zeit retten konnte. Im Anschluss dann Freude pur.

Glückwunsch !!!

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