Zuschauer mit Leistung überzeugen

Aus dem Schifferstadter Tagblatt – von Kurt Claus

Nach einem Drittel der Runde VfK Spitzenreiter

Schifferstadt (kc). „Wir alle waren neugierig, wie es mit der Deutschen Ringerliga laufen würde. Nach dem ersten Drittel müssen wir feststellen, dass wir trotz einer fast komplett neuen Mannschaft und vielen Unwägbarkeiten gut mithalten können“, sagte VfK-Greco-Trainer Markus Scherer. Der VfK ist nach vier absolvierten Kämpfen Spitzenreiter und zeigte gegen den SV Germania Weingarten, ASV Nendingen und auch KSV Ispringen tolle Kämpfe, überzeugte auch gegen den KAV Eisleben in eigener Halle. „Im ersten Heimkampf war es nicht so berauschend, gegen Ispringen war es schon eine Steigerung“ sagte VfK-UG-Geschäftsführer Murat Ögat über die Zuschauer-Resonanz. Die eingefleischten VfK-Anhänger sind noch etwas zurückhaltend, was ihre Unterstützung in der neuen Liga betrifft. Zu viele Dinge kamen in einer gänzlich neuen Liga auf sie zu, auch, dass die Eigengewächse und Publikumslieblinge nicht mehr auf der heimischen Matte zu sehen sind.

„Wir wollten und mussten aus der Diktatur des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) heraus und dass sie dann die deutschen Asse unter Androhung von saftigen Strafen aus dem Verkehr gezogen haben, damit müssen wir leben“, erklärte Scherer. Was jedoch das Sportliche auf der Matte angeht, sieht er keinen Einbruch. „Ich habe viele Kämpfe gesehen, da stehen sich gleichwertige Gegner gegenüber, es waren allesamt Topduelle und das ist es doch, was den Ringsport ausmacht“, betonte der VfK-Trainer.
Handlungsbedarf gibt es für ihn nur in der Hinsicht, dass so manch übermotivierter Sportler in seinem Elan gebremst werden, auch die taktischen Vorgaben für den Mannschaftskampf verinnerlichen muss. Eine starke Bank sind die georgischen Athleten, die sich bestens eingelebt haben. „Sie wohnen in Schifferstadt, wollen sich integrieren und gehen auch deshalb in ein Café und suchen den Kontakt“, freut sich Murat Ögat, dass in dieser Hinsicht das Eingliedern funktioniert. Elf Sportler waren bisher im Einsatz, zeigten tolle Begegnungen. „Wir wollen auch so weiterringen“, erwartet Scherer auch für die kommenden Kämpfe Topsport. Hinführen müsse man noch die Zuschauer. „Wir wussten, dass es zu Beginn nicht einfach sein wird, aber wir müssen durch Leistung überzeugen und dann sollten uns unsere Fans auch wie in den vergangenen Jahren begleiten“, hofft Scherer. „Der Trend ist vorhanden, jetzt gehört der Erfolg dazu.“ Elf Sportler waren durch die Erkrankung von Ilyas Özdemir bisher im Einsatz.

Am vergangenen Wochenende hatte der VfK frei, konnte sich in Ruhe auf die Heimbegegnung gegen Weingarten vorbereiten. „Da wird es nicht so einfach wie beim ersten Mal, da hatten wir einen Sahnetag und haben Weingarten überrascht“, erwartet der Trainer eine ebenso packende und spannende Auseinandersetzung wie beim Herzschlagfinale gegen Ispringen. Wenn dann noch die Zuschauer mitziehen und die Staffel unterstützen, dürfte einem neuerlichen spektakulären Kampfabend in der Wilfried-Dietrich-Halle nichts im Wege stehen. Vom sportlichen her jedenfalls passt es in der neuen Umgebung.

Premium-Sponsoren:

Thuega AVIA Sparkasse Volksbank Lotto