Heimserie soll fortgeführt werden

Zum dritten Heimkampf der noch jungen Zweitliga-Saison empfängt der VfK heute Abend, 19.30 Uhr, den noch ungeschlagenen KSV Rimbach. Nach zwei Heimsiegen zum Auftakt setzte es in Baienfurt zuletzt die erste Niederlage für den VfK, der nun zumindest im eigenen Wohnzimmer seine weiße Weste wahren möchte. Hatte so mancher Fan infolge des starken Startes womöglich gehofft, dass sich die VfK-Staffel von Beginn an oben in der Tabelle festsetzt, so wurde jene Zuversicht flugs gedämpft. Für Griechisch-römisch-Trainer Markus Scherer kam die erste Saisonpleite jedoch wenig überraschend.
„Wir sind realistisch genug, um unser Leistungsvermögen einschätzen zu können. Dementsprechend sollte die Bestimmung unseres Saisonziels mit einem gesicherten Mittelfeldplatz keinem taktischen Understatement dienen, sondern unseren Ist-Zustand objektiv widerspiegeln“, sieht Scherer seine Staffel derzeit noch nicht auf Augenhöhe mit den Titelaspiranten. „Auch wenn uns nach zwei Siegen bereits einige zum Meisterschaftsfavoriten hochstilisieren wollten, bleiben wir demütig“, verspricht Scherer. Dass man die Saisonziele nicht nach oben korrigiert, hängt vor allem damit zusammen, dass man sportliche Erfolge nicht um jeden Preis erzwingen möchte. Der Fokus soll weiterhin auf der gesamtstrukturellen Entwicklung des noch jungen Kaders liegen, weshalb die Ausländerquote bisher auch noch in keinem Kampf ausgeschöpft wurde. Weiterhin sollen Nachwuchsathleten wie Samuel Remle, Marc Fischer, Yusuf Senyigit, Adrian Barnowski oder Daniel Ufelmann Wettkampferfahrungen sammeln und sich stetig an das Leistungsniveau der zweiten Bundesliga herantasten.
Die Rimbacher stiegen als souveräner Meister der Oberliga Hessen in die zweite Liga auf und konnten sich umgehend etablieren. Gegen Reilingen, Viernheim und Hallbergmoos setzte sich der KSV jeweils durch und führt nun gemeinsam mit der KG Baienfurt/Ravensburg die Tabelle an.
Einen besonderen Kampf dürfte die Gewichtsklasse bis 66 kg bereithalten. Dort startete beim KSV zuletzt Julien Zinser, welcher sein Einzelstartrecht noch beim VfK hat und sämtliche Medaillen in den letzten Jahren für seinen Schifferstadter Heimatverein sammelte. Außergewöhnlich wird das vermutlich anstehende Duell mit Scott Gottschling vor allem auch für VfK-Freistiltrainer Erol Bayram. „Ich betreue Julien bei Einzelturnieren nun schon seit vielen Jahren und durfte mit ihm gemeinsam viele Erfolge feiern. Nun auf der anderen Seite zu stehen und gegen ihn zu coachen, wird sicherlich sehr speziell“, verrät Bayram. Dennoch freut man sich im Schifferstadter Lager auf das nächste Heimduell, in welchem man dem Publikum einen weiteren aufregenden Kampfabend bescheren möchte.
Den Auftakt des Kampftages macht wie gewohnt die Schülermannschaft ab 16.30 Uhr. Anschließend kommt es ab 18 Uhr zum Spitzenkampf in der Rheinland-Pfalz-Liga. Die zweite Garnitur des VfK empfängt zum Derby die WKG Ludwigshafen. Beide Teams rangieren jeweils ungeschlagen an der Tabellenspitze und kämpfen um die Vormachtstellung in der Liga.