VfK 07 heute Abend bei SV Wacker Burghausen

Aus Schifferstadter Tagblatt – von Kurt Claus

„Das wird ne enge Kiste – aber wir wollen es wissen“
Ringen  Erste Bundesliga

Schifferstadt (kc).

Achtbar geschlagen – aber bislang sieglos ist die Bilanz des VfK 07 in seiner ersten Bundesligasaison nach der Insolvenz 2006. Eine knappe Niederlage gegen den KSV Aalen, zwei Niederlagen gegen die Topfavoriten ASV Nendingen und TuS Adelhausen lassen die Ringer um die Trainer Markus Scherer und Erol Bayram am Tabellenende
der Südgruppe verharren. Doch noch zwei andere Teams sind noch ohne Punktgewinn und dies ist neben dem KSV Schriesheim nun auch der heutige Gegner SV Wacker
Burghausen (19.30 Uhr Sportparkhalle).
Mit großen Hoffnungen ist Burghausen in die Liga gestartet, hegte große Hoffnungen auf den vierten Tabellenrang und damit den Einzug in die Play offs. 29:6 hieß es in Nendingen, 13:26 auf eigener Matte gegen Adelhausen, zwei Teams, gegen die auch der VfK den Kürzeren gezogen hat. Heute steht also für die beiden Kontrahenten eine Art Standortbestimmung an
und dabei möchte der VfK nicht schlecht aussehen. „Das ist eine schwierige Auswärtsbegegnung, eine ganz knifflige Kiste“, sagte Griechisch-römisch-Trainer Markus Scherer. „Entscheidend wird sein, wer die Drucksituation besser in den Griff kriegt“, erklärte der Coach und ergänzte: Das wird ne enge Kiste, aber wir wollen es wissen.“.
Der VfK kann in bester Besetzung antreten. „Die Staffel stellt sich ohnehin von alleine auf, der Kader ist so klein, dass kaum Variationsmöglichkeiten gegeben sind“, sagten die VfK-Trainer. Anders sieht es bei Gastgeber Burghausen aus, der für seine beiden Teams (Bundesliga und Landesliga) auf einen Kader von 36 Sportlern zurückgreifen kann. Natürlich
schmerzt hier der Ausfall von Neuzugang Mihael Ganev, der mit einem Kreuzbandriss die komplette Saison ausfällt und wie aus Burghausen zu erfahren war, soll sich WM-Teilnehmer Eugen Ponomartschuk eine langwierige Verletzung eingehandelt haben. Ob diese Meldung von der Taktik bestimmt ist oder zutrifft, wird sich spätestens heute Abend beim Großkampftag ind er Sportparkhalle zeigen. Wenn Ponomartschuk, deutscher Meister 2013 auf die Matte geht, trifft er auf Denis Kudla, den deutschen Meister des Jahres 2012. Eine höchst interessante Konstellation. „Wie der Gegner steht ist uns eigentlich egal, wir müssen unsere Hausaufgaben machen“, unterstreicht Scherer, dass sich die VfK-Trainer weniger mit Burghausens Aufstellung beschäftigen. Der VfK bietet die stärkste Staffel auf. Nach seiner tollen Vorstellung bei der Weltmeisterschaft ist auch Taymuraz Friev in der 84-kg-Freistil-Klasse dabei. Er trifft auf Neuzugang Namik Korkmaz, amtierender türkischer Vizemeister, und auch diese Begegnung verspricht einiges.
„Die Weichen werden im ersten Kampf gelegt“, sagte Scherer. Hier trifft der noch ungeschlagene Moldavier Anatoli Buruian auf VfK-Seite auf den türkischen Spitzenringer Atalay Suhrab, der den Adelhausener Marc Luithle vorzeitig von der Matte geschickt hatte. Csongor Knipli geht in der Klasse -60 kg gegen Marvin Scherer als Favorit auf die Matte, doch auch Ceyhun Zaidov erlebte mit ihm eine unliebsame Überraschung. Gegen Martin Maier ist Stefan Ivanov knapp vorne zu sehen, gegen Andreas Maier könnte auch Wladimir Berenhardt
knapp vorne liegen. Christian Maier gegen Miroslav Kirov, der WM-Siebte Mukola Daragan gegen Arkadiusz Kulynycz, Gergely oder Tamas Kiss gegen Mamuka Kordzaia, dem bei seiner bisher gezeigten Leistung ein knapper Erfolg zuzutrauen ist, sind weitere mögliche Paarungen. Coskun Efe hat gegen Etka Sever körperlich einen klaren Vorteil, es könte aber auch Theodoros Tounousidis auf die Matte gehen. „Eine kleine Gewinnchance haben wir“, trauen die VfK-Trainer ihrer Staffel einiges zu. „Wenn wir da was reißen würde, das würde die kommenden Aufgaben erleichtern“, erzänzten sie. Burghausen hat einen starken Kader, wurde vom Verletzungspech gebeutelt und weiß derzeit noch nicht, wo es sportlich
hingeht. Dies auszunutzen gilt es für die Scherer-Bayram-Staffel, die nach den letzten beiden „Brocken“ auf einen Gegner trifft, bei dem etwas zu holen sein kann. „Das Team hat’s drauf“, sind die Verantwortlichen zuversichtlich, dass die Staffel sich auch diesmal konzentriert und mit Selbstvertrauen dem Kampf stellen wird. Was am Ende herauskommt, ist mitunter auch Glücksache.

————————-
Kurt Claus

Premium-Sponsoren:

Thuega AVIA Sparkasse Volksbank Lotto