Auf deutlichen Sieg folgt hohe Niederlage

Ein ereignisreiches Wochenende erlebten die Ringer des VfK 07 Schifferstadt, welche gleich zweimal auf die Matte mussten. Am Samstagabend gastierte die KG Kurpfälzer Löwen in der Wilfried-Dietrich-Halle, ehe es am Montag zum ersten Auswärtskampf nach Baienfurt ging.

Den Auftaktkampf absolvierte Debütant Emre Sahin, der sich bei seinem ersten Auftritt auf deutschem Boden souverän präsentierte und drei Mannschaftspunkte für seine Farben einheimste. Der Einsatz des jungen Türken hing jedoch lange am seidenen Faden. Erst am Freitagmorgen kam das Visum des jungen Türken, der eigentlich bereits vergangene Woche im Aufgebot hätte stehen sollen. „Die letzten Tage glichen einer Tortur. Der Vorgang zog sich in die Länge, weshalb wir schon etwas ungeduldig wurden“, beschreibt Bayram die bürokratischen Schwierigkeiten. Durch die Verletzung von Yasin Sek hatte das Trainergespann keine wettbewerbsfähige Alternative in der untersten Gewichtsklasse, sodass der Einsatz von Sahin umso akuter wurde.
Im Schwergewicht trat Alex Hushtyn erneut stilartfremd an und traf auf Löwen-Trainer Attila Tamas. Immer wieder versuchte der erfahrene Rumäne Hushtyn zu werfen, der jedoch abgeklärt reagierte und die Führung mit zwei weiteren Mannschaftspunkten ausbaute. Wenig auszurichten hatte im Folgekampf Daniel Ufelmann, der dem ehemaligen Weltklasseringer Virgil Munteanu mit 0:11 unterlag, aber immerhin über die volle Zeit ging und damit nur drei Zähler abgab.
Erneut zittern musste zudem Yusuf Senyigit in der Gewichtsklasse bis 98 kg. Der aktuelle deutsche Juniorenmeister ging wie bereits vergangene Woche kurz vor Ende in Führung. Musste er diese zuletzt noch mit dem Schlussgong abgeben, brachte er sie nun ins Ziel und rette das knappe 2:1 über die Zeit. Nach der anschließenden Niederlage von Scott Gottschling ging es mit einer 6:5-Führung in die Pause.

Mit Blick auf die im zweiten Durchgang anstehenden Paarungen ein beruhigender Vorsprung. Dort sollten zunächst Denis Kudla und Vasyl Mikhailov folgen, deren Siege fest eingeplant waren. Folgerichtig setzen sich beide frühzeitig per technischer Überlegenheit durch und sicherten dem VfK damit den Gesamtsieg. Daher war es auch zu verschmerzen, dass Youngster Marc Fischer im Anschluss Lehrgeld bezahlen musste und nach knapp einer Minute geschultert wurde. Weil die Gäste in der Gewichtsklasse bis 75 kg keinen Gegner aufbieten konnten, siegte Samuel Remle kampflos.
Auch der zuletzt noch angeschlagene Neuzugang Adrian Barnowski durfte seinen ersten Sieg im VfK-Trikot feiern und zeigte beim 10:0-Erfolg sein Potential.

„Wir sind sehr zufrieden, dass wir in den ersten beiden Kämpfen vor heimischem Publikum guten Ringsport zeigen und jeweils Siege einfahren konnten“ resümiert Griechisch-römisch-Trainer Markus Scherer.

Das Kontrastprogramm gab es am Montagnachmittag in Baienfurt, wo der zweite Kampf innerhalb von 48 Stunden ausgetragen wurde. Mit 24:15 verlor die VfK-Staffel gegen die KG Baienfurt/Ravensburg und handelte sich somit die erste Saisonniederlage ein. Durfte man sich als neutraler Ringerfan zuletzt noch an vielen spannenden Einzelduellen erfreuen, hatte die erste Auswärts-Begegnung wenig packende Momente zu bieten. Zu deutlich verliefen sämtliche Kämpfe, sodass letztlich nur ein Duell über die volle Gesamtdistanz von sechs Minuten ging.

Jenen Kampf bot Emre Sahin, der mit einem 13:2-Sieg dennoch haushoch überlegen war, direkt zum Auftakt. Der Rest ist schnell erzählt. Rückkehrer Cuma Akgün, welcher den ausgefallenen Yusuf Senyigit ersetze, verlor ebenso vorzeitig wie Daniel Ufelmann und Scott Gottschling im Anschluss. Während sich Gottschling noch in die Pause retten konnte, war für die anderen beiden Athleten bereits vor dem Gong Schluss. Die bisher ungeschlagene Achse um Alex Hushtyn, Vasyl Mikhailov und Denis Kudla sorgte zwar zwischenzeitlich wieder für etwas Hoffnung im VfK-Lager, doch zu stark war das Baienfurter Trio in den Gewichtsklassen bis 71und 75 kg zum Abschluss. So mussten sich in Person von Marc Fischer, Adrian Barnowski und Samuel Remle die drei jüngsten Schifferstadter allesamt frühzeitig geschlagen geben. „Wir konnten heute leider nicht mehr entgegensetzen. Baienfurt war insgesamt reifer und hat daher auch verdient gewonnen“, ordnet Bayram die Niederlage nüchtern ein.