VfK startet neue Zeitrechnung/DRL-Start in Weingarten

Am kommenden Samstag, 19.30 Uhr, startet die dritte DRL-Saison in Weingarten, wo der VfK als amtierender Deutscher Meister den Kampf um die Titelverteidigung aufnimmt.
Dabei müssen die Schifferstadter allerdings erstmals auf das erfolgreiche Trainer-Duo der letzten Dekade verzichten. Sowohl Erol Bayram als auch Markus Scherer erklärten vergangenen Februar auf dem Höhepunkt des Schaffens ihren Rücktritt, sodass Rückkehrer Marvin Scherer, in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Schifferstadter Ringer Nicolai Gössner, ab sofort die Geschicke am Mattenrand leiten wird. Scherer agiert zusätzlich in einer Doppelfunktion und wird auch auf der Matte versuchen, sportliche Höchstleistungen abzuliefern.
Nach zwei Jahren Abwesenheit und Intermezzo in Triberg und Freiburg entschloss sich das VfK-Eigengewächs seinem Herzensverein zu helfen und diesen nun als Gesicht der Zukunft voranzutreiben. Der mittlerweile 30-jährige, welcher sein Einzelstartrecht stets beim VfK innehatte und in dieser Zeit gleich zwei Mal einen Podestplatz bei Deutschen Männermeisterschaften erreichte, scheint mittlerweile reif für neue Herausforderungen, muss sich mit den unbekannten Aufgabenfeldern jedoch zunächst noch arrangieren. „Ich werde versuchen, die Ringer vor allem am Kampftag bestmöglich zu unterstützen, muss den Fokus aber natürlich auch auf meinen eigenen Kampf legen“, so Scherer, der zumindest in der Vorrunde jeweils den ersten Kampf des Abends bestreitet und anschließend fließend in seine Betreuerrolle übergehen wird.
„Die vergangenen Wochen waren mit einem enormen organisatorischen Aufwand verbunden, nun freuen wir uns einfach, dass es endlich losgeht“, fiebert Scherer dem ersten Kampf in Weingarten entgegen, dem eine Prognose jedoch nicht zu entlocken ist. „Der Weingartener Kader ist überragend bestückt und im Vergleich zum vergangenen Jahr nochmal qualitativ aufgewertet worden. Es ist jedoch zum Auftakt, gerade im Anschluss einer Weltmeisterschaft immer schwer vorauszusagen, wer dann auch wirklich auf der Matte steht. Wir werden allerdings versuchen, unsere Kadermöglichkeiten auszureizen und wollen selbstverständlich dagegenhalten“, ist Scherer selbst gespannt, wo dessen Team zu Saisonbeginn steht. Definitiv dürfen auf beiden Seiten Gesichter erwartet werden, die auch im vergangenen Finale für sehenswerten Ringkampfsport sorgten.

Deutsch/EU-Quote

Im Gegensatz zu den vergangenen beiden Saisons kommt es aber zu einer signifikanten Regeländerung innerhalb der DRL. Zunächst muss die jeweilige Auswärtsmannschaft mindestens zwei Ringer mit EU-Status aufbieten, während das Heim-Team lediglich einen EU-Athlet stellen muss. Zusätzlich müssen beide Mannschaften mindestens zwei Deutsche am Kampftag im Aufgebot haben. Beim VfK werden diese beiden Plätze von drei Athleten eingenommen, deren Einsatz je nach Gegner variieren kann. Neben Marvin Scherer gehen mit Ilyas Özdemir und Murad Gadjimuradov zwei bekannte Gesichter an den Start, die bereits zu Bundesliga-Zeiten beim VfK aktiv waren. Welche beiden deutschen Ringer am Samstag auf der Matte stehen, lässt Scherer noch offen. „Alle drei sind einsatzfähig, dementsprechend werden wir uns nicht in die Karten schauen lassen und sind gespannt wen der SVG aufbietet.“
Nichtsdestotrotz dürfen sich die Zuschauer auf die Fortsetzung des diesjährigen DRL-Finals freuen, Ausgang offen…

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