Bundesliga-Vertetung zu Gast

Nach dem beeindruckenden Heimerfolg zum Auftakt gegen die WKG Ludwigshafen empfängt der VfK heute Abend, 18 Uhr, die zweite Garnitur des SV Alemannia Nackenheim-Worms und möchte im Kampf um den Aufstieg ein weiteres Zeichen setzen. Zum ersten Mal in der laufende Runde wird der VfK seinen Kampf wieder in der altehrwürdigen Wilfried-Dietrich-Halle austragen, nachdem zuvor das städtische Stadion für Freiluft-Wettkämpfe genutzt wurde.
Der Saisonstart verlief nach Maß bei den Schifferstadtern, die nach der langen pandemiebedingten Pause erleichtert wirken. „Wir sind glücklich, dass der erste Kampf nach unseren Vorstellungen geglückt ist, müssen diese Leistung aber nun untermauern“, blickt Griechisch-römisch-Trainer Markus Scherer voraus. Entsprechend streben die VfK-Ringer weiterhin an, verlustpunktfrei zu bleiben und gegen die unausrechenbare Nackenheimer Staffel eine schlagkräftige Formation entgegenzusetzen. „Die erste Mannschaft des ASV hat an diesem Wochenende kampffrei, sodass wir mit einer aus dem Bundesliga-Kader aufgefüllten Truppe rechnen sollten“ weiß Freistil-Coach Erol Bayram um die Gefahr der Nackenheimer Mannschaft. Entsprechend müssen die beiden Trainer an der Besetzung der acht Gewichtsklassen tüfteln, haben allerdings definitiv zwei Ausfälle zu beklagen. Die beiden weißrussischen Topathleten Alex Hushtyn und Nyugun Skryabin befinden sich in Vorbereitung auf die anstehende Ringer-WM und stehen damit nicht zur Verfügung. Diesen Umstand sieht das Schifferstadter Trainergespann allerdings keineswegs als Handicap. „Die Achse des Auftakterfolgs bleibt zwar bestehen, dennoch bietet unser Kader Variationsmöglichkeiten, um Veränderungen vorzunehmen, welche wir aufgrund der Kadergröße auch forcieren“, äußerst sich das eingespielte Trainerduo zuversichtlich. „Wir wollen die Lücken vorrangig mit eigenen Akteuren füllen, die sich auf gehobenem Niveau in Szene setzen sollen und damit nachhaltig empfehlen können“, erklärt Scherer die Überlegungen im Aufstellungspoker.
Die Nackenheimer starteten ihrerseits mit einer Niederlage in die laufende Saison und verloren zum Auftakt im Derby gegen den Lokalrivalen ASV Mainz 88 II hauchdünn. Mit entsprechend viel Wut im Bauch dürften die Rheinhessen in die Pfalz reisen, um den verpatzten Start zu egalisieren. Beim VfK hingegen steht das Ziel „Aufstieg“ weiterhin auf der Agenda, welche stets verfolgt wird. „Wir wollen in jedem Kampf so aufgestellt sein, dass ein Sieg in Reichweite ist“, schildert Bayram die grundsätzliche Ausrichtung, rechnet dabei allerdings auch potentielle Rückschläge ein, speziell gegen die Bundesliga-Vertretungen aus Nackenheim, Mainz und Bad Kreuznach.
„Trotz des erfolgreichen Events im städtischen Stadion freuen wir uns enorm,  wieder in unsere heimische Stätte zurückzukehren und die besondere Atmosphäre der Wilfried-Dietrich-Halle nach dieser enorm langen Pause wieder erleben zu dürfen“ lässt VfK-Urgestein Markus Scherer seine Vorfreude freien Lauf. Die Umsetzung der Veranstaltung impliziert allerdings besondere Voraussetzungen. Aufgrund der derzeitigen Gegebenheiten dürfen maximal 199 Personen nach der 3G-Regel eingelassen werden. Wie bereits beim vergangenen Heimkampf ermöglicht das Rote Kreuz im Außenbereich eine Teststation für Zuschauerinnen und Zuschauer. Tickets sind zudem lediglich an der Außenkasse und nicht im Vorverkauf erhältlich.
Der im Vorfeld geplante Schülerkampf gegen Weingarten fällt aufgrund der Absage seitens der Gäste aus.