Weltmeister Chamizo holt auch EM-Gold

Was für eine Ringer-Show von Frank Chamizo. Der amtierende Weltmeister vom VfK dominiert bei den Europameisterschaften im lettischen Riga scheinbar mühelos die Konkurrenz. Zum Auftakt gewann der gebürtige Kubaner, der international für Italien startet, gegen den Schweizer Stefan Graf mit 10:0 – vorzeitig. Im Achtelfinale hieß der Gegner Eduard Frolovs (Lettland): 10:0 – vorzeitig. Im Viertelfinale dann das Duell gegen den hoch eingeschätzten Ukrainer Semen Radulov: 17:4 – vorzeitig. Radulov erreichte später noch den Kampf um Platz drei.

Chamizo indes setzte seine Ringer-Demonstration fort: Halbfinale gegen den Aserbaidschaner Aghahuseyn Mustafayev: 11:1 – vorzeitig, nach 2.31 Minuten. Unfassbar.

Im Finale hieß der Gegner Mustafa Kaya. Der Türke hatte sein Halbfinale überraschend gegen den stark eingeschätzten Russen Israil Kasumov in der Schlussminute mit 8:5 gewonnen.

Und so überlegen der VfKler ins Finale gestürmt war, so eng war der Endkampf. Chamizo führte schon 4:0, doch der Türke gab alles und ging selbst mit 6:5 in Führung. Dann die Entscheidung: Bei einer Bodenaktion fixierte Chamizo den Gegner mit seinen Beinen in einer gefährlich Lage – die Punkte blieben indes aus. Die Italiener forderten den Videobeweis – und bekamen Recht. 2 Punkte für Chamizo 12 Sekunden vor Kampfende. Das war der EM-Titel.

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