VfK will Bock umstoßen

Bei den Zweitligaringern des VfK 07 steckt derzeit Sand im Getriebe. Bereits zum dritten Mal in Folge musste sich der deutsche Rekordmeister vergangene Woche geschlagen geben und droht nun tabellarisch immer weiter abzurutschen.
Den nächsten Versuch, eine die Trendwende einzuleiten, hat der VfK heute Abend, 19.30 Uhr, wenn der punktgleiche SRC Viernheim in der Rettichstadt gastiert.
Bereits im Vorfeld der zurückliegenden Begegnungen ordnete das Trainerduo Bayram/Scherer die Gesamtsituation unverhohlen ein. Zu viele Akteure seien zuletzt aufgrund verschiedenster Gründe nicht verfügbar gewesen, sodass man mithilfe der jungen Garde fast schon zum Versuch gezuwungen war, aus der Not eine Tugend zu machen. Der erträumte Erfolg blieb allerdings vorerst aus. Für Griechisch-römisch-Trainer Markus Scherer wenig verwunderlich. „Der Großteil unserer deutschen Achse befindet sich alterstechnisch noch im Juniorenbereich oder betritt gerade Neuland auf diesem Niveau“, verweist der Coach auf die deutlich höhere Gegnerqualität in Liga zwei. Entsprechend geduldig wollen man daher hinsichtlich der Entwicklung jener Sportler agieren.
Die Hiobsbotschaften reißen jedoch auch weiterhin nicht ab. Daniel Ufelmann muss nach seiner Verletzung aus dem letztwöchigen Kampf am Meniskus operiert werden und fällt damit für den Rest der Saison aus. Immerhin steht mit Mateusz Ropiak ein Ersatzmann parat, der vergangenen Runde ungeschlagen war und nach ebenfalls schwerwiegender Knieverletzung sein Comeback geben soll.
„Es hilft nichts, zu lamentieren. Wir werden das beste aus unseren Möglichkeiten herausholen und versuchen, den nächsten Heimsieg einzufahren“, bleibt Scherer optimistisch. Der erfahrene Übungsleiter wird am Wochenende erstmals alleine auf der Trainerbank Platz nehmen. Dessen Pendant für den freien Stil, Erol Bayram, weilt im Familienurlaub, organisiert den Kader allerdings aus der Ferne. „Ich bin mit meinen Freistil-Athleten im ständigen Austausch und daher bestens informiert, wie es um deren Zustand steht“, erklärt Bayram. „In der direkten Vorbereitung und am Kampftag habe ich vollstes Vertrauen in meinen Kollegen“, kann sich Bayram auf Scherer verlassen.
Gegner Viernheim stieg vergangene Saison ohne Punktgewinn aus der erste Bundesliga ab und versucht nun, sich mit einem Neuanfang eine Etage tiefer zu konsolidieren. Ähnlich wie der VfK visiert der SRC einen gesicherten Mittelfeldplatz an, welchen sie derzeit auch soeben noch innehaben. Konträr verlaufen dagegen die bisherigen Saisons beider Teams. In Viernheim stockte der Motor zum Rundenstart, während man mittlerweile in der Liga angekommen scheint. Als konstante Siegringer entpuppten sich auf Viernheimer Seite zuletzt vor allem Aushängeschild Pascal Hilkert sowie die ausländische Achse um Demian Liutcanov, Vasile Dosoftei und Adam Varga. „Kann der SRC alles aufbieten, müssen wir dicke Bretter bohren“, weiß Scherer um die Qualität des Gegners.
Erfreuliche Nachrichten gibt es immerhin von der laufenden U-23-Weltmeisterschaft in Spanien. VfK-Neuzugang Pavel Puklavec kämpfte sich unter der Woche bis ins Finale vor und musste sich dort lediglich seinem Kontrahenten aus Aserbaidschan geschlagen geben. Wann der frisch gebackene Silbermedaillengewinner zurück zum Team stößt, ist allerdings noch unklar.
Den Vorkampf der Bundesligabegegnung absolviert die VfK-Schülermannschaft gegen die Jugend der KG Viernheim-Ziegelhausen ab 18 Uhr. Die Rheinland-Pfalz-Liga-Mannschaft bleibt an diesem Wochenende kampfrei.