VfK erwartet ersten Heimkampf sehnsüchtig

Nach der Auftakt-Pleite in Weingarten folgt bereits am kommenden Donnerstag, 18 Uhr, der zweite Kampftag der Deutschen Ringerliga, wenn der VfK den KAV Eisleben in der heimischen Wilfried-Dietrich-Halle empfängt.
Während der VfK seine Visitenkarte bereits abgeben durfte und seinen Kader nahezu vollständig beisammen hat, ist der Gast aus Eisleben schwer auszurechnen. Die Mannen aus der Lutherstadt waren am ersten Kampftag noch kampffrei und geben beim VfK nun ihr Saisondebüt. Dementsprechend offen ist die Aufstellung der Gäste am Donnerstagabend. „Die Eislebener könnten mit den personellen Möglichkeiten ihres Kaders fast eine Olympiaauswahl stellen, die in nahezu jeder Gewichtsklasse um Podiumsplätze kämpfen würde“, zeigt sich Teamcoach Nicolai Gössner beeindruckt von den klangvollen Namen des KAV-Kaders, freut sich allerdings gleichzeitig auf eine hochkarätige Begegnung. Tatsächlich dürfen sich im 22-köpfigen Aufgebot der Gäste gleich über Hälfte aller Athleten Medaillengewinner bei EM, WM oder Olympischen Spiele nennen, was die Kaderstärke des KAV unterstreicht, wenngleich auch die Eislebener zwei Deutsche sowie zwei EU-Athleten auf die Matte bringen müssen. In welcher der vier möglichen Gewichtsklassen die Eislebener ihre Deutsch-Quote erfüllen, ist allerdings ebenso offen, sodass dem Trainergespann nichts anderes übrig bleibt, als den Fokus auf die eigene Leistung zu richten. “Wir beschäftigen uns ausschließlich mit unseren Athleten und sind zunächst bestrebt, die Eislebener mit voller Kapelle zu empfangen“, so Marvin Scherer. Dies gelang den Schifferstadtern vergangenes Wochenende zum Unmut der Zuschauer nicht, obwohl den VfK in dieser Angelegenheit keine Schuld trifft. Aufgrund einer erneut angedrohten Sperre seitens des Weltverbandes, entschloss sich Richard Ligeti kurzfristig, auf seinen Kampf zu verzichten, weshalb die VfK-Staffel mit nur neun Athleten antreten konnte. “Diese Angelegenheit war natürlich für alle Beteiligten unschön, wir konnten es allerdings in der Kürze der Zeit nicht mehr ändern“, ärgert sich auch Teamchef Marvin Scherer maßlos über den unfreiwilligen Vorfall. Damit seine Staffel in der kommenden Begegnung definitiv zu zehnt auf der Matte steht, hat die sportliche Leitung unter der Woche jedoch alle Hebel in Bewegung gesetzt, die verwaiste Klasse neu zu besetzen.
“Wir freuen uns jetzt einfach, dass wir endlich wieder vor heimischem Publikum antreten dürfen und hoffen auf zehn spannende Duelle“, so Scherer, dem die Heimat in den letzten beiden Jahren spürbar fehlte. “Für mich persönlich ist es natürlich ein überwältigendes Gefühl, nach zwei Jahren endlich wieder ins alte Wohnzimmer zurückzukehren. Gerade deshalb erhoffe ich mir eine gut gefüllte Halle und tolle Stimmung zum ersten Heimkampf der Saison“, freut sich das Schifferstadter Eigengewächs.
Will der VfK den Halbfinaleinzug bereits während der ersten Hauptrundenphase realisieren, ist ein Heimsieg gegen den KAV Eisleben zudem unabdingbar. Daher hofft auch Scherer auf eine Leistungssteigerung seiner Mannschaft. “Der Auftakt war in Ordnung, aber wir haben noch nicht alle Reserven ausgeschöpft. Daher sind alle Athleten gewillt, ihre Performance zu intensivieren, um die ersten Zähler zu ergattern“, ist sich der 30-jährige sicher, welcher im Vorfeld der Begegnung einen besonderen Wunsch hegt: “Uns ist allen bewusst, dass die Erwartungshaltung im Umfeld groß ist und wir durch die vielen personellen Wechsel in der Führungsriege, aber auch durch die spärliche Berichterstattung der letzten Monate eine gewisse Angriffsfläche schaffen. Dennoch geben wir im Rahmen unserer Möglichkeiten alles, um den Zuschauern weiterhin attraktiven Sport zu bieten und werden auch in Zukunft konkurrenzfähig bleiben. Wenn wir es schaffen unsere Fans weiterhin zu begeistern, haben wir einiges richtig gemacht. Dies sehen wir als Bestätigung unserer Arbeit.“

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